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Erneuerbare Energie: Gigantische Solaranlage auf Metro-Logistikzentrum in Marl

In Marl im Ruhrgebiet ist die größte Solaranlage auf einem Dach in Deutschland in Betrieb genommen worden. Auf zwei Logistikhallen des Großhändlers Metro sind Photovoltaikmodule mit einer Gesamtleistung von 18 Megawatt installiert.
/ Andreas Donath
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Blick auf die PV-Anlage von Metro (Bild: Goodman)
Blick auf die PV-Anlage von Metro Bild: Goodman

Laut dem Lebensmittel- und Non-Food-Großhändler Metro verteilen sich die 43.000 Solarmodule auf dem Firmengebäude in Marl(öffnet im neuen Fenster) auf einer Fläche von fast 100.000 Quadratmetern, was ungefähr 14 Fußballfeldern entspricht. Die Anlage soll jährlich 16,4 Gigawattstunden Strom erzeugen und könnte theoretisch über 5.000 Haushalte versorgen. NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur bezeichnete das Projekt anlässlich der Inbetriebnahme als "Schlüssel auf dem Weg zur ersten klimaneutralen Industrieregion Europas" .

Die Module auf den gemieteten Hallen von Metro wurden vom Solarunternehmen Baywa installiert. Metro selbst will den erzeugten Strom vorrangig für den Eigenverbrauch nutzen. Überschüsse sollen ins öffentliche Netz eingespeist werden.

Solaranlagen auf Gewerbedächern erfreuen sich zunehmender Beliebtheit: Dem Bundesverband Solarwirtschaft zufolge gibt es in Deutschland bereits über 200.000 Solaranlagen auf Firmendächern. Die Bundesregierung erhöhte die Ausbauziele drastisch. Bis 2030 sollen jährlich 11 Gigawatt auf Dächern installiert werden. Der Eigenverbrauch von Solarstrom ist für viele Unternehmen attraktiv, da er die hohen Stromkosten senkt.

Vor allem energieintensive Betriebe mit vielen Betriebsstunden können bis zu 70 Prozent des erzeugten Stroms selbst nutzen. Die gesunkenen Preise für Solarmodule machen Investitionen rentabler. Seit Jahresbeginn ist zudem die EEG-Umlage weggefallen.

Herausforderungen bei Megawatt-Anlagen

Für Lagerhallen mit geringem Eigenverbrauch ist die Wirtschaftlichkeit schwieriger zu erreichen, heißt es in einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung(öffnet im neuen Fenster) . Der Anteil an eingespeistem Solarstrom ist hier größer. Betreiber von Anlagen bis 1 Megawatt erhalten eine Einspeisevergütung. Größere Solaranlagen müssen sich an Ausschreibungen beteiligen, um Förderungen zu erhalten.

Die Metro-Anlage in Marl ist mit ihren 18 Megawatt eine der bisher größten auf einem Dach. Solche großen Projekte sind noch selten.


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