Abo
  • Services:

Equation Group: Neue Beweise deuten auf NSA-Beteiligung an Malware hin

Es ist nur ein Stichwort, gefunden in dem Code der Spionagesoftware der Equation Group. Es deutet aber auf eine Beteiligung der NSA hin.

Artikel veröffentlicht am ,
Stealthfighter ist einer der Begriffe, die Kaspersky im Code der Equation Group entdeckt hat, und die auf eine Beteiligung der NSA hindeuten.
Stealthfighter ist einer der Begriffe, die Kaspersky im Code der Equation Group entdeckt hat, und die auf eine Beteiligung der NSA hindeuten. (Bild: Kaspersky)

Kaspersky hält sich mit einer eindeutigen Zuweisung bislang noch zurück. Jetzt hat das IT-Sicherheitsunternehmen den Begriff BACKSNARF_AB25 im Code eines der Malware-Programme entdeckt, die von der Equation Group stammen. Der Begriff taucht auch auf Seite 19 in einem Dokument der NSA auf, das aus dem Snowden-Fundus stammt. Ein Zufall ist das wohl nicht.

Stellenmarkt
  1. arvato BERTELSMANN, Gütersloh
  2. MULTIVAC Sepp Haggenmüller SE & Co. KG, Wolfertschwenden Raum Memmingen

Der Begriff wurde in der Malware Equationdrug verwendet. So nennt Kaspersky eine der Komponenten der Malware-Sammlung, die der bislang unbekannten Equation Group zugeordnet wird. Backsnarf reiht sich in weitere Begriffe ein, die Kaspersky im Malwarecode entdeckt hat und die in direktem Zusammenhang mit der NSA gebraucht werden.

Staatlich geförderte Malware

Der IT-Sicherheitsdienstleister betont, dass es sich bei Equation Drug um eine ganze Softwareplattform für Spionage handelt, mit dem spezifische Module auf Rechner installiert und gesteuert werden können. Es sollen bis zu 115 sein. Equation Drug sei damit zwar vergleichbar mit Regin oder Epic Turla, im Vergleich dazu aber weitaus komplexer und ausgereifter. Deshalb zog das Unternehmen bereits in seiner ersten Analyse zu der Equation Group den Schluss, dass die Software nur von staatlicher Seite entwickelt worden sein könnte.

Anhand der verwendeten Exploits schlussfolgerte Kaspersky bereits, dass die Equation Group mit anderen Gruppen interagiert, die hinter den Trojanern Stuxnet und Flame stecken. Offenbar nahm die Equation Group aber dabei eine führende Rolle ein, denn die in Stuxnet verwendeten Exploits wurden bereits zu einem früheren Zeitpunkt in deren Malware verwendet, wie Kaspersky berichtet. Auch das deute auf eine staatlich geförderte Gruppe hin. Ein weiteres Detail aus dem jüngsten Blogpost: Die Equation Group arbeite meist an Werktagen zwischen 9 und 18 Uhr und nur ganz selten am Wochenende.

Bereits bekannte Angriffe

Auch wenn inzwischen vieles darauf hindeutet, dass es sich dabei um die Spezialeinheit Tailored Access Operations (TAO) der NSA handelt, ein endgültiger Beweis ist das nicht. Denn Malware, wie etwa das von der Equation Group verwendete Modul mit der Datei nls_933w.dll, mit dem die Firmware von Festplatten manipuliert werden kann, haben bereits andere entdeckt und darüber berichtet - etwa der Hacker Travis Goodspeed, der mit einer Gruppe von acht weiteren Hackern einen ähnlichen Angriff bereits 2014 beschrieb. In der Veröffentlichung von Goodspeed und seinen Kollegen heißt es, nicht nur staatliche Organisationen könnten solche Spionageprogramme entwickeln, sondern auch "finanziell mittelmäßig ausgestattete Kriminelle".



Anzeige
Top-Angebote
  1. 6,49€
  2. 219€ (Vergleichspreis 251€)
  3. 19,89€ inkl. Versand (Vergleichspreis ca. 30€)

igor37 11. Mär 2015

Im Vergleich zu den "Beweisen" des FBI ist das doch ziemlich hieb- und stichfest.

Leo K. 11. Mär 2015

Ctrl-F nsa ;-)

flurreh 11. Mär 2015

dass es klar sein sollte, wer hinter der "Equation Group" steckt. Da hat er sich selber...


Folgen Sie uns
       


Samsung Flip - Test

Das Samsung Flip ist ein Smartboard, das auf eingängige Weise Präsentationen oder Meetings im Konferenzraum ermöglicht. Auf dem 55 Zoll großen Bildschirm lässt es sich schreiben oder zeichnen - doch erst, wenn wir ein externes Gerät daran anschließen, entfaltet es sein komplettes Potenzial.

Samsung Flip - Test Video aufrufen
Krankenversicherung: Der Papierkrieg geht weiter
Krankenversicherung
Der Papierkrieg geht weiter

Die Krankenversicherung der Zukunft wird digital und direkt, aber eine tiefgreifende Disruption des Gesundheitswesens à la Amazon wird in Deutschland wohl ausbleiben. Die Beharrungskräfte sind zu groß.
Eine Analyse von Daniel Fallenstein

  1. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche
  2. Medizintechnik Implantat wird per Ultraschall programmiert
  3. Telemedizin Neue Patienten für die Onlinepraxis

Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nutzungsrechte Einbetten von Fotos muss nicht verhindert werden
  2. Bundesnetzagentur UKW-Abschaltung abgewendet
  3. Drupalgeddon 2 115.000 Webseiten mit Drupallücken übernommen

Automatisiertes Fahren: Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau
Automatisiertes Fahren
Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau

Der Staupilot im neuen Audi A8 soll der erste Schritt auf dem Weg zum hochautomatisierten Fahren sein. Doch die Verhandlungen darüber, was solche Autos können müssen, sind sehr kompliziert. Und die Tests stellen Audi vor große Herausforderungen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Nach tödlichem Unfall Uber entlässt 100 Testfahrer für autonome Autos
  2. Autonomes Fahren Daimler und Bosch testen fahrerlose Flotte im Silicon Valley
  3. Kooperationen vereinbart Deutschland setzt beim Auto der Zukunft auf China

    •  /