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Bildnis eines Irish Cobs mit Fruchtfliegen und Obstkorb

Nachdem meine ersten KI-Versuche schon ganz erfolgreich waren, machte ich mich an die Disziplin der Bilderstellung. Darauf war ich besonders gespannt.

Für einen früheren Artikel testete ich eine sogenannte UV-Falle für Fruchtfliegen, die die Fliegen durch UV-Licht anlockt und dann durch einen elektrischen Schlag tötet. Vorweg und kurz weg vom Thema: Das hat nicht gut funktioniert – zum Glück, denn tierfreundlich (was ich meistens bin) geht anders, Stichwort: Lebendfallen.

Gebraucht habe ich für den Artikel ein Titelbild, wie Fruchtfliegen auf das Gerät zufliegen, einige einen Schlag vom Gerät bekommen und etliche Fruchtfliegen schon tot am Boden liegen. Ich habe das Bild damals manuell erstellt und dafür unter anderem selbst fotografierte Fruchtfliegen freigestellt (klingt aufwendig – war es auch). Am Ende hat man sich in der Redaktion doch für ein optisch ansprechenderes Bild als meine hilflose Gimp-Kreation entschieden.

Was würde wohl die KI aus diesem Thema machen? Das erste Ergebnis begeisterte mich fast schon: Die Fliegen flogen zielstrebig auf den Brutzler zu.

Im nächsten Schritt wollte ich einige Fruchtfliegen sehen, die in Kontakt mit dem Gerät kommen und einen elektrischen Schlag bekommen, illustriert durch einen violetten Blitz. Das funktionierte ebenfalls. Auch die Einbettung in ein Küchensetting mit Steckdose und Obstkorb war kein Problem.

Perfekt war das Bild zwar nicht geworden: Die am Boden liegenden Fruchtfliegen sehen etwas plattgedrückt aus und die in der Luft passen größentechnisch nicht ganz. Aber es ging schneller, als es selbst in einem Bildbearbeitungsprogramm zu erledigen – zumindest für mich, die das nicht häufig macht. Und als Aufmacherbild wäre das Ergebnis wahrscheinlich in Ordnung gewesen.

Recht akkurat, dachte ich – doch was war das?

Schließlich wollte ich noch ein Pferd der Rasse Irish Cob vor einem Hintergrund im Stil von Last of Us grasen lassen. Als der Bildinhalt langsam von oben nach unten generiert wurde, sah ich ein verfallenes, mit Pflanzen überwuchertes, mehrstöckiges Wohnhaus, davor Bäume und das grasende Pferd – einen schwarz-weißen Irish Cob mit typischer Fesselbehaarung und sonstiger üppiger Haarpracht.

Recht akkurat, dachte ich. Doch was war das? Auf dem Bild hatten sich auch die toten und die nichttoten Fruchtfliegen aus meinem vorherigen Bildwunsch eingefunden – und ein überdimensionierter Obstkorb.

Ein typischer KI-Anfängerfehler, wie ich jetzt weiß. Am besten öffnet man zu jedem neuen Thema einen neuen Chat mit Copilot.

Ein weiteres Problem: Die generierten Bilder kommen erst einmal in einer mini Auflösung, wenn man nicht explizit sagt, welche Auflösung man haben will. Wenn ich aber zum Beispiel prompte: "Erstelle mir das Bild in Druckauflösung" , bekomme ich problemlos ein höher aufgelöstes Bild. Das gilt auch, wenn ich statt Hoch- lieber ein Querformat möchte. Ich muss es Copilot nur schreiben. Übrigens: Copilot ist auch in Paint integriert und kann beim Bearbeiten von Bildern und der Bilderstellung helfen.


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