Tests in der Nordsee

Er ähnelt einem Schiffsrumpf, allerdings einem völlig asymmetrischen. Dank dieser ungewöhnlichen Struktur rollt und kippt der Pinguin auf den Wellen. Diese Bewegung setzt in seinem Rumpf einen massiven, länglichen Block in Rotation um eine zentrale Achse mit einem angeschlossenen Generator.

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Der aktuelle Prototyp wird sich ab diesen Sommer in den Gewässern der schottischen Orkney-Inseln beweisen müssen. Später soll ein einziger Pinguin etwa 600 Kilowatt leisten und mit Baukosten von 2,4 Millionen Euro jährlich 680 Megawattstunden Strom erzeugen. Laut Firmenchef Heikki Paakkinen könnten die Pinguine prinzipiell in jeder Schiffswerft weltweit gebaut werden. Da die Generator-Einheit selbst keinen Kontakt mit dem salzig-aggressiven Meerwasser hat, rechnet er mit einer höheren Langlebigkeit als bei anderen Konzepten für Wellenkraftwerke.

Ebenfalls kurz vor einer entscheidenden Nagelprobe steht das Wellenkraftwerk vom Duisburger Unternehmen Nemos. Ein acht Meter langer und zwei Meter breiter Schwimmkörper, quasi ein kleiner Ponton, wird über Riemen aus mit Polyurethan ummantelten Stahlseilen mit einer 16 Meter langen, an einem Anker gehaltenen Stahlkonstruktion unter Wasser verbunden.

Dank der Bewegung des Schwimmkörpers in den Wellen werden die Riemen über eine Umlenkrolle mit integriertem Generator gezogen. Eine massive Feder aus glasfaserverstärktem Kunststoff sorgt für die Rückstellung in die Ausgangsposition. "So werden bis zu 70 Prozent der Wellenenergie in mechanische Energie umgewandelt, und davon bis zu 80 Prozent in elektrische Energie", sagt Nemos-Gründer Jan Peckolt. Also sei ein Gesamtwirkungsgrad von gut 50 Prozent möglich.

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Ein Prototyp hat in einem sechsmonatigen Dauertest zahlreiche Winterstürme im dänischen Limfjord ohne Wartung gut überstanden und kleine Strommengen ins öffentliche Netz eingespeist. Ein weiteres Anlagenmodul mit etwa 12 kW Leistung muss sich dieses Jahr in der Nordsee vor Ostende beweisen. Parallel steht ein fünfmal größeres Kraftwerk in der Entwicklung. "Doch bis zu dieser kommerziellen Anlage mit 1,5 Megawatt Leistung sind noch mindestens drei Jahre erforderlich", sagt Peckolt.

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 Wellenkraftwerke werden optimiertProjekte für einen Nischenmarkt 
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SanderK 24. Sep 2019

Brot und Spiele, hat damals schon im Rom funktioniert ;-)

Kleba 23. Sep 2019

Naja, wir haben radikal mehr als 100 Jahre die Umwelt zugrunde gerichtet. Da ist es nur...

norbertgriese 20. Sep 2019

Die Wellen klatschen gegen die Hafenmole. In der Hafenmole sind Hohlräume, die Wellen...

himbuin 20. Sep 2019

Also gibt es eine ganze Menge vielversprechender Projekte. In Kombination mit den...

Muhaha 20. Sep 2019

Warte doch einfach mal ab, wenn man solche Großprojekte direkt vor DEINER Haustür bauen...



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