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Ericsson: Konkurrenzdruck durch chinesische Ausrüster wächst

Ericsson -Konzernchef Borje Ekholm findet offene Worte über den Wettbewerb mit Huawei und ZTE . In den USA steht der schwedische Ausrüster dagegen sehr gut da.
/ Achim Sawall
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Ericsson-Konzernchef Borje Ekholm im Call nach Bekanntgabe der Q2-Zahlen (Bild: Ericsson Livestream: Screenshot: Golem.de)
Ericsson-Konzernchef Borje Ekholm im Call nach Bekanntgabe der Q2-Zahlen Bild: Ericsson Livestream: Screenshot: Golem.de

Trotz Verboten und Beschränkungen gegen Huawei im Handelskrieg zwischen den USA und China steht Ericsson weiter erheblich unter Konkurrenzdruck durch chinesische Ausrüster. Das sagte Konzernchef Borje Ekholm(öffnet im neuen Fenster) am 12. Juli 2024 nach Bekanntgabe der Quartalszahlen des schwedischen Mobilfunkausrüsters.

"Eines möchte ich hier hervorheben: Im Gegensatz zu dem, was viele Außenstehende denken, sehen wir sowohl in Europa als auch in Lateinamerika, insbesondere aber in Lateinamerika, eine stark gestiegene Konkurrenz durch chinesische Anbieter" , sagte Ekholm. Gemeint sind Huawei und ZTE.

Weltweit sei der organische Umsatz von Ericsson um 7 Prozent zurückgegangen, vor allem durch geringere Nachfrage bei Mobilfunkausrüstung, erklärte der Manager. Dennoch übertraf der Umsatz die Schätzungen der Analysten.

Ericsson: Hohe Abschreibung auf Vonage führt zu Verlust

Ericsson nahm in den USA Nokia einen Großauftrag bei dem Mobilfunkbetreiber AT&T zur Lieferung von Ausrüstung ab , der ein Volumen von 14 Milliarden US-Dollar hat. Finanzchef Lars Sandström sagte Reuters, das zweite Quartal in Nordamerika sei "durch mehrere Kunden begünstigt worden" .

Im Zeitraum April bis Juni ging der Umsatz um sieben Prozent auf 59,8 Milliarden Kronen (rund 5,2 Milliarden Euro) zurück, obwohl der Erlös auf dem wichtigen nordamerikanischen Markt um 14 Prozent stieg. Ericsson erwirtschaftete 38 Prozent seines Gesamtumsatzes in den USA, 6 Prozent in Indien, 6 Prozent in China, 3 Prozent im Vereinigten Königreich und 3 Prozent in Japan. In den USA sind chinesische Ausrüster seit Jahren komplett vom Markt ausgeschlossen.

Auf Vonage, einen Anbieter von cloudbasierten VoIP-Telefoniesystemen aus den USA, musste Ericsson zuvor 1,1 Milliarden US-Dollar abschreiben. Die Übernahme von Vonage für 6,2 Milliarden US-Dollar wurde im November 2021 angekündigt .


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