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Neue Batterien auch in Deutschland

Relativ kleine Schwankungen im Stromnetz werden heute noch weitgehend von den mächtigen Turbogeneratoren in Kern- und Kohlekraftwerken aufgrund ihrer Massenträgheit abgefangen. Das ist so wie bei jedem sich bewegenden Objekt, etwa einem Fahrrad. Es rollt noch eine Weile weiter, auch wenn man nicht mehr tritt. Übertragen auf die Turbogeneratoren bedeutet das, sie rotieren mal ein bisschen langsamer, mal ein bisschen schneller, und gleichen so kleinere Stromschwankungen im Netz aus. Das geschieht automatisch, kein Mensch muss eingreifen.

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Je mehr Kraftwerke dieser Art abgeschaltet werden, desto größer wird der Bedarf an sogenannter Regelenergie, die dafür sorgt, dass die Stromfrequenz nur wenig vom Soll abweicht. Dieses Soll liegt bei 50 Hertz. Größere Schwankungen können zu einem Blackout führen, also zur Abschaltung von Kraftwerken einer Region oder gar eines ganzen Landes.

Auch Deutschland könnte Speicher aller Art gut gebrauchen, weil die heutigen Solar- und Windkraftwerke eine höhere Leistung haben als alle anderen Stromerzeuger. Bisher gibt es lediglich einige große Batterieblöcke, ein paar virtuelle Kraftwerke aus dem Zusammenschluss von privat genutzten Pufferbatterien zur Speicherung von Solarstrom, mehrere Pumpspeicherkraftwerke, darunter das von Vattenfall betriebene in Goldisthal, das mit 1.060 MW das größte in Deutschland ist, sowie ein Druckluftspeicherkraftwerk im norddeutschen Huntorf.

2020 kommt die Big Battery Lausitz dazu. Auf dem Gelände des Kraftwerks Schwarze Pumpe im brandenburgischen Spremberg lässt der Braunkohleproduzent Leag in 13 Containern Lithium-Ionen-Akkus installieren, die eine Gesamtkapazität von 53 MWh haben. Es wird der größte deutsche Pufferspeicher sein, sieht man von den Pumpspeicher- und Druckluftspeicherkraftwerken ab.

2020 kommt eine Batterie ganz anderer Art hinzu. Dann geht das Stromkabel Nordlink zwischen Norwegen und Deutschland in Betrieb. Bei Bedarf liefert es bis zu 1.400 MW nach Deutschland, die in Wasserkraftwerken gewonnen werden. Produziert Deutschland zu viel Strom, wird Norwegen bedient, so dass es seine Wasservorräte, Hauptquelle für die Stromerzeugung in dem skandinavischen Land, schonen kann.

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Rocketeer 07. Feb 2020

Ich meinte natürlich flüssige Luft, aber der Rest bleibt ja gleich. :)

Workoft 29. Jan 2020

Nein, im Winter weht im Schnitt deutlich mehr Wind. https://energy-charts.de/energy_de...

CptBeefheart 27. Jan 2020

Check mal Lithium Eisenphosphat Akkus ab. Kein Kobalt drin. Der Chinesische Hersteller...

yoyoyo 27. Jan 2020

Da steht Quark drin. Es ist richtig, dass die Transistordichte (das spielt die Größe mit...

Der Rechthaber 27. Jan 2020

Und wir eine "Hitzeflaute" haben, geht der Strom zurück in die Windanlagen und die...


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