Abo
  • IT-Karriere:

Erotik-Abo-Falle: Verdienen Mobilfunkbetreiber an WAP-Billing-Betrug mit?

Netzbetreiber und Provider sollen den Betrug mit WAP-Billing vielleicht billigend in Kauf nehmen, sagt ein Staatssekretär des Bundesjustizministeriums. Ein Grund: Weil sie daran mitverdienten.

Artikel veröffentlicht am ,
Apps auf einem iPhone
Apps auf einem iPhone (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

Ein Staatssekretär des Bundesjustizministeriums hat im Zusammenhang mit WAP-Billing-Betrug schwere Vorwürfe gegen die Mobilfunkbetreiber erhoben. Das berichtet das Handelsblatt. Die Mobilfunkkonzerne hätten Betrug vielleicht "billigend in Kauf genommen", sagte Staatssekretär Gerd Billen dem Handelsblatt. "Weil sie daran verdient haben, oder weil sie sich zu wenig Arbeit gemacht haben, die Betrüger aus dem Markt zu werfen."

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, bundesweit
  2. Interhyp Gruppe, München

Die Kleinbeträge der Betrüger dürften sich bis heute zu einem Schadensvolumen aufsummiert haben, das in die Millionen Euro geht.

Das Problem des WAP-Billings, der Abrechnung von nicht oder nicht bewusst bestellten Leistungen von Drittanbietern über die Mobilfunkrechnung, hat laut einer Studie des Marktforschungsinstituts Yougov im Auftrag des Bundesjustizministeriums in den vergangenen zwei Jahren "einen deutlich größeren Umfang" angenommen. In Deutschland ist jeder achte Mobilfunkkunde demnach Opfer von unzulässigem WAP-Billing geworden.

"Uns werden täglich mehrere solcher Fälle gemeldet", sagte Miriam Rusch von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen dem Handelsblatt. Das Warnsystem Marktwächter des VZBV (Verbraucherzentrale Bundesverband) erreichten von Oktober 2015 bis Oktober 2016 mehr als 1.000 Beschwerden über Abo-Abzocke.

Die Unternehmen weisen solche Vorwürfe zurück und verweisen auf ihre "Clean-Market-Initiative". Nachfragen des Handelsblatts, wie oft tatsächlich gegen Drittanbieter vorgegangen worden sei, wurden aber von keinem der Unternehmen beantwortet.

Täglich mehrere solcher Fälle

WAP-Billing ist legal, bietet aber die Möglichkeit für unzulässige Abrechnungen. Wer etwa eine kostenfreie Spiele-App aufruft, kann Werbebanner von Drittfirmen gezeigt bekommen. Bei einem Klick auf das Banner eines betrügerischen Unternehmens wird die MSISDN des Opfers abgefragt. Damit können Betrüger Geld über die monatliche Handyrechnung einfordern und beim Mobilfunkanbieter abrechnen lassen. Die weltweit eindeutige Rufnummer MSISDN (Mobile Subscriber Integrated Services Digital Network Number) ist jeweils meist einer SIM-Karte zugeordnet.



Anzeige
Top-Angebote
  1. ab 0,89€ (u. a. enthalten Distraint 2, Rusty Lake Paradise, Nex Machina, Shantae: Half-Genie Hero)
  2. (u. a. The Division 2 für 36,99€, Just Cause 4 für 17,99€, Kerbal Space Program für 7,99€)
  3. (u. a. Sandisk Plus 1-TB-SSD für 88,00€, WD Elements 4-TB-Festplatte extern für 79,00€)
  4. ab 419,00€

theborg0815 08. Dez 2016

Aktiviert meinst du, allerdings die Drittanbietersperre greift bei WAP-Billing nicht. Ja...

Mett 08. Dez 2016

Wobei deine Providerwahl nicht das Thema ist.

chefin 08. Dez 2016

Wie kommt WAP auf den UMTS-Router? WAP wird garnicht an PCs ausgeliefert. Am Router...

My1 08. Dez 2016

läuft eigentlich bezahlung via handyrechnung bei itunes oder Google Play auch via WAP?

My1 08. Dez 2016

sehe ich auch so. dass bei sowas das ganze gefälligst direkt geprüft werden muss. wenn...


Folgen Sie uns
       


Raspberry Pi 4B vorgestellt

Nicht jedem dürften die Änderungen gefallen: Denn zwangsläufig wird auch neues Zubehör fällig.

Raspberry Pi 4B vorgestellt Video aufrufen
Energie: Wo die Wasserstoffqualität getestet wird
Energie
Wo die Wasserstoffqualität getestet wird

Damit eine Brennstoffzelle einwandfrei arbeitet, braucht sie sauberen Wasserstoff. Wie aber lassen sich Verunreinigungen bis auf ein milliardstel Teil erfassen? Am Testfeld Wasserstoff in Duisburg wird das erprobt - und andere Technik für die Wasserstoffwirtschaft.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Autos Elektro, Brennstoffzelle oder Diesel?
  2. Energiespeicher Heiße Steine sind effizienter als Brennstoffzellen
  3. Klimaschutz Großbritannien probt für den Kohleausstieg

LEDs: Schlimmes Flimmern
LEDs
Schlimmes Flimmern

LED-Licht zu Hause oder im Auto leuchtet nur selten völlig konstant. Je nach Frequenz und Intensität kann das Flimmern der Leuchtmittel problematisch sein, für manche Menschen sogar gesundheitsschädlich.
Von Wolfgang Messer

  1. Wissenschaft Schadet LED-Licht unseren Augen?
  2. Straßenbeleuchtung Detroit kämpft mit LED-Ausfällen und der Hersteller schweigt
  3. ULED Ubiquitis Netzwerkleuchten bieten Wechselstromversorgung

Forschung: Mehr Elektronen sollen Photovoltaik effizienter machen
Forschung
Mehr Elektronen sollen Photovoltaik effizienter machen

Zwei dünne Schichten auf einer Silizium-Solarzelle könnten ihre Effizienz erhöhen. Grünes und blaues Licht kann darin gleich zwei Elektronen statt nur eines freisetzen.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. ISS Tierbeobachtungssystem Icarus startet
  2. Sun To Liquid Solaranlage erzeugt Kerosin aus Sonnenlicht, Wasser und CO2
  3. Shell Ocean Discovery X Prize X-Prize für unbemannte Systeme zur Meereskartierung vergeben

    •  /