Erneuerbare Energien: Tesla baut in drei Monaten einen Netzspeicher in Australien

Tesla hat in wenigen Monaten den derzeit größten Lithium-Ionen-Netzspeicher in Australien aufgebaut. Tesla-Chef Elon Musk hatte gewettet, das zu schaffen. In Deutschland wird gerade der größte nationale Netzspeicher in Betrieb genommen.

Artikel veröffentlicht am ,
Teslas Netzspeicher für Windkraftwerk soll Stromausfälle verhindern.
Teslas Netzspeicher für Windkraftwerk soll Stromausfälle verhindern. (Bild: Tesla/Screenshot: Golem.de)

Fristgerecht geliefert: Tesla hat in weniger als drei Monaten den derzeit größten Netzspeicher fertiggestellt. Er soll in der kommenden Woche in Betrieb gehen. Die Motivation, das Projekt fertigzustellen war groß: Wenn die Arbeiten zu lange gedauert hätten, hätte Tesla die Kosten selbst tragen müssen.

Stellenmarkt
  1. Informatiker (w/m/d) Systementwicklung
    Deutscher Bundestag, Berlin
  2. IT-Systemadministrator (m/w/d) mit dem Schwerpunkt Linux
    Staatsanzeiger für Baden-Württemberg GmbH & Co. KG, Stuttgart
Detailsuche

Der Speicher hat eine Kapazität über 120 Megawattstunden und ist damit der derzeit größte Speicher mit Lithium-Ionen-Akkus. Er besteht aus Powerpacks, Akku-Modulen mit einer Speicherkapazität von je 210 Kilowattstunden. Die Anlage steht in Jamestown im australischen Bundesstaat South Australia und ist mit einem nahegelegenen Windkraftwerk verbunden. Ähnliche Speicher hat Tesla auch schon unter anderem auf Hawaii und in Kalifornien gebaut.

Musk wettet um alles oder nichts

Das Projekt beruht auf einer Wette, die Tesla-Chef Elon Musk im März über Twitter mit dem Mike Cannon-Brookes, Gründer und Chef des Software-Unternehmens Atlassian, abgeschlossen hatte. Cannon Brookes provozierte Musk, ob er es ernst meine, einen solchen Speicher in 100 Tagen zu bauen. Musk entgegnete daraufhin, der Speicher sei in dieser Frist nach Vertragsabschluss einsatzbereit. Falls nicht, übernehme Tesla die Kosten - immerhin rund 50 Millionen US-Dollar.

Die Wette wurde im März verabredet. Im Juli vereinbarten Tesla und die Regierung von South Australia das Projekt. Der Vertrag wurde am 29. September abgeschlossen. Seit diesem Tag lief die Frist. Allerdings war zu dem Zeitpunkt schon ein nicht unerheblicher Teil der Anlage fertig. Der Speicher soll am 1. Dezember in Betrieb genommen werden.

Golem Karrierewelt
  1. Entwicklung mit Unity auf der Microsoft HoloLens 2 Plattform: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    10./11.10.2022, Virtuell
  2. C++ Programmierung Grundlagen (keine Vorkenntnisse benötigt): virtueller Drei-Tage-Workshop
    07.-09.11.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Der Bundesstaat South Australia hatte den Bau eines Speichers für Strom aus erneuerbaren Quellen beschlossen, um die Stromversorgung zu sichern. Das gilt vor allem für die Sommermonate Dezember bis März. Anlass war ein großer Stromausfall im September 2016. Davon war der gesamte Bundesstaat mit etwa 1,7 Millionen Einwohnern betroffen.

Deutschlands größter Speicher steht in Baden

Ein kleinerer Speicher ist gerade in Deutschland in Betrieb genommen worden: Das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie hat in Pfinztal bei Karlsruhe einen Speicher eingerichtet. Er soll den Strom von einem Windrad und mehreren Solarmodulen speichern. So soll sich der Ort selbst mit Strom versorgen können.

Der Speicher ist ein Redox-Flow-Speicher. Darin befinden sich zwei flüssige Elektrolyte. Sie sind durch eine Membran getrennt, an der sie Elektronen aufnehmen und abgeben. Der Speicher enthält 650.000 Liter Elektrolyte. Er hat eine Speicherkapazität von 20 Megawattstunden und ist damit aktuell der größte Stromspeicher Deutschlands.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Malukai 10. Dez 2017

Darf halt nicht erwähnt werden das von Tesla nur das Design stammt und die gesamte...

Dwalinn 27. Nov 2017

Das ist absolut nicht vergleichbar und ganz nebenbei braucht der BER deutlich länger als...

barforbarfoo 25. Nov 2017

https://de.wikipedia.org/wiki/Pumpspeicherwerk_Goldisthal

Ach 24. Nov 2017

Naja, die Leistung ist abhängig von der Anzahl und den Ausmaßen der Ladungsmembranen, und...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Führung in der IT
Über das Unentbehrlichsein

Wie ich als Chef zum wandelnden Lexikon wurde und dabei meinen Spaß an der Arbeit verlor - und wie ich versuche, es besser zu machen.
Ein Erfahrungsbericht von @SoFuckingAgile

Führung in der IT: Über das Unentbehrlichsein
Artikel
  1. FTTC: Nachfrage für Vectoring der Telekom steigt um 60 Prozent
    FTTC
    Nachfrage für Vectoring der Telekom steigt um 60 Prozent

    Die Telekom sieht sich mit dem kupferbasierten Anschluss erfolgreich. Im Jahresvergleich hat sich der Kundenbestand um 1,3 Millionen auf 5,4 Millionen erhöht.

  2. Sensorfehler: Spinne legt Rendsburger Schwebefähre lahm
    Sensorfehler
    Spinne legt Rendsburger Schwebefähre lahm

    Ein Krabbeltier hat ein wichtiges Verkehrsmittel zur Überquerung des Nord-Ostsee-Kanals gestoppt - indem es ein Netz über einem Sensor gesponnen hat.

  3. Financial Modeling World Cup: Excel-E-Sport im Fernsehen
    Financial Modeling World Cup
    Excel-E-Sport im Fernsehen

    Ein TV-Sender in den USA übertrug erstmals die Ausscheidung der Excel-Weltmeisterschaft.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 jetzt bestellbar • Neuer MM-Flyer • MindStar (Gigabyte RTX 3070 Ti 699€, XFX RX 6950 XT 999€) • eBay Re-Store -50% • AVM Fritz-Box günstig wie nie • Top-SSDs 1TB/2TB (PS5) zu Hammerpreisen • MSI-Sale: Gaming-Laptops/PCs -30% • Der beste Gaming-PC für 2.000€ [Werbung]
    •  /