Erneuerbare Energien: Tesla soll weitere Netzspeicher in Australien bauen

Australien ist ein gutes Geschäftsfeld für Tesla: Nach einem Netzspeicher soll das Unternehmen ein virtuelles Kraftwerk aufbauen. Es soll die größte Anlange dieser Art werden.

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Solaranlage auf einem Dach (Symbolbild): Solarmodule und Akkus werden über Stromverkauf finanziert.
Solaranlage auf einem Dach (Symbolbild): Solarmodule und Akkus werden über Stromverkauf finanziert. (Bild: Philippe Huguen/AFP/Getty Images)

Ein Kraftwerk aus vielen kleinen Kraftwerken: Tesla will in Australien das größte virtuelle Kraftwerk der Welt bauen. Es soll aus einer Vielzahl heimischer Solaranlagen und Hausakkus bestehen.

Die Idee ist, statt einige große Kraftwerke zu bauen, viele Häuser mit einer Solaranlage und einem Energiespeicher auszustatten. Die Solaranlagen auf dem Dach laden die Powerwalls, und diese speisen in Peakzeiten teuren Strom ins Netz. Die Hausbewohner können den Strom auch selbst nutzen und so ihre Energiekosten senken. Das berichtet der Fernsehsender Australian Broadcasting Corporation.

Die ersten Anlagen sollen in Kürze installiert werden

Die ersten 100 Anlagen sollen bis Mitte, weitere 1.000 bis Ende des Jahres installiert werden. Die Kosten dafür übernimmt der Bundesstaat Südaustralien. Über den Strom, den die Anlagen ins Netz einspeisen, sollen die Kosten gedeckt werden. 2022 soll das Projekt angeschlossen sein: Es soll dann aus 50.000 Anlagen bestehen und damit nach gegenwärtigem Stand das größte virtuelle Kraftwerk sein.

Die Solarmodule haben eine Leistung von 5 kW, die Powerwall-2-Akkus eine Kapazität von 13,5 kWh. 50.000 Haushalte im Bundesstaat Südaustralien sollen mit den Anlagen ausgestattet und in diesen Verbund integriert werden. Das virtuelle Kraftwerk soll eine Leistung von 250 MW und eine Speicherkapazität von 650 MWh haben.

Tesla hat im vergangenen Jahr in Südaustralien den aktuell größten Netzspeicher mit Lithium-Ionen-Akkus in Betrieb genommen, der Strom aus einem Windkraftwerk speichert und bei Bedarf in sehr kurzer Zeit ins Netz einspeisen kann, wie sich bei einem Kraftwerksausfall kurz vor Weihnachten zeigte. Der Betreiber des Windkraftwerks hat Tesla bereits mit dem Bau weiterer Speicher beauftragt.

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