Unterseekabel als Sensoren

Das hat Zhan zusammen mit Google und der Universität L'Aquila in Italien an dem von Google verlegten Kabel Curie demonstriert. Allerdings ist DAS nur bis auf Entfernungen von 100 Kilometern einsetzbar.

Das Team um Zhan nutzte laut einem Aufsatz in Science statt dessen die Polarisation des Lichts, um Veränderungen den Glasfasern zu erkennen. Damit konnten sie an dem 10.000 Kilometer langen Kabel zwischen Dezember 2019 und September 2020 zwanzig Erdbeben ab einer mittleren Stärke nachweisen, darunter ein starkes Beben nahe Oaxaca in Mexiko.

Nachteil dieser Technik ist die fehlende räumliche Auflösung: Damit lässt sich zwar ein Erdbeben erfassen, aber nicht der Ort, wo es stattgefunden hat. Das soll eine andere Technik ermöglichen: Dafür werden die Repeater genutzt, die ohnehin in den Glasfaserkabeln zur Signalverstärkung integriert sind und die einen Teil des empfangenen Lichts zurücksenden.

So lassen sich Veränderungen in den Segmenten des Kabels erfassen. Bei einem Test in einem Transatlantik-Kabel konnte ein Team vom britischen National Physical Laboratory verschiedene Erdbeben erfassen, unter anderem eines in Indonesien, berichteten die Forscher um Giuseppe Marra in der Fachzeitschrift Science.

"Eine Methode allein wird nicht alle Fragen beantworten können, die wir haben", sagt Jousset. "Es ist eine Kombination von Techniken, die helfen können, Prozesse besser zu verstehen. Wir wollen eine Art Modell entwickeln, wie es funktioniert. Wenn wir ein Modell haben, das in verschiedenen Fällen reproduzierbar ist, können wir vielleicht voraussagen, was passiert. Aber so weit sind wir noch nicht."

Aktuell gibt es also noch kein Früherkennungssystem für Erdbeben und Vulkanausbrüche. Aber, sagt Jousset: "Ich würde sagen: Wir arbeiten daran."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Dark Fibers für die Wissenschaft
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Whistleblower
Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen

Wieder hat sich in den USA ein ehemals hochrangiger Militär und Beamter über Kontakte mit Aliens geäußert.

Whistleblower: Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen
Artikel
  1. Schadstoffnorm 7: Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos
    Schadstoffnorm 7
    Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos

    Die neue Euronorm 7 legt nicht nur Grenzwerte für Bremsen- und Reifenabrieb fest, sondern auch Mindestanforderungen für Akkus.

  2. Ramjet: General Electric testet Hyperschalltriebwerk
    Ramjet
    General Electric testet Hyperschalltriebwerk

    Das Triebwerk soll Flüge mit Mach 5 ermöglichen.

  3. Elektroautos: Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie
    Elektroautos
    Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie

    Nach dem abrupten Aus der staatlichen Förderung springen erste Hersteller von Elektroautos ein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /