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Ericsson Mobility Report: 4G-Nutzung wird in den nächsten Jahren zurückgehen

LTE hat bis Jahresende seinen Zenit überschritten. 5G wird laut Ericsson stark wachsen.
/ Achim Sawall
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FWA-Technik von Ericsson (Bild: Erissson)
FWA-Technik von Ericsson Bild: Erissson

Bis Jahresende soll es weltweit eine Milliarde 5G-Verträge geben. Das geht aus dem Ericsson Mobility Report hervor, der am 30. November 2022 vorgelegt wurde(öffnet im neuen Fenster) . 4G-Verträge werden voraussichtlich bis Ende 2022 mit 5,2 Milliarden ihren Höhepunkt erreichen und dann bis Ende 2028 auf rund 3,6 Milliarden zurückgehen.

Bei 5G führend sind Nordamerika (35 Prozent), Nordostasien (34 Prozent) und die Golfregion (20 Prozent) vor Westeuropa (11 Prozent). Damit würde 5G voraussichtlich zwei Jahre früher als 4G eine Milliarde Nutzer erreichen, ergab die Studie des schwedischen Mobilfunkausrüsters.

Weltweit wurden bereits 228 kommerzielle 5G-Netze aufgebaut. 5G Standalone (SA) haben erst rund 35 Betreiber im Einsatz. Fredrik Jejdling, Executive Vice President und Head of Networks bei Ericsson, sagte, der weltweite Datenverkehr in Mobilfunknetzen verdopple sich praktisch alle zwei Jahre.

Bis 2028 prognostiziert die Studie ein Aufholen von Westeuropa (88 Prozent) direkt hinter Nordamerika (91 Prozent). Die Golfregion (86 Prozent) und Nordostasien (74 Prozent) sollen leicht zurückfallen.

Bis Ende 2028 werden weltweit 5 Milliarden 5G-Verträge prognostiziert, was 55 Prozent aller Mobilfunkverträge ausmachen würde. Gründe dafür sind Verfügbarkeit von Geräten, schneller fallende Preise als bei 4G und Chinas breiter und früher 5G-Ausbau.

FWA verbreitet sich schnell

Mehr als drei Viertel der Befragten in über 100 Länder bieten FWA (Fixed Wireless Access). Fast ein Drittel verfügt inzwischen über den Standard 5G, verglichen mit einem Fünftel vor einem Jahr. Bis zum Jahr 2028 soll es über 300 Millionen FWA-Zugänge geben.

Von 310 weltweit untersuchten Diensteanbietern hatten 238 (oder 77 Prozent) FWA im Angebot. In den vergangenen zwölf Monaten ist die Zahl von 57 (19 Prozent) auf 88 (29 Prozent) gestiegen.

FWA bedeutet , dass das Mobilfunksignal über eine Antenne auf dem Dach oder am Fenster ins Haus gebracht wird, von wo Ethernet-Kabel und Wi-Fi die Versorgung bieten. Gearbeitet wird meist im Bereich 26 bis 60 GHz. Von Ericsson sind jedoch FWAs im mmWave-Bereich und einfache Router mit SIM-Karte zusammengerechnet. Auf der Nutzerseite besteht die FWA-Technologie aus einem Empfangsgerät, einem handelsüblichen DSL-Router und einem WLAN-Zugangspunkt. Ein reiner 4G- oder 5G-Router in einer Wohnung ist also genau genommen kein FWA.


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