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Equium: Wärmepumpe erreicht höhere Temperaturen ohne Kältemittel

Eine neuartige Wärmepumpe soll mit Lautsprechern funktionieren. Sie verspricht mehr Wärme ohne die Verwendung von Kältemittel.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Die akustische Wärmepumpe von Equium. (Bild: Equium)

"Herkömmliche Wärmepumpen verwenden Kältemittel mit einer Temperaturphase. Sie haben eine Temperaturgrenze, bei der das Kältemittel von der flüssigen in die gasförmige Phase übergeht", erklärt Philippe Loyer. Er ist Produktmanager bei Equium. Das französische Start-up-Unternehmen hat dagegen eine neuartige Wärmepumpe entwickelt, die heiße und kalte Luft mit akustischen Wellen erzeugen kann. Dadurch soll ihre Entwicklung eine höhere Temperatur als bestehende Wärmepumpen erreichen - ohne dafür Kältemittel zu verwenden.

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Stattdessen benutzen sie einen an den Stromkreislauf angeschlossenen Lautsprecher einer HiFi-Anlage. Dieser befindet sich in einem geschlossenen, mit Helium gefüllten Behälter. Die erzeugten Schallwellen haben einen Druck von 30 bar. "Die akustische Welle verrichtet die Arbeit der Kompression und Ausdehnung des Gases, wodurch Wärme bzw. Kälte erzeugt wird", so Loyer. Der Kern der Wärmepumpe ist mit Wasser gefüllt, das diese Wärme aufnimmt oder abgibt.

Angeblich höhere Temperaturen erreichbar

Die Pumpe kann angeblich Brauchwasser mit einer Temperatur von bis zu 80 Grad Celsius erzeugen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Pumpen kann die HiFi-Anlagen-Wärmepumpe sehr hohe oder niedrige Temperaturen erreichen: "In unserem Kern bleibt das Helium in Gasform. Da Helium bis -200 Grad Celsius gasförmig bleibt, können wir in unserem Wärmepumpenkern höhere Temperaturen [als mit herkömmlichen Wärmepumpen] erreichen."

Sie soll laut Loyer mit allen externen Wärmequellen einschließlich Luftquellen von -15 bis 50 Grad Celsius funktionieren. Sie kann auch mit einem Ventilator ausgestattet und als Luftwärmepumpe eingesetzt werden.

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Lautstärke doch ganz leise

Pro verbrauchtes Kilowatt Strom erzeugt sie drei bis vier Kilowatt Wärme. Das Unternehmen will die Pumpe weiterhin verbessern, damit sie acht bis zehn Kilowatt an Wärmeleistung erreichen kann. "Die Leistungsregelung einer klassischen Wärmepumpe ist sehr energieaufwendig. Bei unserem akustischen System ist die Regelung sehr einfach: Wenn man weniger Leistung benötigt, kann man einfach die Lautstärke des Hi-Fi-Lautsprechers verringern", so der Produktmanager.

Das klingt erst mal nach einer dauerlauten Sache, doch das Unternehmen verspricht, dass der Geräuschpegel angeblich unter 30 Dezibel liegt und somit einem Flüstern entspricht. Der Schall soll innerhalb des Kerns bleiben. Ende 2023 soll die Markteinführung sein. Ob da wohl der Rabatt für Wärmepumpen greift, den Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) für die Energiepreisbremsen fordert?

Im Video finden Sie noch einen TedX-Talk vom Equuium-CEO Cédric François. Dieser ist aber auf Französisch. Auf YouTube können Sie eine automatische Übersetzung des Untertitels aktivieren.