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Erneuerbare Energien: Sonne und Wind sorgen für hohen Ökostromanteil

Viel Wind und Sonne haben den Ökostromanteil in Deutschland steigen lassen. Zudem wurde weniger Strom verbraucht.
/ Werner Pluta , dpa
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Windräder an Land: Es fehlt an Flächen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
Windräder an Land: Es fehlt an Flächen. Bild: Werner Pluta/Golem.de

Sauberer Strom liegt vorn: Im ersten Halbjahr 2022 wurde knapp die Hälfte des Strombedarfs in Deutschland aus erneuerbaren Quellen gedeckt. Das haben vorläufige Berechnungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) in Stuttgart ergeben.

Demnach kamen 49 Prozent des Stroms aus sauberen Quellen. Mit Abstand wichtigster Lieferant von Ökostrom waren Windräder an Land. Ihr Anteil ist von 17 auf 21 Prozent gestiegen. Solaranlagen legten von 10 auf 12 Prozent zu.

Grund für den hohen Anteil der erneuerbaren Quellen waren kräftiger Wind im Winter und viel Sonne im Frühling. Anders sah es im vergangenen Jahr aus: Im Frühjahr 2021 hatte es an Wind gefehlt , weshalb im gesamten vergangenen Jahr Kohlestrom den höchsten Anteil hatte.

Der Stromverbrauch ist gesunken

Insgesamt ist der Stromverbrauch in Deutschland innerhalb eines Jahres um 2 Milliarden Kilowattstunden auf voraussichtlich rund 281 Milliarden gesunken. Sonne, Wind und andere erneuerbare Quellen lieferten 139 Milliarden Kilowattstunden. Konventionelle Energieträger kamen auf 159 Milliarden Kilowattstunden.

Zahlen zu den genauen Anteilen von Kohle, Gas und Atomkraft liegen noch nicht vor. Die Differenz zwischen den insgesamt erzeugten 298 Milliarden und den verbrauchten 281 Milliarden Kilowattstunden wurde exportiert.

BDEW-Chefin Kerstin Andreae forderte angesichts der Abhängigkeit von russischem Gas einen zügigen Ausbau der erneuerbaren Energien. "Sie sind der Schlüssel zu einer grünen Strom- und Wärmeversorgung, einer mit Wasserstoff produzierenden Industrie und einer klimaneutralen Mobilität."

Dringenden Handlungsbedarf sieht Andreae vor allem bei der Windenergie an Land. "Der größte Hemmschuh sind hier noch immer fehlende Flächen."


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