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Strom aus Meeresströmungen

Auch mit Meeresströmungen und vor allem den allgegenwärtigen Wellen wollen Dutzende Entwickler und Startups Strom gewinnen, effizient, nachhaltig und zu geringen Kosten. Meeresströmungen - oft auch von den Gezeiten erzeugt - könnten laut Schätzungen von OES global rund 800 Terawattstunden pro Jahr liefern. Allein von Gezeitenströmungen ließen sich laut Annahme des schottischen Unternehmens Simec Atlantis Kraftwerke mit 120 Gigawatt Leistung antreiben. "Im Vergleich dazu hat Wellenenergie ein immenses Potenzial", sagt OES-Geschäftsführerin Ana Brito e Melo.

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Da die Ozeane 71 Prozent der Erdoberfläche einnehmen und überall Wellen vom Wind getrieben werden, reichen die Schätzungen von 8.000 bis 80.000 Terawattstunden jährlich. "Doch Wellenkraftwerke benötigen im Unterschied zu den Gezeitenkraftkraftwerken noch viel mehr Forschung und Erprobung", sagt Brito e Melo.

Weit gediehen sind mittlerweile schon verschiedene Varianten von Strömungskraftwerken. Im Prinzip setzen alle Entwicklungen auf Propeller, die unter Wasser von einer starken Meeres- oder Gezeitenströmung angetrieben werden. So erprobte das Unternehmen Orbital Marine Power schottischen Orkney-Inseln erfolgreich sein Modell SR 2000.

An einer zigarrenförmigen, 63 Meter langen Plattform - vergleichbar mit dem Rumpf eines U-Boots - hingen zwei Rotoren mit je 16 Meter Durchmesser. Mit Seilen am Meeresboden verankert, produzierte die Zwei-MW-Anlage in einem Testlauf am European Marine Energy Centre (EMEC) zwischen 2017 und August 2018 etwa drei Gigawattstunden Strom. Derzeit laufen die Entwicklungen für das Folgemodell Orbital O2, das ab 2020 wieder in der starken Strömung rund um die Orkneys die Einsatzreife der Technologie unter Beweis stellen soll.

Ohne Schwimmkörper kommt dagegen der Prototyp vom französischen Unternehmen Sabella aus. Seit Herbst 2015 produziert die Sabella D10 - ausgestattet mit einem zehn Meter durchmessenden Rotor und einer 1,1-MW-Turbine - im Meer bei Brest Strom für die Insel Ouessant. Etwa 450 Tonnen schwer gründet die Anlage auf einem Tetrapod (Vierbein) direkt auf dem Meeresboden. Parallel zum Testlauf arbeitet Sabella an weiteren und größeren Strömungskraftwerken.

Mit gleich zwei weitestgehend ausgereiften 1,5-MW-Anlagen nimmt das Unternehmen Simec Atlantis derzeit eine führende Marktposition ein. Die AR 1500 und die Sea Gen U - designt zusammen mit Lockheed Martin beziehungsweise Siemens - weisen Rotordurchmesser von 18 bis 20 Meter auf. Eine Zwei-MW-Anlage, ebenfalls mit 20 Meter-Rotordurchmesser, die AR 2000, wurde gemeinsam mit General Electric entwickelt. Sie gilt als derzeit größte Anlage für Gezeitenströmung. Ähnlich wie das Sabella-Kraftwerk werden die Generatoren fest auf einem Gestell am Meeresboden verankert. Im Praxistest befindet sich diese Technologie derzeit im Rahmen des Mey-Gen-Projekts zwischen der Nordküste Schottlands und der Insel Stroma in der starken Strömung des Pentland Firth.

Seit über einem Jahr laufen vier Strömungsturbinen mit zusammen sechs Megawatt Leistung im Regelbetrieb. "Mey Gen hat mehr als zwölf Gigawattstunden Gezeitenstrom ins schottische Stromnetz eingespeist", verkündete Tim Cornelius, der Direktor von Simec Atlantis, bereits im Februar dieses Jahres.

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 Erneuerbare Energien: Wenn Wellen Strom erzeugenVerschiedene Konzepte für Meereskraftwerke 
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SanderK 24. Sep 2019

Brot und Spiele, hat damals schon im Rom funktioniert ;-)

Kleba 23. Sep 2019

Naja, wir haben radikal mehr als 100 Jahre die Umwelt zugrunde gerichtet. Da ist es nur...

norbertgriese 20. Sep 2019

Die Wellen klatschen gegen die Hafenmole. In der Hafenmole sind Hohlräume, die Wellen...

himbuin 20. Sep 2019

Also gibt es eine ganze Menge vielversprechender Projekte. In Kombination mit den...

Muhaha 20. Sep 2019

Warte doch einfach mal ab, wenn man solche Großprojekte direkt vor DEINER Haustür bauen...


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