Ernährung: USA erlauben Verkauf von Fleisch aus dem Labor
Das US-Landwirtschaftsministerium hat am 21. Juni 2023(öffnet im neuen Fenster) zwei US-Unternehmen eine Genehmigung für den Verkauf von im Labor gezüchteten Hühnerfleisch erteilt. Für die Herstellung von Fleisch im Labor werden lebenden Tieren Stammzellen entnommen. Diese werden in eine Kulturflüssigkeit aus Fetten, Aminosäuren, Zucker, Vitaminen und Mineralien gelegt, wo sie zu Muskelgewebe heranwachsen.
Zunächst soll das gezüchtete Hühnerfleisch nur in Restaurants angeboten werden. Doch mit der Genehmigung können die beiden kalifornischen Unternehmen Upside Foods und Good Meat ihr Produkt später auch im Supermarkt vertreiben.
Upside Foods hat seinen Sitz in Berkeley und wurde 2015 gegründet. Ein Jahr darauf wurde Good Meat gegründet.
Zulassung bisher nur in zwei Ländern erteilt
"Statt viel Land und viel Wasser zu verbrauchen, um all diese Tiere zu füttern, die geschlachtet werden, können wir das auch anders machen" , sagte Josh Tetrick, einer der Mitbegründer und Geschäftsführer von Eat Just, das Good Meat betreibt.
Dieser Schritt kann als Beginn einer neuen Ära der Fleischproduktion gesehen werden. Tierquälerei könnte damit vermieden und die Umweltauswirkungen von Weidehaltung, Futtermittelanbau und Tierabfällen drastisch reduziert werden. Ungefähr 15 Prozent(öffnet im neuen Fenster) der weltweit durch Menschen verursachten Treibhausgasemissionen sind auf die Nutztierhaltung zurückzuführen.
Doch zunächst muss sich das Konzept durchsetzen. Laut der US-Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde FDA (Food and Drug Administration) wurden die Produkte beider Unternehmen als sicher für den Verzehr eingestuft. Bisher war Laborfleisch nur in Singapur zugelassen. Wann in Deutschland das Fleisch aus dem Labor auf den Markt kommen könnte, ist unklar.
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