Erneuerbare Energien: Schottland plant ersten Windpark mit Wasserstoffgewinnung

Auch Schottland setzt auf Wasserstoff - zusammen mit Offshore-Windkraft.

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So könnte eine schwimmende Windkraftanlage mit Elektrolyseur aussehen.
So könnte eine schwimmende Windkraftanlage mit Elektrolyseur aussehen. (Bild: ERM)

Strom und Wasserstoff: Vor der schottischen Nordostküste soll der erste Offshore-Windpark entstehen, der nicht nur Strom erzeugt, sondern auch grünen Wasserstoff. Es soll die weltweit erste Anlage dieser Art werden.

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Salamander wird ein schwimmender Windpark. Die Windräder stehen also nicht auf dem Meeresgrund, sondern treiben auf luftgefüllten Stahlzylindern im Meer. Die Anlage, die das irische Unternehmen Simply Blue Energy zusammen mit dem britische Unternehmen Subsea 7 vor Aberdeen errichtet, soll eine Leistung von 200 Megawatt haben.

Simply Blue Energy und Subsea 7 haben mit dem britischen, auf Nachhaltigkeit spezialisierten Beratungsunternehmen ERM eine Absichtserklärung über eine Nutzung des ERM-Dolphyn-Systems unterzeichnet. ERM Dolphyn ist für schwimmende Windparks konzipiert, das System soll Meerwasser entsalzen und daraus per Elektrolyse Wasserstoff gewinnen.

Aberdeen bekommt eine Wasserstoff-Infrastruktur

ERM will auf Salamander eine Demonstrationsanlage mit einer Leistung von 10 Megawatt errichten. Über eine Pipeline könnte der Wasserstoff an Land gebracht werden. Partner des Projekts ist der Gasnetzbetreiber Scotland Gas Networks (SGN), der derzeit ein Wasserstoff-Infrastrukturprojekt bei Aberdeen aufbaut.

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Schottland ist eine interessante Region für die Windbranche: Die Regierung in Edinburgh will bis zum Jahr 2030 in schottischen Gewässern die Offshore-Windkraftkapazität von einem Gigawatt sowie eine Fünf-Gigawatt-Wasserstoffgewinnung aufbauen.

Schottland setzt aber nicht nur auf Windkraft: Auf den Orkney-Inseln werden Systeme getestet, die Energie der Wellen oder der Gezeiten in elektrischen Strom wandeln. Dort wurde gerade die derzeit leistungsfähigste Gezeitenturbine in Betrieb genommen.

"Als wir mit dem Salamander-Projekt starteten, stellten wir uns immer ein Sprungbrettprojekt und einen Katalysator für künftige, größere wirtschaftliche Möglichkeiten vor", sagte Salamander-Projektleiter Adrian de Andres.

Windkraft neu gedacht: Erstaunliche Beispiele für die Nutzung einer unerschöpflichen Ressource (Deutsch)

"In Anbetracht des sich rasch nähernden Termins im Jahr 2030 für die Ziele der schwimmenden Windkraft und des grünen Wasserstoffs glauben wir nun, dass das Salamander-Projekt nicht nur als Sprungbrett für die schwimmende Windkraft, sondern möglicherweise auch für die Produktion von grünem Wasserstoff dienen könnte, um den Weg für die Entwicklung von grünem Wasserstoff mit mehreren Gigawatt in den 2030er Jahren zu ebnen."

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