Erasure Coding: Das Ende von Raid kommt durch Mathematik

In vielen Anwendungsszenarien sind Raid-Systeme mittlerweile nicht mehr die optimale Lösung. Zu langsam und starr sind sie. Abhilfe schaffen können mathematische Verfahren wie Erasure Coding. Noch existieren für beide Techniken Anwendungsgebiete. Am Ende wird Raid aber wohl verschwinden.

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Erasure Coding skaliert mit vielen Laufwerken gut.
Erasure Coding skaliert mit vielen Laufwerken gut. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)

Wenn es um Datensicherheit und Redundanz geht, denken viele IT-affine Menschen direkt an Raid. Das Redundant Array of Independent Disks ist bereits seit langer Zeit ein Quasistandard für NAS-Systeme und File-Server. Raid 1, Raid 5 und Raid nutzen ein oder mehrere physische Laufwerke als Rückfallebene, sollte ein Gerät ausfallen. Das Problem: Fallen mehrere Platten gleichzeitig aus, können Daten schnell verloren gehen oder müssen zeitintensiv aus einem früheren Backup wiederhergestellt werden. Eine Alternative ist die Fehlerkorrektur durch Erasure Coding, die von einigen mittlerweile teils als Ablösung von Raid gesehen wird. Dabei ist das Verfahren genauso alt, wenn nicht sogar älter.


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