Erneuerbare Energien: Berliner Unternehmen nimmt Solarstraße in Betrieb

Solmove glaubt, dass große Flächen in Deutschland in Solarkraftwerke verwandelt werden können. Ein Projekt in Frankreich war jedoch wenig erfolgreich.

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Solarstraße (Symbolbild): ergänzen durch induktive Ladesysteme oder LEDs
Solarstraße (Symbolbild): ergänzen durch induktive Ladesysteme oder LEDs (Bild: Charly Triballeau/AFP via Getty Images)

Strom aus der Straße: Das Berliner Startup Solmove hat im Ruhrgebiet ein Stück Straße mit Solarmodulen ausgelegt. Nach einer längeren Testphase ist die Solarstraße jetzt in Betrieb und liefert Strom für ein Bürogebäude und eine Ladestation für Elektrofahrräder.

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Die Testanlage der Smart Solar Street befindet sich auf einem Parkplatz auf dem Gelände der stillgelegten Zeche Westerholt zwischen Gelsenkirchen und Herten. Solmove hat dort im Mai vergangenen Jahres 40 Quadratmeter Solarmodule installiert. Die Photovoltaikzellen sind in eine harte Glasschicht integriert und stabil genug, dass Autos darüberfahren können.

Im Herbst mussten an dem System einige Veränderungen vorgenommen werden. Seit dieser Testphase sei sie vollständig funktionsfähig. Je nach Sonnenstunden liefern die Module zwischen 8 und 18 Kilowattstunden (kWh). Der Solarstrom wird in einen 10-kWh-Stromspeicher gespeist. Dieser versorgt ein Bürogebäude sowie eine Ladestation für Pedelecs.

Die Solarmodule böten die Möglichkeit, auf versiegelten Verkehrsflächen wie Straßen, Radwegen oder Parkplätzen Strom zu erzeugen, teilte Solmove mit. In Deutschland könnten nach Angaben des Berliner Unternehmens auf einer Fläche von rund 1.400 Quadratkilometern Solarstraßen eingerichtet werden.

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Der Ertrag könnte ausreichen, um rund 20 Millionen Elektrofahrzeuge zu versorgen. Zudem stellt sich Solmove vor, die Solarstraßen mit weiteren Systemen auszustatten. Induktive Ladetechnik etwa könnte es ermöglichen, die Akkus von Elektroautos während der Fahrt zu laden. Eine andere Möglichkeit wäre, mehrfarbige Leuchtdioden (LED) in die Fahrbahn zu lassen. Die können als Informationssystem fungieren. Eine weitere Idee wäre, die Straßen mit dem Solarstrom zu beheizen, so dass sie im Winter nicht vereisen. Schließlich könnten die Kommunen den Strom ins Netz speisen und so ihre chronisch leeren Kassen füllen.

Der Nutzen solcher Solarstraßen ist allerdings umstritten. In der Normandie, im Nordwesten von Frankreich, wurde 2016 eine in Betrieb genommen. Doch blieben die realen Erträge deutlich hinter den Erwartungen zurück. Der Straßenbelag war zudem nicht stabil genug.

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MrTridac 22. Jun 2020

51.602428, 7.074801 Google hat aktuelle Satellitenbilder. Man beachte die Dachflächen der...

Bramme 19. Jun 2020

Weil das teurer ist, als die klassische Installation und weitere Nachteile mit sich...

Oktavian 19. Jun 2020

Schnee schirmt aber Sonnenlicht sehr effizient ab. Wo Schnee liegt, wird kein Strom...

the_crow 18. Jun 2020

Wollte ich auch gerade posten. Ob sich da nochmal ein Dummer findet, das zu kaufen!? :D

mgutt 18. Jun 2020

Die Politik träumt vermutlich davon, dass diese Straße so viel Gewinn abwirft, dass sie...



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