Abo
  • Services:

Erneuerbare Energien: Der Hoover Dam soll zum Pumpspeicherkraftwerk werden

Pumpspeicherkraftwerke sind ein anerkanntes Mittel, um elektrische Energie, etwa aus Wind- oder Solarkraftwerken, zu speichern. Aber warum ein neues Pumpspeicherkraftwerk bauen, wenn es doch schon ein großes Wasserkraftwerk gibt, das sich umfunktionieren und damit auch noch besser auslasten lässt?

Artikel veröffentlicht am ,
Der Hoover Dam aus der Luft: Entschieden wird in Washington DC.
Der Hoover Dam aus der Luft: Entschieden wird in Washington DC. (Bild: Pamela McCreight/CC-BY 2.0)

Wohin mit dem Solarstrom? Kalifornien ist der US-Bundesstaat, in dem der meiste Solarstrom produziert wird. Doch oft genug ist mehr Strom verfügbar, als ins Netz eingespeist werden kann. Es wird ein Speicher für die Energie benötigt. Los Angeles plant einen gigantischen: den Lake Mead.

Stellenmarkt
  1. Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Köln
  2. ALLPLAN Development Germany GmbH, München

Der Lake Mead, der in den US-Bundesstaaten Arizona und Nevada liegt, ist der größte künstlich geschaffene See der USA. Entstanden ist er, als in den 1930er Jahren der Fluss Colorado durch den über 220 Meter hohen Hoover Dam aufgestaut wurde. Im Innern der Staumauer sind 17 von Turbinen angetriebene Generatoren installiert, die eine Leistung von 2.080 Megawatt liefern.

Der Hoover Dam soll zum Pumpspeicherkraftwerk umgebaut werden: Etwa 30 Kilometer flussabwärts von dem riesigen Staudamm solle eine Pumpstation gebaut werden sowie eine weitgehend unterirdisch verlaufende Rohrleitung zurück zum Lake Mead.

Wasser aus dem Colorado wird in den Lake Mead gepumpt

In Zeiten, wenn viel Solarstrom verfügbar ist, soll dieser die Pumpen betreiben, um das Wasser aus dem Colorado zurückzupumpen. Wenn Strom benötigt wird - nachts oder an bedeckten Tagen -, wird das Wasser aus dem Stausee abgelassen, wobei es die Turbinen antreibt, um elektrischen Strom zu erzeugen.

Das Konzept, den Hoover Dam für die Regulierung des Stromnetzes zu nutzen, wird seit rund 15 Jahre diskutiert. Im vergangenen Jahr hat das städtische Versorgungsunternehmen von Los Angeles, das Los Angeles Department of Water and Power (LADWP), einen konkreten Plan vorgelegt. So soll sich der Hoover Dam auch besser auslasten lassen - derzeit liegt die Auslastung laut LADWP nur bei 20 Prozent.

Keine Akkus von der Größe in Sicht

"Der Hoover Dam ist ideal dafür", sagte Kelly Sanders, die an der University of Southern California Bauingenieurwesen lehrt, der New York Times. "Das ist eine gigantische Anlage. Am Horizont ist, was Akkus betrifft, nichts von dieser Größe zu sehen."

Der Bau der Pumpstation und der Rohrleitung soll rund drei Milliarden US-Dollar kosten und könnte 2028 fertig sein. Die Entscheidung über das Projekt liegt bei der Regierung in Washington, da sich der Lake Mead auf Bundesgebiet befindet.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. ab 499€
  3. 164,90€ + Versand

FearTheDude 31. Jul 2018 / Themenstart

Wenn man unterhalb nochmal ein Rückhaltebecken macht, vielleicht nicht ganz so...

Grob Notoriker 31. Jul 2018 / Themenstart

Kaum einer ist sich bewußt, das geologische Druckveränderungen, die durch die Anstauung...

Tantalus 31. Jul 2018 / Themenstart

Aus dem Original-Artikel: Auf den ~32km Flusslauf ist mit Sicherheit genug Wasser als...

DY 31. Jul 2018 / Themenstart

man pumpt zu Un-Zeiten (also dann wenn kein Strom benötigt wird, nachts) mit billigem...

recluce 30. Jul 2018 / Themenstart

Das vermute ich auch, ansonsten gibt es auch nicht wirklich viel zurück zu pumpen.

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Octopath Traveler - Livestream

Im Livestream zu Octopath Traveler erklären wir den Alltag im JRPG von Square Enix und Nintendo und verfallen später in eine Diskussion über Motivationsphilosophien in Games und das Genre allgemein.

Octopath Traveler - Livestream Video aufrufen
Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nur noch Wochenende Taz stellt ihre Printausgabe wohl bis 2022 ein
  2. Cybercrime Bayern rüstet auf im Kampf gegen Anonymität im Netz
  3. Satelliteninternet Fraunhofer erreicht hohe Datenrate mit Beam Hopping

Battlefield 5 Closed Alpha angespielt: Schneller sterben, länger tot
Battlefield 5 Closed Alpha angespielt
Schneller sterben, länger tot

Das neue Battlefield bekommt ein bisschen was von Fortnite und wird allgemein realistischer und dynamischer. Wir konnten in der Closed Alpha Eindrücke sammeln und erklären die Änderungen.
Von Michael Wieczorek

  1. Battlefield 5 Mehr Reaktionsmöglichkeiten statt schwächerer Munition
  2. Battlefield 5 Closed Alpha startet mit neuen Systemanforderungen
  3. Battlefield 5 Schatzkisten und Systemanforderungen

Razer Huntsman im Test: Rattern mit Infrarot
Razer Huntsman im Test
Rattern mit Infrarot

Razers neue Gaming-Tastatur heißt Huntsman, eine klare Andeutung, für welchen Einsatzzweck sie sich eignen soll. Die neuen optomechanischen Switches reagieren schnell und leichtgängig - der Geräuschpegel dürfte für viele Nutzer aber gewöhnungsbedürftig sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huntsman Razer präsentiert Tastatur mit opto-mechanischen Switches
  2. Razer Abyssus Essential Symmetrische Gaming-Maus für Einsteiger
  3. Razer Nommo Chroma im Test Blinkt viel, klingt weniger

    •  /