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Verschiedene Konzepte für Meereskraftwerke

Eine Verdopplung der Leistung ist bis 2021 vorgesehen. Schrittweise könnte dieses derzeit größte Kraftwerksareal seiner Art erst mit 49 weiteren Anlagen auf mehr als 80 MW und langfristig sogar auf 398 MW Leistung erweitert werden. Parallel plant Simec Atlantis sieben weitere Kraftwerksprojekte in den Gewässern rund um die britischen Inseln. Zudem arbeitet das Unternehmen an Konzepten für Anlagenfelder mit 150 bis 250 MW Leistung in Indien und Indonesien.

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Die damit zunehmende Serienfertigung soll auch die noch hohen Kosten für diesen Strom von mehr als 30 Cent im Jahr 2012 auf zunächst 15 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) und bei installierten Leistungen von bis zu 2.000 MW sogar auf acht Cent fallen lassen. Das deckt sich mit der Roadmap für Meeresenergie der Europäischen Union: Der 2018 veröffentlichte Ocean Energy - Implementation Plan geht von 15 ct/kWh für 2025 und von 10 Cent bis 2030 aus.

Für Strom aus Wellen erwarten die Energieanalysten der EU eine ähnliche Kostensenkung, allerdings um etwa fünf Jahre verzögert. Selbst dieses Ziel - 10 ct/kWh bis 2035 - scheint auf den ersten Blick sehr optimistisch. Denn gleich zwei in den Medien stark präsente Vorzeigeprojekte des vergangenen Jahrzehnts scheiterten.

Im Oyster-Kraftwerk wandelte eine große bewegliche und mit Schwimmkörpern ausgestattete Klappe die Wellenbewegung über eine Hydraulik in einen druckvollen Wasserstrom um. Gelenkt auf eine Turbine erzeugte ein angeschlossener 800-Kilowatt (kW) Generator in einem Pilotversuch 20.000 Stunden lang Strom. Doch 2015 musste das schottische Oyster-Unternehmen Aquamarine Power wegen Finanzproblemen Insolvenz anmelden.

Dieses Schicksal ereilte schon ein Jahr zuvor die ebenfalls schottische Firma Pelamis Wave Power. Es fehlten die Mittel für die Weiterentwicklung der 150 Meter langen Seeschlange (Pelamis), in der die Wellenbewegung hydraulische, mit einem Generator gekoppelte Pumpen angetrieben hatte. Vor der Küste Portugals lieferten ab Sommer 2008 immerhin drei 750-kW-Prototypen für gut sechs Monate Strom, bevor neben den finanziellen auch technische Probleme zum Abbruch des Pilotprojekts führten.

"Aber aus jedem Scheitern kann man auch viel lernen", sagt OES-Geschäftsführerin Brito e Melo. Die enorme Dynamik in der Entwicklung neuer Wellenkraftwerke gibt ihr Recht. Dutzende junge Unternehmen konzipieren weltweit neue Anlagen, testen ihre Entwürfe in Computersimulationen, setzen tonnenschwere Prototypen in voluminöse Forschungstanks mit künstlichem Wellengang oder auch schon aufs offene Meer.

Manche Prinzipien zur Stromerzeugung erinnern an die Konstruktionen von Oyster oder Pelamis. Einige setzen auf Bojen mit integrierter Hydraulik, andere auf Klappen, Flossen oder pfiffige Seilzüge, um mit der Bewegung der Wellen Generatoren anzutreiben. Mal treiben die Anlagen auf den Wellen, mal ernten sie die Kraft des Meeres wenige Meter unter der Wasseroberfläche.

Die Vielfalt ist typisch für ein Technologiefeld, auf dem die beste Lösung, das beste Konzept noch nicht gefunden wurde. "Alle Anlagen befinden sich heute ganz klar in einem präkommerziellen Status", sagt Jochen Bard, Experte für Meeresenergie am Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik in Kassel.

"Oyster und Pelamis waren beides tolle Pionierprojekte und wir haben für uns die Gründe des Scheiterns analysiert", sagt Philipp Sinn, Gründer und Leiter von Sinn Power in Gauting. Das Wellenkraftwerk der Bayern setzt daher auf einen modularen Ansatz, der Wartung, Skalierbarkeit und Massenproduktion erleichtern soll.

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 Strom aus MeeresströmungenWellenkraftwerke werden optimiert 
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SanderK 24. Sep 2019

Brot und Spiele, hat damals schon im Rom funktioniert ;-)

Kleba 23. Sep 2019

Naja, wir haben radikal mehr als 100 Jahre die Umwelt zugrunde gerichtet. Da ist es nur...

norbertgriese 20. Sep 2019

Die Wellen klatschen gegen die Hafenmole. In der Hafenmole sind Hohlräume, die Wellen...

himbuin 20. Sep 2019

Also gibt es eine ganze Menge vielversprechender Projekte. In Kombination mit den...

Muhaha 20. Sep 2019

Warte doch einfach mal ab, wenn man solche Großprojekte direkt vor DEINER Haustür bauen...


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