Eroiy: Eigene Kryptowährung soll Erotikbranche auf Touren bringen

Der Hype um Kryptowährungen ist trotz der Kursschwankungen von Bitcoin, Ethereum und Ripple kaum zu bremsen. Beinahe täglich kündigen Startups oder etablierte Firmen ein Initial Coin Offering (ICO) an. Dahinter steckt der Versuch einer Schwarmfinanzierung über die Ausgabe eigener Tokens, die in der Regel auf der dezentralen Datenbanktechnik Blockchain basieren. Diese Tokens können nachher in Einheiten der Kryptowährung gewandelt werden. Auch Vertreter der Erotikbranche wollen in diesem lukrativen, von vielen Erlösfantasien getriebenen Markt mitmischen und die eigene Industrie mit Hilfe einer angeblich anonymen Bezahlform nach vorn bringen. Denn anders als oft angenommen ist bezahlen mit Bitcoin nicht anonym, sondern nur pseudonym.
Hinter der Initiative steht die Firma Eroiy(öffnet im neuen Fenster) , die über eine Briefkastenadresse in Panama verfügt und diese als Hauptsitz angibt. Das operative Geschäft, das der Schweizer Unternehmer und Investor Markus Steffen leitet, soll über dessen Heimatland laufen. Dort befindet sich aktuell eine eigene Eroiy GmbH in Gründung. Das Unternehmen will zwei Milliarden Einheiten der Kryptowährung auf Basis des Blockchain-Protokolls NEM(öffnet im neuen Fenster) (New Economy Movement) generieren. NEM wird selbst auch als eigene virtuelle Währung gehandelt und lag im Januar mit einer Marktkapitalisierung von ungefähr neun Milliarden US-Dollar auf Rang 8 der einschlägigen Zahlungsmittel.