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Erneuerbare Energien:
Wenn Wellen Strom erzeugen

Trotz einiger Rückschläge soll Meereskraft künftig einen erheblichen Teil unseres Strombedarfs decken. Dafür werden Ebbe und Flut, Strömungen und Wellen genutzt – in dezentralen Projekten bis hin zu Multi-Megawatt-Anlagen.
/ Jan Oliver Löfken
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Welle (Symbolbild): Strom aus dem Meer (Bild: Pixabay)
Welle (Symbolbild): Strom aus dem Meer Bild: Pixabay

15 Millionen Liter Wasser strömen pro Sekunde durch 24 Turbinen mit je 10 Megawatt (MW) Leistung. Seit mehr als 50 Jahren nutzt das Usine marémotrice de la Rance(öffnet im neuen Fenster) im Norden der Bretagne Ebbe und Flut zur Gewinnung von Strom.

Mit einem Tidenhub von mehr als acht Metern sind die Gezeiten an der Atlantikmündung der Rance besonders stark ausgeprägt. Ideale Bedingungen, um jedes Jahr etwa 500 Gigawattstunden Strom zu erzeugen. Und das wegen der Regelmäßigkeit der Gezeiten mit einer planbaren Zuverlässigkeit und geringen Kosten von etwa vier Cent pro Kilowattstunde. Da Gezeitenkraftwerke dieser Art eine massive Staumauer benötigen, taugen sie zudem als Pumpspeicher und liefern damit für die Balance im Stromnetz begehrte Regelenergie.

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