Eric Anholt: Grafik-Entwickler des Raspberry Pi geht zu Google

Nahezu im Alleingang hat der Linux-Entwickler Eric Anholt bisher den freien Grafiktreiber des Raspberry Pi erstellt. Der Entwickler wechselt nun zu Google und kümmert sich dort um den Freedreno-Treiber.

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Die Arbeit am Raspberry Pi muss künftig ohne Eric Anholt auskommen.
Die Arbeit am Raspberry Pi muss künftig ohne Eric Anholt auskommen. (Bild: Raspberry Pi Foundation)

Der Linux-Grafiktreiberentwickler Eric Anholt arbeitet künftig für Google, wie er in seinem Blog schreibt. Rund fünf Jahre lang arbeitete Anholt bei Broadcom am freien Grafiktreiber für die Chips der verschiedenen Varianten des Raspberry Pi. Zuletzt daraus entstanden ist der V3D-Treiber als OpenGLES-Treiber für den aktuellen Raspberry Pi 4, der seit wenigen Wochen verfügbar ist.

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Er sei sehr stolz auf die von ihm geleistete Arbeit, schreibt Anholt. Alleine habe er an den Treibern für V3D und VC4 für ältere Modelle des Kleinrechners gearbeitet sowie Bugs im X-Server behoben und auch an den Kernel-Treibern gearbeitet. Auch wenn er nicht alles geschafft habe umzusetzen, zeige dies dennoch, wie produktiv Grafiktreiberentwickler mit Hilfe der Bibliothek Mesa sein könnten. Dem Treiber fehlt derzeit etwa noch die volle Unterstützung für OpenGLES 3.2.

Seine Hauptaufgabe bei Google wird laut Anholt das Freedreno-Treiberprojekt, das einen freien Treiber für die Adreno-GPUs der Snapdragon-Chips von Qualcomm erstellt. Er wird bei Google Teil des Chrome-OS-Grafikteams. Das Unternehmen hat vor rund eineinhalb Jahren angekündigt, den Freedreno-Treiber in den Hauptzweig von Linux zu integrieren. Möglicherweise geschieht dies für ein kommendes Chromebook; diese Annahme stützt die Ankündigung von Anholt.

Die Arbeit an dem V3D-Treiber für den Raspberry Pi 4 sollen die Linux-Spezialisten von Igalia übernehmen. Für den Display-Teil des Treibers übernehmen die Entwickler von Bootlin die bisherige Arbeit Anholts. Die Zukunft der freien Grafikunterstützung des Raspberry Pi sehe also gut aus, auch wenn er das Projekt nicht mehr selbst voranbringe, schreibt Anholt.

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