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Cloud-Service für Erddaten

Dass Google Skybox Imaging gekauft hat, um künftig sein Angebot von Google Earth selbst zu füllen, ist unwahrscheinlich. Dessen Bilder stammen zum Großteil von dem US-Unternehmen Digitalglobe. Das werde auch so bleiben, sagte ein Vertreter von European Space Imaging Golem.de. Das in München ansässige Unternehmen ist Vertriebspartner für Skybox Imaging für Europa sowie den Nahen und Mittleren Osten. Google werde trotz des Kaufs von Skybox Imaging "auch weiterhin die sonstigen verfügbaren Satellitendaten zusätzlich für seine Anwendungen nutzen und einkaufen müssen."

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Digitalglobe wird künftig noch höher aufgelöste Aufnahmen anbieten können: Der Anbieter von Satellitenbildern will demnächst den Satelliten Worldview-3 ins All schießen, der panchromatische Bilder mit einer Auflösung von 31 Zentimetern und multispektrale Bilder mit einer Auflösung von 1,24 Metern aufnehmen soll.

Satellit startet im August

Worldview-3 soll laut Digitalglobe am 13. oder 14. August vom Luftwaffenstützpunkt Vandenberg im US-Bundesstaat Kalifornien aus ins All geschossen werden. Etwa ein halbes Jahr später soll er einsatzbereit sein.

Möglich ist das, weil das US-Handelsministerium (US Department of Commerce) in der vergangenen Woche eine Regelung aus dem Jahr 2000 aufgehoben hat, nach der Satellitenbilder mit einer Auflösung von weniger als 50 Zentimetern nur an die US-Regierung, nicht aber an zivile Kunden verkauft werden dürfen.

Bilder nicht nur für die Regierung

Digitalglobe hatte auf ein Ende dieser Einschränkung gedrängt. Zwar ist die US-Regierung der wichtigste Abnehmer von Digitalglobes Satellitenbildern. Doch das Unternehmen hat eben auch private Kunden wie Google, denen es die hochaufgelösten Bilder aus dem Orbit verkaufen will.

Ob Skybox Imaging künftig auch Fotos mit einer Auflösung von 50 Zentimetern und mehr anbieten werde, sei noch nicht abzusehen, sagt der European-Space-Imaging-Mitarbeiter. Das hänge von Googles langfristiger Planung ab. Zunächst konzentriere sich Skybox Imaging darauf, die komplette Konstellation in den Orbit zu bekommen. Skybox dürfte auch deshalb vorerst kein Druckmittel Googles für bessere Konditionen bei Digitalglobe sein.

Aufbereitete Erddaten

Das US-Magazin The Atlantic spekuliert deshalb über ein anderes Motiv: Skybox Imaging bietet nicht einfach nur Satellitenbilder an, sondern bereitet diese auf - mit Daten aus einer riesigen Datenbank, die das Unternehmen aufgebaut hat. Darin sind Bilder anderer Satelliten, Luftbilder oder Wetterdaten gespeichert, um Kunden bearbeitete Daten liefern zu können, beispielsweise Bilder, die nicht nur einen aktuellen Zustand, sondern eine Entwicklung zeigen.

Skybox Imaging baue einen Cloud-Service für Erddaten auf, erklärt das Magazin. Beim Cloud-Computing sei Google aber weit hinter Konkurrent Amazon zurück. Mit dem Kauf des Erdbeobachtungsunternehmens bekomme Google einen führenden Cloud-Dienst in einem Geschäftsfeld, der sich gerade erst entwickle.

 Erdbeobachtung: Google hält Ausschau nach der Wolke
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lx200 20. Jun 2014

Aktuelle Verkehrsdaten für maps und damit auch für Roboterautos sind doch ein Traum für...

fastmouse 20. Jun 2014

Ich seh schon den Trend kommen, die Dächer als Werbefläche zu nutzen. Bin sicher nicht...

1st1 20. Jun 2014

Das ist nicht viel, um Personen damit auszumachen reicht das nicht. Da ist DigitalGlobe...

Alexspeed 20. Jun 2014

"Wissen ist Macht" und das weiß Google genau. Also umso mehr Wissen man sich anhäuft...


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