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Erneuerbare Energien: Tesla soll weitere Netzspeicher in Australien bauen

Teslas erster Netzspeicher in Australien hat bereits einen Stromausfall verhindert. Das französische Energieunternehmen Neoen will deshalb Speicher für zwei weitere Windkraftwerke von Tesla bauen lassen.

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Teslas Netzspeicher in South Australia: ein großer Erfolg
Teslas Netzspeicher in South Australia: ein großer Erfolg (Bild: Tesla/Screenshot: Golem.de)

Elon Musks Wette ist aufgegangen: Anfang 2017 wettete er, dass es Tesla schaffen werde, einen Netzspeicher innerhalb von drei Monaten zu bauen. Falls das Unternehmen das nicht schaffe, werde Tesla die Kosten übernehmen. Der Speicher wurde pünktlich fertig - und Tesla hat schon gleich Folgeaufträge erhalten.

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Zusammen mit dem französischen Energieunternehmen Neoen soll Tesla zwei weitere Windkraftwerke bauen. Neoen baut die Windgeneratoren, Tesla soll die Speicher liefern. Das erste Windkraftwerk entsteht im australischen Bundesstaat Victoria, in dem Melbourne, die zweitgrößte Stadt Australiens, liegt.

Der Speicher in Queensland soll der größte werden

Deutlich größer wird das Projekt im Bundesstaat Queensland. Neoen baut bei Cairns, im Nordosten des Landes, ein Windkraftwerk, das 2019 ans Netz gehen soll. Es soll ebenfalls mit einem Speicher ausgestattet werden, und Tesla hat gute Chancen, auch diesen zu bauen. Er soll größer ausfallen als der in Hornsdale im Bundesstaat South Australia.

Neoen wolle ein sehr großes System bauen, weil es einen großen Bedarf für das Speichern elektrischer Energie in Queensland gebe, sagte Garth Heron der Nachrichtenagentur Bloomberg. Heron leitet Neoens Windenergiesparte in Australien. Der Speicher in Hornsdale sei ein großer Erfolg. Er eröffne neue Möglichkeiten.

Hyundai baut einen Netzspeicher in Südkorea

Dieser Speicher ist Anfang Dezember in Betrieb genommen worden. Er hat eine Kapazität von 129 Megawattstunden und ist damit der derzeit größte Speicher mit Lithium-Ionen-Akkus. Allerdings gibt es schon Konkurrenz. Der südkoreanische Mischkonzern Hyundai baut einen Speicher mit einer Kapazität von 150 Megawattstunden, der in einigen Monaten fertig sein soll.

Seine erste Bewährungsprobe hat der Tesla-Speicher bereits bestanden: Nach einem Kraftwerksausfall kurz vor Weihnachten konnte der Speicher die Stromversorgung aufrechterhalten. Experten waren überrascht, wie schnell das System reagierte: Es dauerte nur 140 Millisekunden, bis der Speicher gespeicherten Strom ins Netz speiste.

Die Speicherzellen sind die gleichen wie in Elektroautos

Die Speicher nutzen Lithium-Ionen-Akkus. Diese bestehen aus Modulen mit einer Speicherkapazität von je 210 Kilowattstunden, Powerpacks genannt. Die Zellen in den Modulen sind die gleichen, die Tesla auch in seine Elektroautos verbaut - und ein Grund für die Probleme bei der Produktion des Elektroautos Model 3.

Die Zellen für die Netzspeicher werden aber mutmaßlich nicht aus Teslas Akkufabrik Gigafactory kommen. Die Zellen für den Speicher in Hornsdale lieferte Samsung. Gut möglich, dass Tesla auch für die neuen Projekte wieder mit dem südkoreanische Konzern zusammenarbeitet, um die Fertigung des Model 3 nicht zu beeinträchtigen.



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