Erneuerbare Energien: Shell übernimmt Heimakku-Hersteller Sonnen
Der niederländisch-britische Energiekonzern Royal Dutch Shell hat den deutschen Heimakku-Hersteller Sonnen vollständig übernommen. Nachdem Shell bereits im Mai 2018 als Investor bei Sonnen eingestiegen sei, werde das Unternehmen nun zu einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft von Shell New Energies, teilte Sonnen am 15. Februar mit(öffnet im neuen Fenster) . Die Kartellbehörden müssten der Übernahme noch zustimmen. Der Kaufpreis wurde nicht genannt.
Sonnen hat nach eigenen Angaben weltweit bereits über 40.000 Batterien installiert und ist damit Marktführer für intelligente Stromspeicher. Dafür verwendet das Unternehmen ausschließlich Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LiFePO4). Sonnen bietet derzeit Energiespeicher mit einer Kapazität von bis 48 Kilowattstunden mit einer Wechselrichterleistung von bis zu 9,9 Kilowatt an.
Heimakku als Baustein der Energiewende
Heimakkus sind ein wichtiger Baustein für die Energiewende und können in Verbindung mit einer Photovoltaik-Anlage eine fast autarke Energieversorgung von Haushalten sichern. Auch mit Wärmepumpen und Blockheizkraftwerken lassen sie sich verbinden. Bei Ladestationen für Elektroautos können Batteriepuffer ebenfalls Lastspitzen ausgleichen. Eine entsprechende Versuchsanlage hat Innogy im Oktober 2018 in Duisburg in Betrieb genommen .
Der Elektroautohersteller Tesla hat ebenfalls sogenannte Powerwalls im Angebot, die beispielsweise in Australien als große Netzspeicher genutzt werden . In Kombination mit Solarschindeln auf dem Dach sollen sie ebenfalls die eigene Stromversorgung ermöglichen.
Shell stark bei Ladenetzwerken engagiert
Sonnen-Mitgründer und Chief Executice Offiver (CEO) Christoph Ostermann erklärte, man hoffe, mit der Übernahme "in einem sich sehr schnell entwickelnden Markt weiter dynamisch zu wachsen" . Mit dieser Investition könne das Unternehmen "es nun noch mehr Haushalten ermöglichen, energieunabhängig zu werden und von völlig neuen Möglichkeiten des Energiemarktes zu profitieren" .
Shell hat in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Firmen im Bereich alternative Antriebe unterstützt oder aufgekauft. So beteiligt sich das Unternehmen an Ionity , dem Ladenetzbetreiber der deutschen Autohersteller. Auch an seinen eigenen Tankstellen will der Konzern Ladesäulen aufstellen . Zudem gehört dem Konzern der niederländische Mobilitätsdienstleister New Motion. Im Januar 2019 kaufte Shell New Energies(öffnet im neuen Fenster) das US-amerikanische Lade-Startup Greenslots.
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