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Intelligente Netzsteuerung und Akkus

Bläst in Norddeutschland der Wind, werden in Süddeutschland Sonnenbatterien gefüllt. So schafft das System einen Ausgleich bei größeren Energieschwankungen im Netz von Kooperationspartner Tennet. Sonnen verwendet dazu eine von IBM entwickelte Blockchain-Lösung auf Basis des Hyperledger Fabric. Die Blockchain sorgt für Transparenz und Überprüfbarkeit aller Transaktionen zwischen den Marktteilnehmern.

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Das niederländische Unternehmen Tennet betreibt 22.000 km Hochspannungsleitungen und beliefert 41 Millionen Endverbraucher. In Deutschland ist Tennet der einzige Übertragungsnetzbetreiber, der von der dänischen Grenze und den Windparks in der Nordsee Strom bis zur österreichischen Grenze transportiert.

Bei kräftigem Wind wird mehr Strom produziert als nötig

Doch der Netzausbau stockt und es kommt immer öfter zu Transportengpässen. Das liegt auch an den vielen dezentralen Einspeisungen erneuerbarer Energien. Bläst der Wind kräftig oder scheint die Sonne von einem wolkenlosen Himmel, gibt es mehr Angebot als Nachfrage. Windräder werden aus dem Wind gedreht, Strom wird mit negativen Preisen ans Ausland "verschenkt" und trotz Überproduktion erhalten die Kleinproduzenten ihre Einspeisevergütung. Für derartige Maßnahmen musste Tennet 2016 insgesamt 800 Millionen Euro aufwenden. Kosten, die sich durch eine intelligente Netzsteuerung reduzieren lassen.

Hier kommt das Elektroauto ins Spiel: Der Akku im Fahrzeugboden wird ebenfalls für den Ausgleich genutzt. Den ersten 1.000 Kunden des Tarifs Sonnen-Flat 8000 schenkt das Unternehmen eine Wallbox mit Typ-2-Stecker im Wert von 1.400 Euro. Dazu muss allerdings ein Sonnen-Akku mit 12 kWh installiert werden. Hinzu kommen 30 Euro pro Monat für den Strom. Insgesamt 8.000 kWh sind inklusive.

Für ein Einfamilienhaus kalkuliert Sonnen mit 5.000 kWh, so dass 3.000 kWh für das Elektroauto oder umgerechnet 15.000 km Fahrleistung verbleiben. Rund 70 Prozent der Energie dürfte der Kunde mit seinen Solarzellen erzeugen. Somit entfallen die 360 Euro pro Jahr auf die aus der Gemeinschaft bezogenen rund 2.400 kWh. Mit 0,15 Euro pro Kilowattstunde ein unschlagbarer Preis. Wichtiger ist aber das gute Gewissen, für einen Ausgleich im Stromnetz zu sorgen und mit "grünem" Strom das Auto zu bewegen.

Intelligenter Lademodus verhindert Stromausfälle

In der Sonnen-App wählt der Fahrer eines Elektroautos seine gewünschte Abfahrtszeit. Mit dem Smart Mode errechnet die Software anhand von Wettervorhersagen und dem aktuellen Verbrauch im Haus, wann die Ladung des Autoakkus beginnen muss. Reicht die Eigenproduktion nicht aus, wird Strom aus der Sonnen-Gemeinschaft bezogen. "Der intelligente Lademodus verhindert Überlastungen oder sogar Blackouts im örtlichen Stromnetz, falls zu viele Elektroautos zeitgleich geladen werden", sagt Schröder. Obwohl er Erfahrung in der Elektroautobranche hat, will er selber keine Fahrzeuge bauen. Doch auf dem diesjährigen Autosalon zeigte Sonnen gemeinsam mit GFG Style und Envision das Konzeptfahrzeug Sibylla, das mit dem Sonnen-Charger geladen wird.

Das Elektroauto kommt auch an anderer Stelle ins Spiel. Die Heimspeicher sind aufgrund ihrer gleichmäßigen Ladezyklen perfekt für ein zweites Akku-Leben. Renault beispielsweise liefert gebrauchte Akkus an den britischen Anbieter Powervault. Sonnen verwendet nur fabrikneue Akkus. Ob Tesla Akku-Rückläufer verwendet, ist nicht bekannt. Noch dürfte die Zahl gering sein, denn die Energiespeicher versehen rund acht Jahre ihren Dienst im Fahrzeugboden.

Ein Netzspeicher aus gebrauchten Autoakkus

Auch Mercedes-Benz Energy nutzt nur neue Akkumulatoren vom Tochterunternehmen Accumotive. Rückläufer aus Daimler-Elektroautos starten ihr zweites Leben im westfälischen Lünen. Dort, auf dem Gelände des Entsorgungsspezialisten Remondis, steht ein 13 MWh großer Batteriespeicher mit rund 1.000 Akkus. Er gleicht Schwankungen im Stromnetz aus. Für eine stationäre Nutzung dürften sie noch rund zehn Jahre zu gebrauchen sein. Danach übernimmt Remondis die Demontage der Module und recycelt die Rohstoffe. Auch BMW nutzt die Rückläufer aus seinem i3 für die gewerblichen Stromspeicher im Hamburger Hafen und im eigenen Leipziger Werk.

Die Akkus haben keinen großen Wartungsaufwand und sind somit perfekt für den Einsatz in Privathaushalten. Thomas Ottilinger hatte mit seiner Powerwall 2 bislang keine Probleme. Einmal sei einer der beiden Wechselrichter ausgefallen, doch den habe der Tesla-Service-Mann gleich am nächsten Tag ausgetauscht. Heute ist er froh über die Entscheidung, den 125 kg schweren Akku im Keller unter der Garage und nicht im Wohnbereich montiert zu haben, so der Hausbesitzer: "Denn die Powerwall gibt dauerhaft ein leichtes Geräusch von sich."

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 Erneuerbare Energien: Der Heimakku als Baustein in der Energiewende
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Michael H. 16. Apr 2018

Ok... lass mich das nochmal einfach zusammenfassen: Stromversorger zahlt Umlagen...

Anonymer Nutzer 11. Apr 2018

Wo tue ich das bitte? Nur weil du dir von Akkus ein wenig zu viel erwartest...? Ich habe...

Anonymer Nutzer 10. Apr 2018

Eine 9,99 kWp Solaranlage für 30.000 Euro, alles klar :D Wenn du Sie teuer einkaufst...

Anonymer Nutzer 09. Apr 2018

Also: einfach an eine beliebige Steckdose im Haushalt damit! B)

Anonymer Nutzer 09. Apr 2018

Ich freu mich auch immer, wenn ich Windkraftanlagen sehe, finde aber dass so viele (im...


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