Erfolgreiche Generalprobe: Artemis II startet frühestens im März 2026

Die Generalprobe der Mondmission Artemis II ist am frühen Dienstagmorgen (3. Februar 2026) erfolgreich abgeschlossen worden. Dabei wurde die Mondrakete SLS (Space Launch System) probeweise auf der Startrampe betankt und anschließend wieder entleert – wobei es jedoch zu einem Problem kam. Die Verantwortlichen der US-Raumfahrtbehörde Nasa entschlossen sich daher dazu, den Raketenstart zu verschieben(öffnet im neuen Fenster) .
"Die Ingenieure meisterten während des zweitägigen Tests mehrere Herausforderungen und erreichten viele der geplanten Ziele" , teilte die Nasa mit. Jetzt folge die Auswertung der Daten. Damit das Missionsteam genügend Zeit dafür habe und eine zweite Generalprobe (Wet-Dress-Rehearsal) ohne extra Zeitdruck durchführen könne, entschied die Nasa, die Starttermine im Februar 2026 komplett entfallen zu lassen – und nicht nur auf einen Ausweichtermin im Februar auszuweichen .
Artemis II hebt frühestens im März 2026 ab
Die Raumfahrtbehörde werde "nun März als frühmögliche Startgelegenheit für den Flugtest anstreben" , hieß es in einem Nasa-Blogeintrag. Artemis II wird nicht vor dem 7. März 2026 um 2:29 Uhr MEZ (6. März, 20:29 EST) zum Mond aufbrechen. Damit gibt es für dieses Jahr noch elf mögliche Starttermine – zumindest laut aktueller Planung.
Die Besatzung darf daher die Quarantäne in Houston im US-Bundesstaat Texas wieder verlassen und muss zwei Wochen vor dem Start zurückkehren. Wenige Tage vor dem Starttermin wird die vierköpfige Crew dann nach Florida zum Weltraumbahnhof Cape Canaveral reisen.
Probleme bei der Generalprobe
Während des Tankvorgangs verbrachten Ingenieure mehrere Stunden damit, ein flüssiges Wasserstoffleck in einer Schnittstelle zu beheben, die dazu diente, den kryogenen Treibstoff in die Kernstufe der Rakete zu leiten. Dadurch verschob sich der Countdown-Testdurchlauf. Um den Fluss von flüssigem Wasserstoff in die Kernstufe zu stoppen, erwärmte das Team die Schnittstelle. Dadurch konnten sie die Dichtung wieder einsetzen und den Zufluss des Treibstoffs anpassen. Die Tanks der Kernstufe sowie der Zwischenstufe der kryogenen Antriebsphase konnten betankt werden.
Anschließend wurde ein Team von fünf Personen zur Startrampe geschickt, um die Orion-Abschlussoperationen abzuschließen. Die Ingenieure führten während des Tests einen ersten Countdown-Lauf durch und zählten auf etwa fünf Minuten herunter, bevor der Bodenstartsequenzer den Countdown automatisch stoppte, da die Flüssigkeitswasserstoff-Leckrate anstieg.
Zusätzlich zum flüssigen Wasserstoffleck musste ein Ventil, das mit der Luke des Orion-Besatzungsmoduls zusammenhängt, neu verdreht werden. Dieses Ventil wurde laut der Nasa anscheinend kürzlich erst ausgetauscht.
Wintereinbruch in Florida
Trotz des Winterwetters, das mehrere Kameras und andere Ausrüstungsgegenstände beeinträchtigte, konnte die Generalprobe durchgeführt werden. Zudem behoben die Nasa-Ingenieure in den vergangenen Wochen Ausfälle von Audiokommunikationskanälen zwischen den Bodenteams. Der Kälteeinbruch im Februar hätte damit ein zusätzliches Problem für den eigentlich angestrebten Starttag bedeutet.
Bis März werden die Teams die Testdaten vollständig prüfen, Probleme zu lösen versuchen und vor der Festlegung eines offiziellen Starttermins wieder mit den Tests beginnen. Die Sicherheit der Besatzung bleibt oberste Priorität. Die Nasa stand zuvor bereits wegen der Probleme mit dem Hitzeschild in der Kritik.



