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Eracing Simulator im Hands on: Razers Renn-Simulator bringt uns zum Schwitzen

Razers Eracing Simulator soll dank mehrerer Motoren, einer 128-Zoll-Leinwand und eines Lenkrads samt Pedalen ein realistisches Renngefühl vermitteln. Wir haben den Konzept-Stuhl ausprobiert: Die Immersion ist beeindruckend, das Fahren auf Dauer fordernd.

Ein Hands on von veröffentlicht am
Der Eracing Simulator von Razer
Der Eracing Simulator von Razer (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Razer zeigt auf der CES 2020 seinen Eracing Simulator, den Prototyp eines Rennspielsimulators. Das Gerät trägt den Zusatz Simulator zu Recht im Namen: Es ist mehr als ein Gaming-Stuhl mit Lenkrad davor, sondern soll das Spielen von Racing-Games möglichst realistisch wiedergeben. Golem.de hat den Stuhl ausprobiert - und wir müssen zugeben, dass wir nach drei Runden auf der Strecke ziemlich ausgepowert waren.

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Der Eracing Simulator besteht aus einem Rennsitz, einem Lenkrad aus Karbonfaser mit frei programmierbaren Buttons, drei Pedalen und einer 128 Zoll großen Leinwand, die an einem massiven Metallrahmen angebracht ist. Auf die Leinwand werden Spieleinhalte mittels zweier Full-HD-Beamer projiziert, die hinter dem Spieler am Rahmen angebracht sind. Wir haben das Spiel Project Cars gespielt, für das der Eracing Simulator optimiert ist.

Der Stuhl befindet sich auf einer motorisierten Plattform, die ihn über zwei Motoren am hinteren Teil auf und ab bewegen kann. Die Fahrdynamik soll vermittelt werden, indem der Stuhl in Kurven zur Seite geneigt wird oder bei Bremsmanövern den kompletten hinteren Teil nach oben drückt. Das funktioniert in der Praxis sehr gut: Wir haben beim Fahren tatsächlich das Gefühl, die unterschiedlichen Bewegungen zu spüren.

Realistisches Fahrverhalten

Das geht über bloßes Neigen hinaus: Durch präzise eingesetzte Vibrationen spüren wir förmlich die Belastungen, die auf das Auto einwirken, wenn wir beispielsweise zu spät und abrupt vor einer Kurve abgebremst haben. Wenn das Heck etwas ausbricht, merken wir auch das. Unterstützt wird der Eindruck durch den cleveren Einsatz der Gurte.

Spieler werden in Razers Eracing Simulator über ein Renngurtsystem angeschnallt, das neben einem Bauchgurt auch über zwei Schultergurte verfügt. Diese werden fest angezogen und sind in der Bodenplatte des Systems verankert - nicht am beweglichen Stuhl selbst. Das führt dazu, dass sich die Gurte bei bestimmten Bewegungen des Stuhls straffen, etwa, wenn wir bremsen. Das verstärkt die Illusion von G-Kräften und funktioniert sehr gut.

Das Sichtfeld beträgt 202 Grad und ist damit weitaus großer als beim Spielen über einen Monitor. Wir können nicht nur auf die Fahrbahn vor uns schauen, sondern auch Teile der Seitenfenster einsehen. Das führt zu einer verstärkten Immersion. Dass das Bild auf eine Leinwand projiziert wird, kann in bestimmten Situationen von Nachteil sein: Die Umgebungsbeleuchtung beispielsweise sollte entsprechend heruntergedreht werden. Auf der CES war das nicht der Fall, was zu einem etwas flauen, kontrastarmen Bild geführt hat.

  • Razer zeigt auf der CES 2020 einen Eracing Simulator. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Lenkrad ist kohlenstofffaserverstärkt und verfügt über zahlreiche programmierbare Buttons. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Pedale sind wie bei einem Rennwagen eher fest. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Bild wird auf eine 128-Zoll-Leinwand geworfen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Eracing Simulator ist eine recht große Konstruktion. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Stuhl wird über in der Bodenplatte eingebaute Motoren bewegt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf dem Stuhl sitzen wir fest, aber bequem. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Eracing Simulator von der Rückseite. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Andrang beim Eracing Simulator auf der CES 2020 war groß. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Razer zeigt auf der CES 2020 einen Eracing Simulator. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Der Rennstuhl stützt uns während der Fahrt gut ab, ist dabei aber nicht unbequem. Die Pedale und das Lenkrad lassen sich wie bei einem Rennwagen nicht allzu leicht bewegen; es ist ein gewisser Kraftaufwand nötig, um das virtuelle Fahrzeug über die Strecke zu steuern. Das führt dazu, dass wir nach gut fünf Minuten durchaus angestrengt aus dem Simulator steigen - für die Immersion ist das aber natürlich notwendig.

Der Sound kommt in unserem Fall aus vier Boxen, die vor uns hinter der Leinwand stehen. Die Lautsprecher sind nicht direkt in den Simulator integriert, was eine gewisse Freiheit bei der Wahl ihrer Anzahl bietet. Mit den passenden Boxen ist auch ein Surround-Sound möglich.

Fazit

Der Eracing Simulator von Razer ist ein beeindruckender Rennsimulator, der dank der verbauten Motoren und des breiten Sichtfeldes ein Autorennen überzeugend wiedergibt. Wir werden während unserer Fahrt in die Kurve gelegt, spüren die Bremskräfte und werden vom Motorenklang eingehüllt.

Besonders der Kniff mit den Gurten ist Razer gut gelungen: Da sich diese bei bestimmten Manövern straffen und wieder lockern, haben wir noch mehr das Gefühl, dass tatsächlich G-Kräfte auf uns wirken - was natürlich in der Realität nicht der Fall ist. Trotzdem ist das Fahren auf Dauer durchaus anstrengend.

Für den Heimgebrauch ist der Eracing Simulator aber leider nicht gedacht: Razer hat das Gerät entwickelt, um E-Sport-Teams eine Trainingsmöglichkeit zu geben. Zudem plant der Hersteller, den Simulator in Turnieren zu verwenden. Für zuhause wäre die Konstruktion insgesamt aber auch viel zu groß.

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Allesschonvergeben 11. Jan 2020 / Themenstart

Ich konnte bei der PS4 VR maximal 40 Min spielen bis ich aufhören musste und dann ca 2...

sbtm 10. Jan 2020 / Themenstart

Welches FOV fahren die eigentlich dann mit der Leinwandgröße? Razer hätte hier voll auf...

DaveAllen 10. Jan 2020 / Themenstart

Wir haben zzu zweit mal angefangen, aber wir kommen nur langsam voran. Ich kann hier...

XxXXXxxXxx 10. Jan 2020 / Themenstart

Garantiert Nichts von VW + wenn Du Dich ernsthaft (im Grenzbereich) auf der Rennstrecke...

Dwalinn 10. Jan 2020 / Themenstart

Stimmt, daran hatte ich im ersten Moment garnicht gedacht.

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