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Erneuerbare Energien: Bundeswirtschaftsministerin will Solarförderung streichen

Katherina Reiche plant, die staatliche Förderung für neue Photovoltaik -Anlagen zu beenden und Ökostrombetreiber stärker an Netzkosten zu beteiligen.
/ Andreas Donath
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Photovoltaik auf einem Dach (Bild: Pexels)
Photovoltaik auf einem Dach Bild: Pexels
Inhalt
  1. Erneuerbare Energien: Bundeswirtschaftsministerin will Solarförderung streichen
  2. Netzkosten als neues Streitfeld

Das Bundeswirtschaftsministerium hat zwei Vorhaben in die sogenannte Frühkoordinierung eingebracht – die erste formale Stufe eines Gesetzgebungsverfahrens, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet(öffnet im neuen Fenster) . Zum einen eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), zum anderen ein Netzpaket, das die Anschlussbedingungen für Ökostromanlagen neu regeln soll.

Beide Entwürfe waren bereits im Februar 2026 vorab bekannt geworden und hatten heftige Kritik ausgelöst . Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hatte damals versichert, die Entwürfe seien überholt – doch nun entsprechen die offiziellen Pläne weitgehend den geleakten Fassungen.

Das neue EEG sieht vor, dass neue Windräder künftig sogenannte Differenzverträge erhalten: Bei niedrigen Börsenpreisen zahlt der Staat demnach eine Ausgleichsvergütung, bei hohen Preisen müssen die Betreiber Überschüsse abführen. Dieses Modell hatte die EU-Kommission gefordert. Gleichzeitig will das Ministerium die direkte Förderung für neue Dach-Solaranlagen auslaufen lassen. Über drei Millionen solcher Anlagen seien bereits installiert, eine Förderung sei nicht mehr nötig, so die Begründung. Die Investition rechne sich auch ohne staatliche Hilfe.


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