Eröffnung Zoo Palast:Nostalgie, Charme und Dolby Atmos
Nach fast drei Jahren Bauzeit ist der Berliner Zoo Palast wieder eröffnet worden. Deutschlands größter Saal mit Dolby Atmos wird kombiniert mit nostalgischem Flair und nagelneuer Technik. Wir waren bei der Eröffnung dabei und konnten Probe hören.
Moderne LED-Beleuchtung in altem SaaldesignBild:
Andreas Sebayang/Golem.de
Die Wiedereröffnung des Zoo Palasts(öffnet im neuen Fenster) löst bei den Berlinern viele Emotionen aus. Es ist eines der letzten noch verbliebenen Kinos am Kurfürstendamm und wird, so die Hoffnung, das Kinosterben beenden, das nicht nur in Berlin zu beobachten war.
Bild 1/55: Wiedereröffnung des Zoo Palasts (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 2/55: Der Zoo Palast eine Woche vor der Eröffnung (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 3/55: Die Bestuhlung im Saal 1 wurde deutlich reduziert. Jetzt sind es nur noch 850 Plätze. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 4/55: Hans-Joachim Flebbe (2. v. l.) präsentiert den Umbau des Zoo Palasts am 21. November 2013. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 5/55: Zur Eröffnung am 27. November wurde das Kino auffallend beleuchtet. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 6/55: Der Zoo Palast gehört zum Bikini-Haus-Areal unweit des Kurfürstendamms. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 7/55: Noch ist der rote Teppich leer. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 8/55: Eine Stunde später ist das Foyer mit Gästen überfüllt. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 9/55: Filmmusik zur Gala (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 10/55: Collien Ulmen-Fernandes... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 11/55: ...und Hans-Joachim Flebbe führen durch die Eröffnungsgala. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 12/55: Der Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, muss viele Flughafenwitze über sich ergehen lassen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 13/55: Flebbe bedankt sich für die Arbeit bei Architektin Maschke. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 14/55: In den 1950er Jahren eröffnete Liselotte Pulver (links in Blau) bereits einmal den Zoo Palast. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 15/55: Gemeinsam mit anderen Gästen wird ein Filmband zerschnitten,... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 16/55: ...bevor die Kinosysteme für eine Demonstration angefahren werden. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 17/55: Der Saal 1 bietet eine Regenwand,...(Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 18/55: ...die ein Künstler... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 19/55: ...für Wasserspiele mit einem Regenschirm nutzt. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 20/55: Passend dazu wird Singin' in the Rain vom Band gespielt. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 21/55: Der Saal 1 ist als einziger mit einer Dolby-Atmos-Anlage ausgestattet. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 22/55: Blick vom Projektorraum in den Saal 1 (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 23/55: Im Projektorraum stehen nicht nur ein 35- und 70-mm-Projektor,... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 24/55: ...sondern auch die beiden 4K-Projektoren, die HFR beherrschen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 25/55: Bedient werden die modernen Projektoren mit einem Touchscreen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 26/55: Der Projektor ist per SDI angeschlossen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 27/55: Der Zoo Palast... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 28/55: ...während der abschließenden Bauarbeiten (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 29/55: Foyer (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 30/55: Foyer (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 31/55: Zugang zu Kino 2, 3 und 4 (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 32/55: Saal 1 (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 33/55: Saal 1 (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 34/55: Im Hauptsaal gibt es auch Bühnenbeleuchtung. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 35/55: Der Hauptsaal während der Eröffnung (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 36/55: Saal 2 (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 37/55: Saal 2 (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 38/55: Die Säle können dank Mehrfarben-LED-Beleuchtung in unterschiedliche Farben getaucht werden. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 39/55: Logenplätze,... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 40/55: ...auf denen fast geschlafen werden kann. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 41/55: Die Logenplätze sind ausnahmsweise auch für den gelegentlichen Blick... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 42/55: ...des Redakteurs auf das Smartphone geeignet. Der Kinobetreiber will allerdings mit Aufpassern Telefonate verhindern. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 43/55: Obwohl dieser Saal ein Neubau ist, sieht er wie ein Altbau aus. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 44/55: Die LED-Beleuchtung erlaubt Themenspiele. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 45/55: Säle sind in Rosa... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 46/55: ...oder auch in Orange gehalten. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 47/55: Nostalgie-Look kombiniet mit moderner Beleuchtung. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 48/55: In den beiden und sehr kleinen Clubkinos... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 49/55: ...gibt es Bücherregale und eine Anlage mit Dolby Digital 7.1. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 50/55: Die haben sogar eine eigene Bar. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 51/55: Trotzdem ist genug Platz für Beinablagen in der ersten Reihe. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 52/55: Der Schirm müsste dort eigentlich nicht stehen, da das Kino eine Garderobe hat. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 53/55: Kuschelbank in der letzten Reihe eines der beiden Clubkinos. Hier sollen auch berlinspezifische Filme gezeigt werden. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 54/55: Gegen 2 Uhr in der Früh endet die Eröffnungsgala am 28. November. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 55/55: Kommt das Kino zurück? Mit dem Konzept des Zoo Palasts will der Kinobetreiber alte Kinogänger zurückholen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Hans-Joachim Flebbe, der nun den Zoo Palast leitet, ist nicht unschuldig daran, dass viele Kinos der Berliner City West eingegangen sind. Er hat die Cinemaxx-Kinos europaweit groß gemacht. Andere Multiplexe wie Cinestar und UCI waren mit dafür verantwortlich, dass mittlerweile nach 20 Uhr kaum jemand auf dem Ku'damm wandelt. Dazu kam das Heimkino, das vielen die Lust zum Kinogang nahm. Die Reste der Kinolandschaft der City West werden mittlerweile anderweitig verwendet: Der benachbarte Royal Palast(öffnet im neuen Fenster) wurde abgerissen und zum Technikpalast Saturn. Die Filmbühne Wien(öffnet im neuen Fenster) ist einer von Apples größten Apple Stores geworden.
Flebbe versucht nun im großen Stil, was er mit der Astor Film Lounge(öffnet im neuen Fenster) in Berlin schon in kleinem Stil probiert hat: Der Kinobesuch soll zu einem Erlebnis werden. Der neue Zoo Palast hat nach dem Umbau immerhin noch sieben von ehemals neun Sälen. Die Technik im luxuriösen Nostalgieoutfit und so manche Besonderheit sollen die Besucher jenseits der 30 Jahre zurückbringen.
Der Zoo Palast bietet dafür den richtigen Rahmen. Die beiden Säle 1 und 2 sind denkmalgeschützt und wurden mit altem Charme aufwendig renoviert. Die anderen fünf Säle sind zwar Neubauten, doch wer sie betritt, hat dank vieler Details das Gefühl, im 1957 eröffneten Zoo Palast zu sein. Passend dazu eröffnete die Schweizer Schauspielerin Liselotte (Lilo) Pulver(öffnet im neuen Fenster) am 27. November 2013 erneut den Zoo Palast. Sie tat das bereits 1957.
Deutschlands größter Dolby-Atmos-Saal
Das Kino ist aber nicht nur nostalgisch, sondern auch modern. 3D-Kino dank zweier 4K-Projektoren von Christie (423), die die Hobbit-Filme auch im HFR-Modus mit 48 Bildern pro Sekunde zeigen können, und 3D-Sound in Form von Dolby Atmos finden sich im Saal 1 ( Grundriss(öffnet im neuen Fenster) ). Trotz des Rückbaus von rund 1.200 auf 850 Plätze ist er damit der größte Saal Deutschlands, der Dolby-Atmos-Technik bietet. Das Raumklangsystem arbeitet mit bis zu 128 Kanälen und kann diese auf 64 Lautsprecher verteilen. Viele davon befinden sich in der Deckenkonstruktion. Das Setup ist den jeweiligen Kinos überlassen. Im Zoo Palast werden 40 Kanäle verwendet. Gerade einmal sechs weitere Kinos können Dolby-Filme mit Atmos-Tontechnik in einigen Sälen zeigen: Cinecitta (Nürnberg), Traumpalast (Backnang nahe Stuttgart), IMM UCI (Düsseldorf), UCI Ruhr Park (Bochum) sowie die ebenfalls in Berlin befindlichen Kinos Cinestar Original und Am Eastgate.
Ein brachial lauter Saal 1 des Zoo Palasts
Der Dolby-Atmos-Ton ist teilweise brachial laut, aber auch fein verortbar, wie eine Vorführung am 21. November gezeigt hat. Vorgeführt wurde eine in Dolby Atmos abgemischte, mehrere Minuten lange Tauchszene, die ein gleichermaßen beeindruckendes wie bedrückendes Raumgefühl erzeugte. Der Besucher hatte das Gefühl, im Wasser zu stecken. Zur Eröffnung wurden zwei Dolby-Atmos-Trailer sowie ein nur für den Zoo Palast erstellter Trailer vorgeführt, der die Fähigkeiten der 155.000-Watt-Anlage in Saal 1 demonstrierte. Das Publikum applaudierte spontan – obgleich letztendlich nichts gezeigt wurde, was in Berlin nicht schon in dem Cinestar Original, das fast nur englische Filme ohne Untertitel zeigt, und dem Kino Am Eastgate möglich ist. Das zeigte sich beispielsweise bei Oblivion(öffnet im neuen Fenster) , einem Dolby-Atmos-Film, keinem Upmix, im Saal 5 des Cinestar Orignal. Dort sind die Deckenlautsprecher feiner verortbar, doch der Ton ist nicht ganz so imposant.
Bild 1/55: Wiedereröffnung des Zoo Palasts (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 2/55: Der Zoo Palast eine Woche vor der Eröffnung (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 3/55: Die Bestuhlung im Saal 1 wurde deutlich reduziert. Jetzt sind es nur noch 850 Plätze. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 4/55: Hans-Joachim Flebbe (2. v. l.) präsentiert den Umbau des Zoo Palasts am 21. November 2013. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 5/55: Zur Eröffnung am 27. November wurde das Kino auffallend beleuchtet. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 6/55: Der Zoo Palast gehört zum Bikini-Haus-Areal unweit des Kurfürstendamms. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 7/55: Noch ist der rote Teppich leer. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 8/55: Eine Stunde später ist das Foyer mit Gästen überfüllt. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 9/55: Filmmusik zur Gala (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 10/55: Collien Ulmen-Fernandes... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 11/55: ...und Hans-Joachim Flebbe führen durch die Eröffnungsgala. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 12/55: Der Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, muss viele Flughafenwitze über sich ergehen lassen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 13/55: Flebbe bedankt sich für die Arbeit bei Architektin Maschke. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 14/55: In den 1950er Jahren eröffnete Liselotte Pulver (links in Blau) bereits einmal den Zoo Palast. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 15/55: Gemeinsam mit anderen Gästen wird ein Filmband zerschnitten,... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 16/55: ...bevor die Kinosysteme für eine Demonstration angefahren werden. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 17/55: Der Saal 1 bietet eine Regenwand,...(Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 18/55: ...die ein Künstler... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 19/55: ...für Wasserspiele mit einem Regenschirm nutzt. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 20/55: Passend dazu wird Singin' in the Rain vom Band gespielt. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 21/55: Der Saal 1 ist als einziger mit einer Dolby-Atmos-Anlage ausgestattet. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 22/55: Blick vom Projektorraum in den Saal 1 (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 23/55: Im Projektorraum stehen nicht nur ein 35- und 70-mm-Projektor,... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 24/55: ...sondern auch die beiden 4K-Projektoren, die HFR beherrschen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 25/55: Bedient werden die modernen Projektoren mit einem Touchscreen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 26/55: Der Projektor ist per SDI angeschlossen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 27/55: Der Zoo Palast... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 28/55: ...während der abschließenden Bauarbeiten (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 29/55: Foyer (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 30/55: Foyer (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 31/55: Zugang zu Kino 2, 3 und 4 (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 32/55: Saal 1 (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 33/55: Saal 1 (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 34/55: Im Hauptsaal gibt es auch Bühnenbeleuchtung. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 35/55: Der Hauptsaal während der Eröffnung (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 36/55: Saal 2 (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 37/55: Saal 2 (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 38/55: Die Säle können dank Mehrfarben-LED-Beleuchtung in unterschiedliche Farben getaucht werden. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 39/55: Logenplätze,... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 40/55: ...auf denen fast geschlafen werden kann. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 41/55: Die Logenplätze sind ausnahmsweise auch für den gelegentlichen Blick... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 42/55: ...des Redakteurs auf das Smartphone geeignet. Der Kinobetreiber will allerdings mit Aufpassern Telefonate verhindern. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 43/55: Obwohl dieser Saal ein Neubau ist, sieht er wie ein Altbau aus. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 44/55: Die LED-Beleuchtung erlaubt Themenspiele. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 45/55: Säle sind in Rosa... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 46/55: ...oder auch in Orange gehalten. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 47/55: Nostalgie-Look kombiniet mit moderner Beleuchtung. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 48/55: In den beiden und sehr kleinen Clubkinos... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 49/55: ...gibt es Bücherregale und eine Anlage mit Dolby Digital 7.1. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 50/55: Die haben sogar eine eigene Bar. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 51/55: Trotzdem ist genug Platz für Beinablagen in der ersten Reihe. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 52/55: Der Schirm müsste dort eigentlich nicht stehen, da das Kino eine Garderobe hat. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 53/55: Kuschelbank in der letzten Reihe eines der beiden Clubkinos. Hier sollen auch berlinspezifische Filme gezeigt werden. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 54/55: Gegen 2 Uhr in der Früh endet die Eröffnungsgala am 28. November. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 55/55: Kommt das Kino zurück? Mit dem Konzept des Zoo Palasts will der Kinobetreiber alte Kinogänger zurückholen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Von diesen Kinos hebt sich der Zoo Palast nicht durch Technik, sondern durch das kontrastierende Nostalgieambiente ab. Die sieben Säle sind im Flair der 1950er Jahre designt und werden doch mit moderner Vielfarben-LED-Beleuchtung bestrahlt, die auch für Lichtspiele verwendet werden kann, im Saal 1 sogar in Verbindung mit einer Regenwand. Das Personal kümmert sich im Retro-Look um die Gäste und bedient sie sogar an den Logenplätzen, die 2,50 Euro extra kosten. Es gibt an manchen Plätzen ausfahrbare Fußstützen, Sessel mit verstellbarer Rückenlehne und viel Beinfreiheit. Sie sind exklusiv: Gerade einmal zwei Reihen in der Mitte des Saals 1 sind als Loge definiert. Das sind etwas mehr als 50 von 850 Plätzen. Dazu gibt es ein Begrüßungsgetränk und Besucher können kostenlos ihre Garderobe abgeben. Aber auch die normalen Sitzplätze bieten deutlich mehr Platz als Logenplätze in Multiplex-Kinos.
Filmrollen und 4K
Die Mischung aus Nostalgie und moderner Technik erstreckt sich auf den Projektorraum. Dort stehen nicht nur die beiden 4K-Projektoren, sondern auch zwei Altprojektoren: ein 35-mm-Projektor und ein 70-mm-Projektor. Kühle und kompakte Festplattentechnik gegen kilometerlange Filmbänder mit Tonspur im Originalformat.
Mehr etwas für die Optik als für die Praxis sind die wenigen beengten Kassen im Stil des letzten Jahrhunderts im Foyer. Sie will der Betreiber mit dem Onlineverkauf entlasten. Mit Hilfe von QR-Code-Tickets kommt der Besucher dann schneller ins Kino. Karten können dabei ohne Aufpreis online gekauft werden. Die Cinestar-Kinos verlangen hingegen einen Aufpreis. Auch andere Technik wird berücksichtigt: Nervige Handytelefonate will der Kinobetreiber mit Hilfe von Aufpassern unterbinden. Nachos wird es übrigens auch nicht geben, die machen zu viel Lärm.
Mit diesem Konzept will Betreiber Flebbe alte Kinogänger von den Multiplexen und den Heimkinos zurückholen und sich auch etwas in der Werbung einschränken. Allerdings kostet der Luxus. Ein Ticket im normalen Platzbereich kostet bis zu 11 Euro. Mit dem Logenzuschlag sind es dann 13,50 Euro. Früher war Kino günstiger.