Erneuerbare Energien: Wellenkraftwerk funktioniert besser als erwartet

Nach einem erfolgreichen Test in Tasmanien will das australische Start-up Wave Swell Energy seine Wellenkraftwerke auf den Markt bringen.

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Das Wellenkraftwerk Uniwave bleibt mindestens bis Ende 2022 vor King Island.
Das Wellenkraftwerk Uniwave bleibt mindestens bis Ende 2022 vor King Island. (Bild: Wave Swell Energy)

Erwartungen übertroffen: Seit etwa einem Jahr versorgt ein Wellenkraftwerk eine zu Australien gehörenden Insel mit Strom. Das System funktioniert wie erwartet.

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Das Wellenkraftwerk Uniwave200 wurde vom australischen Unternehmen Wave Swell Energy (WSE) entwickelt und ist vor King Island im Einsatz. Die Insel liegt am westlichen Ende der Bass-Straße zwischen der Südküste Australiens und Tasmanien und gehört zum australischen Bundesstaat Tasmanien.

Es ist ein Testsystem, mit dem WSE zeigen wollte, dass seine Technik unter verschiedenen Wellenbedingungen Strom ins Netz einspeisen kann. Das ist nach Angaben des Unternehmens gelungen.

Knapp die Hälfte der Wellenkraft wird umgewandelt

Die Umwandlungsrate von Wellenkraft in Strom habe im Schnitt 48 Prozent betragen, sagte WSE-Chef Paul Geason dem öffentlich-rechtlichen Fernsehsender Australian Broadcasting Corporation. Das sei mehr als erwartet und zeige, dass Wellenkraft eine weiteres Element im erneuerbaren Energiemix sein könne.

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Uniwave arbeitet nach dem Prinzip der schwingenden Wassersäule (Oscillating Water Column, OWC). Dabei drückt die Welle Wasser in eine teilweise mit Wasser und teilweise mit Luft gefüllte Kammer. Das Wasser komprimiert die Luft und drückt diese durch ein Ventil. Fließt das Wasser aus der Kammer heraus, entsteht Unterdruck. Luft wird durch eine Öffnung in die Kammer hereingezogen und treibt dabei eine Turbine an, die so elektrischen Strom erzeugt.

Die Turbine ist unidirektional. Das bedeutet, nur die in die Kammer einströmende Luft treibt sie an. Hinaus strömt die Luft durch ein Auslassventil. Andere Wellenkraftwerke nutzen eine bidirektionale Wells-Turbine, die unabhängig von der Strömungsrichtung der Luft ihre Drehrichtung beibehält und Strom beim Einlaufen und Auslaufen des Wassers erzeugt.

Wegen der unidirektionalen Turbine sei Uniwave "einfacher, robuster und zuverlässiger" , schreibt das Unternehmen. Zudem sei die Effizienz in der Energieumwandlung höher.

Uniwave 200 soll mindestens bis Ende 2022 dieses Jahres vor King Island bleiben. Parallel will WSE die Produktion solcher Wellenkraftwerke vorbereiten. "Nachdem wir bewiesen haben, dass unser Gerät den härtesten Bedingungen im Südpolarmeer und in der Bass-Straße standhalten und Strom für das Netz liefern kann, verlagert sich unsere Priorität nun auf die Kommerzialisierung der Technologie", sagte Gleason dem Onlinemagazin New Atlas.

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Kamikater2 07. Aug 2022 / Themenstart

"Prototyp nicht perfekt, schmeiß den Schrott weg!" So wird das nie was... Das der Beton...

randalica 04. Aug 2022 / Themenstart

gut, danns chalten wir per sofort sämtliche energieträger ab, geben jedem einwohner...

wasdeeh 03. Aug 2022 / Themenstart

Na dann drückst du halt auf das Hakerl unten: https://energy-charts.info/charts/power...

Simon E. Schuster 03. Aug 2022 / Themenstart

Sehr geehrtes Golem Team, es ist ja nett wenn Ihr einen Artikel schreibt in der ihr neue...

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