Erneuerbare Energien: Netzspeicher soll Stromschwankungen ausgleichen

Akkus gegen Stromschwankungen: Im US-Bundesstaat Ohio baut die japanische Sumitomo-Gruppe einen großen Energiespeicher, der zur Frequenzregelung des Stromnetzes dient.
Der batteriegestützte Energiegroßspeicher (Battery Energy Storage System, Bess) ist ein Batterie-Speicherkraftwerk(öffnet im neuen Fenster) , das Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wind- oder Solarkraftwerken zwischenspeichert. Der Strom wird kurzfristig ins Netz eingespeist, um Stromschwankungen auszugleichen. Es soll im Dezember dieses Jahres ans Netz gehen.
Witterungsbedingte Schwankungen
Die Schwankungen können witterungsbedingt auftreten: Bei intensiver Sonneneinstrahlung oder viel Wind wird möglicherweise mehr Strom generiert, als kurzfristig benötigt wird. Herrscht Flaute oder ist der Himmel bedeckt, können die Wind- oder Solarkraftwerke nicht genug Strom liefern.
Eine Ursache für Schwankungen kann aber auch eine unerwartete Stromnachfrage oder ein Fehler beim Betrieb eines Kraftwerks sein. Das Speicherkraftwerk liefert dann für Sekunden oder Minuten Strom, um die Netzfrequenz konstant zu halten.
Akkus für Netzspeicher und Elektroautos
Die Akkus für die Anlage in Hamilton liefert der japanische Mischkonzern Toshiba. Es sind Lithium-Ionen-Akkus, die auch in Elektroautos verbaut werden. Sie sind laut Toshiba(öffnet im neuen Fenster) besonders langlebig und überstehen mehr als 10.000 Ladezyklen.
Für solche Netzspeicher sollen künftig auch gebrauchte Akkus aus Elektroautos eingesetzt werden. Für den Einsatz im Auto sind sie irgendwann nicht mehr leistungsfähig genug. Sie verfügen aber noch über genug Speicherkapazität, um sie in anderen Bereichen einzusetzen: General Motors hat vor einigen Jahren zusammen mit dem Schweizer Elektrotechnikkonzern ABB einen Speicher aus gebrauchten Akkus des Hybridfahrzeugs Chevrolet Volt gebaut .



