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Erpresser verlangen 3 Millionen Euro: Revolut will nach Cyberangriff kein Lösegeld zahlen

Eine umfangreiche Recherche mehrerer großer Medienhäuser macht Revolut zudem schwere Vorwürfe: Die Bank unternehme zu wenig gegen Geldwäsche.
/ Ingo Pakalski
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Revolut will keine 3 Millionen US-Dollar Lösegeld zahlen. (Bild: Unsplash)
Revolut will keine 3 Millionen US-Dollar Lösegeld zahlen. Bild: Unsplash

Diesen Monat wurde Revolut Opfer eines Cyberangriffs, bei dem vertrauliche Bankkundendaten in die Hände Unbefugter gelangt sind. Als Folge davon wurde die Bank nach Informationen der Financial Times(öffnet im neuen Fenster) aufgefordert, für die Daten 3 Millionen US-Dollar Lösegeld zu zahlen.

Eine Hackergruppe droht demnach damit, vertrauliche und persönliche Daten von Hunderten Revolut-Kunden an andere Kriminelle zu verkaufen, falls die britische Onlinebank der Forderung nicht nachkommt. Laut einem aktuellen Bericht der Süddeutschen Zeitung(öffnet im neuen Fenster) weigert sich Revolut, das Lösegeld zu zahlen.

Nach derzeit vorliegenden Informationen nutzte die Hackergruppe offizielle Behörden-E-Mails aus Italien, um sich der Bank gegenüber als legitime Behörden auszugeben. Dadurch gelangten vertrauliche Kundendaten in falsche Hände. Revolut betonte, dass nur wenige Kunden davon betroffen seien, nannte aber keine genauen Zahlen.

Mindestens 680 Revolut-Kunden vom Vorfall betroffen

Mindestens 680 Personen sollen laut Presseberichten betroffen sein. Nach einem Bericht der Neuen Zürcher Zeitung(öffnet im neuen Fenster) handelt es sich überwiegend um Kunden aus Frankreich und der Schweiz.

In einer gemeinsamen umfangreichen Recherche von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR(öffnet im neuen Fenster) werden Revolut viele Vergehen vorgeworfen, die vom Unternehmen bestritten werden. So liegen den drei Medien interne Dokumente vor, wonach 3.000 Kunden Transaktionen in Bezug auf illegales Glücksspiel vorgenommen haben sollen, ohne dass die Bank dies gemeldet habe, obwohl sie dazu verpflichtet gewesen sei. Das wies Revolut als "inkorrekt" und "unhaltbar" zurück.

Aufsichtsbehörden finden Fehler bei Revolut

Bei der Recherche stießen Journalisten immer wieder auf frühere Probleme, die Revolut mit Aufsichtsbehörden hatte. Die drei deutschen Medien deckten zusammen mit der französischen Zeitung Les Échos(öffnet im neuen Fenster) Anfang September 2026 auf, dass Revolut in Frankreich erst 150 offene Probleme lösen musste, bevor das Unternehmen Anfang August 2026 eine Banklizenz in dem Land erhielt.

Auch die Europäische Zentralbank (EZB) sieht nach den Recherchen Probleme bei Revolut: Das Unternehmen muss diverse Probleme in der Geldwäschebekämpfung lösen, um in vollem Umfang ins Geschäft für Immobilienkredite einsteigen zu dürfen.


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