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Erneuerbare Energien: Der größte schwimmende Windpark liefert Strom

Der Windpark Hywind Tampen soll 2023 von aktuell sieben auf elf Windräder erweitert werden. Der Zweck ist allerdings zweifelhaft.
/ Werner Pluta
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Schwimmender Offshore-Windpark Hywind Tampen: Vier weitere Windräder sollen noch installiert werden. (Bild: Karoline Rivero Bernacki / Equinor)
Schwimmender Offshore-Windpark Hywind Tampen: Vier weitere Windräder sollen noch installiert werden. Bild: Karoline Rivero Bernacki / Equinor

Vor Norwegen hat der aktuell größte schwimmende Windpark seinen Betrieb aufgenommen. Er liefert Strom an Offshore-Öl- und Gasfelder.

Hywind Tampen(öffnet im neuen Fenster) liegt rund 140 Kilometer vor der norwegischen Küste. In der aktuellen Ausbaustufe besteht die Anlage aus sieben Windrädern, die alle noch in diesem Jahr in Betrieb gehen sollen. Die installierte Leistung beträgt 60 Megawatt.

Gebaut wurde der Windpark von dem norwegischen Energiekonzern Equinor. Zweifelhaft ist der Zweck des Windparks: Er soll die Offshore-Öl- und Gasfelder Gullfaks und Snorre mit Strom versorgen und etwa 35 Prozent von deren Energiebedarf decken. Der erste Strom floss nach Angaben von Equinor(öffnet im neuen Fenster) zur Gullfaks.

Die Windräder sind am Meeresgrund verankert

Die Windräder sind jeweils auf einer schwimmenden Betonkonstruktion errichtet. Die Schwimmkörper sind mit einem gemeinsamen Verankerungssystem am Meeresboden festgemacht.

Bau von Hywind Scotland - Statoil
Bau von Hywind Scotland - Statoil (03:02)

Vorteil von schwimmenden Windparks ist, dass sie in größere Wassertiefen installiert werden können als Windräder, die fest auf dem Meeresboden stehen. Im Bereich von Hywind Tampen etwa ist das Wasser zwischen 260 und 300 Meter tief.

Die Technik ist noch vergleichsweise neu: Der erste schwimmende Windpark wurde etwa 30 Kilometer vor Peterhead, dem östlichsten Punkt Schottlands, von Equinor errichtet , der damals noch Statoil hieß. Hywind Scotland verfügt über fünf Windräder mit einer Leistung von 30 Megawatt und ging 2017 in Betrieb.

Equinor will Hywind Tampen in absehbarer Zeit auf elf Windräder ausbauen. Die noch zu installierenden Windräder seien bereits montiert und sollen bei günstigem Wetter im kommenden Jahr in den Windpark integriert werden. Die Leistung wird dann auf 88 Megawatt steigen.


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