Abo
  • IT-Karriere:

Eric Anholt: Langsamer Fortschritt bei Raspberry-Pi-Grafiktreiber

Für Broadcom erstellt Eric Anholt einen freien Grafiktreiber für den VC4, der im Raspberry Pi eingesetzt wird. Anholt komme bisher aber eher langsam voran. Die 2D-Beschleunigung Glamor sollte jedoch schon bald bereitstehen.

Artikel veröffentlicht am ,
Der komplett freie Grafiktreiber für das Raspberry Pi macht langsame Fortschritte.
Der komplett freie Grafiktreiber für das Raspberry Pi macht langsame Fortschritte. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Der ehemalige Intel-Angestellte Eric Anholt arbeitet seit ungefähr einem Monat für Broadcom an einem freiem Treiber für den Grafikchip Videocore4 (VC4) und berichtet nun in seinem Blog über die eher langsamen Fortschritte. Denn der "sichere Umgang mit den Texturen auf dem VC4 ist einfach nur lästig", wie er schreibt.

Stellenmarkt
  1. Bertrandt Services GmbH, Friedrichshafen
  2. ADAC SE, München

Weiter heißt es, die Inhalte tauchten nicht in dem normalen Kommando-Stream auf, sondern in dem Uniform-Stream. Zudem gebe es keine IOMMU, so dass nicht darauf vertraut werden könne, dass der Userspace-Teil angebe, wo sich ein Uniform befinde. Denn ansonsten könnten diese "einfach lügen", physische Adressen übergeben und damit möglicherweise "beliebigen Systemspeicher auslesen". Das wäre natürlich eine Sicherheitslücke.

So hat Anholt einen Shader-Parser für den Kernel schreiben müssen, der Referenzen auf die Texturen ausgibt und zusätzlich dazu müssen verschiedene Umformungen mit dem Speicher geschehen, damit dieser einfach genutzt werden kann. Statt das im Kernel umzusetzen, hat Anholt den Code zunächst in Mesa verschoben, um die Zeit für einen Testdurchlauf von vorher etwa 10 Minuten auf nun nur noch 15 Sekunden zu reduzieren.

Noch fehlen Validierungen dafür, um zu prüfen, ob die Texturen keinen Speicher außerhalb ihrer Grenzen belegen oder darauf zugreifen. Diese Überprüfungen fehlten außerdem noch für eine Vielzahl weiterer Zeiger und der gesamte Code müsse schließlich wieder in den Kernel eingepflegt werden und die einzelnen Funktionen und deren Werte vorher noch einer Plausibilitätsprüfung unterzogen werden. Sobald dies aber geschehen sei, könne Anholt damit beginnen, die neue 2D-Beschleunigung des X.org X-Servers, Glamor, "auf dem Pi zum Laufen zu bekommen".

Dank der Zusammenarbeit mit der Raspberry-Pi-Foundation und wohl auch auf Druck der Community des millionenfach verkauften Minirechners hat Broadcom im Frühjahr dieses Jahres bereits Dokumentationen und auch Quellcode zur Grafik des Raspberry Pi veröffentlicht. Dieser Treiber nutzt aber auch Binärcode und ist nur sehr schwer in den Standard-Linux-Stack integrierbar. Mit der Arbeit von Anholt für Broadcom soll ein MIT-lizenzierter Mesa- und Linux-DRM-Treiber erarbeitet werden. Mit diesem ließen sich dann wahrscheinlich weitere Funktionen für das Raspberry Pi umsetzen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. 83,90€
  3. (u. a. Ryzen 5-2600X für 184,90€ oder Sapphire Radeon RX 570 Pulse für 149,00€)

nille02 25. Jul 2014

Das SoC verkauft dich hervorragend, da ist es nie zu spät dafür. Man kann auf Basis...


Folgen Sie uns
       


Workers Resources Soviet Republic - Test

Wem Aufbaustrategiespiele wie Anno oder Sim City zu einfach sind, sollte Workers & Resources: Soviet Republic ausprobieren. Das Spiel ist Wirtschaftssimulation und Verkehrsmanager in einem.

Workers Resources Soviet Republic - Test Video aufrufen
LTE-V2X vs. WLAN 802.11p: Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?
LTE-V2X vs. WLAN 802.11p
Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?

Trotz langjähriger Verhandlungen haben die EU-Mitgliedstaaten die Pläne für ein vernetztes Fahren auf EU-Ebene vorläufig gestoppt. Golem.de hat nachgefragt, ob LTE-V2X bei direkter Kommunikation wirklich besser und billiger als WLAN sei.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Vernetztes Fahren Lobbyschlacht um WLAN und 5G in Europa
  2. Gefahrenwarnungen EU setzt bei vernetztem Fahren weiter auf WLAN

Zulassung autonomer Autos: Der Mensch fährt besser als gedacht
Zulassung autonomer Autos
Der Mensch fährt besser als gedacht

Mehrere Jahre haben Wissenschaftler und Autokonzerne an Testverfahren für einen Autobahnpiloten geforscht. Die Ergebnisse sprechen für den umfangreichen Einsatz von Simulation. Und gegen den schnellen Einsatz der Technik.
Von Friedhelm Greis

  1. Autonomes Fahren US-Post testet Überlandfahrten ohne Fahrer
  2. Mercedes-Sicherheitsstudie Wenn das Warndreieck autonom aus dem Auto fährt
  3. Einride T-Pod Autonomer Lkw fährt in Schweden Waren aus

Homeoffice: Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst
Homeoffice
Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst

Homeoffice verspricht Freiheit und Flexibilität für die Mitarbeiter und Effizienzsteigerung fürs Unternehmen - und die IT-Branche ist dafür bestens geeignet. Doch der reine Online-Kontakt bringt auch Probleme mit sich.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

  1. Bundesagentur für Arbeit Informatikjobs bleiben 132 Tage unbesetzt
  2. IT-Headhunter ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht
  3. IT-Berufe Bin ich Freiberufler oder Gewerbetreibender?

    •  /