Abo
  • Services:
Anzeige
Der Trojaner Fanny der Equation Group nistet sich in der Firmware von USB-Sticks ein.
Der Trojaner Fanny der Equation Group nistet sich in der Firmware von USB-Sticks ein. (Bild: Kaspersky)

Equation Group: Der Spionage-Ring aus Malware

Der Trojaner Fanny der Equation Group nistet sich in der Firmware von USB-Sticks ein.
Der Trojaner Fanny der Equation Group nistet sich in der Firmware von USB-Sticks ein. (Bild: Kaspersky)

Fanny, Greyfish oder Equationlaser: So heißen mehr als ein halbes Dutzend Trojaner, mit denen seit mehreren Jahren weltweit Regierungen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen ausspioniert werden. Verbreitet und gesteuert werden sie offenbar von einer Gruppe - der Equation Group.

Anzeige

Seit 2001 ist sie aktiv: die vom russischen IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky benannte Gruppe Equation Group. Sie verwendet ein ganzes Arsenal an Malware und Trojanern, mit denen sie Festplatten infiziert oder versucht, geschlossene Systeme auszuspionieren. Bei seiner Analyse mehrerer Malware-Proben hat Kaspersky Gemeinsamkeiten entdeckt, aus denen das Unternehmen schließt, dass die Equation Group dahintersteckt.

  • Fanny infiziert USB-Sticks. (Bilder: Kaspersky)
  • Greyfish infiziert die Firmware von Festplatten.
  • Die von der Equation Group verwendete Malware
  • Seit mehr als zehn Jahren entwickelt die Gruppe immer ausgereiftere Spionagesoftware.
  • Der Entwicklungszyklus einer Malware
  • Fanny wird verwendet, um abgetrennte Netzwerke auszuspionieren.
  • Die Weltkarte zeigt die Verbreitung der Malware der Equation Group.
  • Die Architektur der Malware Greyfish
Die Weltkarte zeigt die Verbreitung der Malware der Equation Group.

Die Gruppe sei ein "Bedrohungsakteur, der hinsichtlich technischer Komplexität und Raffinesse alles bisher Bekannte in den Schatten stellt", heißt es bei Kaspersky. Sie setze sehr komplizierte Werkzeuge ein, die kostenintensiv entwickelt seien. Ihre Aktionen verberge sie auf außergewöhnlich professionelle Weise. Wegen der verwendeten Verschlüsselung gab Kaspersky der Gruppe den Namen Equation Group.

Command-and-Control-Server in aller Welt

Die Aktivitäten der verwendeten Command-and-Control-Server (C&C-Server) seien bisweilen aber bis 1996 zurückzuverfolgen. Es handelt sich wohl um eine ganze C&C-Infrastruktur mit mehr als 300 Domains und über 100 Server in mehreren Ländern, darunter auch in Deutschland, den USA, Großbritannien, Italien und den Niederlanden. Kaspersky hat auch Server in Panama, Costa Rica, Malaysia oder Kolumbien gefunden.

Auffallend ist die von Kaspersky veröffentlichte weltweite Karte der infizierten Opfer. Länder mit einer hohen Infektionsrate liegen fast ausschließlich in Asien. Die meisten verzeichnet die Karte im Iran, gefolgt von Russland und Pakistan. Zu den dortigen Opfern gehören Militär- und Regierungseinrichtungen, Telekommunikationsunternehmen und Finanzinstitute. Zu den Ländern mit einer mittleren Infektionsrate zählen zahlreiche arabische und afrikanische Staaten, aber auch Großbritannien und Mexiko. Auch in Deutschland werden Infektionen registriert, allen voran bei Telekommunikationsunternehmen. In den USA sind laut Kaspersky vor allem islamische Aktivisten und Gelehrte betroffen.

Zero-Days und weitere Exploits

Beispielhaft für einen Infektionsweg nennt Kaspersky den Besuch eines polnischen Wissenschaftlers auf einer Konferenz in Houston im US-Bundesstaat Texas. Nach der Konferenz wurde ihm eine CD-ROM mit dort aufgenommenen Fotos zugesandt, die mit Malware infiziert war.

Die Malware versuchte, über mehrere, damals noch funktionierende Exploits die Rechner ihrer Opfer zu infizieren. Bei mindestens vier davon handele es sich um Zero-Day-Lücken. Mindestens vier davon griffen den Firefox-Browser in Version 17 an, der auch im Tor-Browser-Bundle verwendet wurde. Die meisten Proben versuchten es mit drei Exploits.

Exploits wurden später in Stuxnet verwendet 

eye home zur Startseite
TheUnichi 25. Feb 2015

Habe ich. Stammtischgelaber... Doch, es gibt genug Gründe, wie z.B. sein eigenes...

Bouncy 18. Feb 2015

Bei mir schon, vor allem in den Bildergalerien nervt es -> Mauszeiger auf den Weiter...

carnival 18. Feb 2015

als kommerzieller kunde hast du im zweifel die agb des herstellers beim kauf akzeptiert...

Anonymer Nutzer 17. Feb 2015

Wo? In Freie Hardware für Dummies?

mawa 17. Feb 2015

Naja, Kaspersky ist ein russisches Sicherheitsunternehmen. Das steht mit Sicherheit unter...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Waldorf Frommer Rechtsanwälte, München
  2. Hirschvogel Holding GmbH, Denklingen
  3. SGH Service GmbH, Hildesheim
  4. thyssenkrupp AG, Essen


Anzeige
Top-Angebote
  1. 89,90€ (Vergleichspreis ab 129,84€)

Folgen Sie uns
       


  1. VLC, Kodi, Popcorn Time

    Mediaplayer können über Untertitel gehackt werden

  2. Engine

    Unity bekommt 400 Millionen US-Dollar Investorengeld

  3. Neuauflage

    Neues Nokia 3310 soll bei Defekt komplett ersetzt werden

  4. Surface Studio

    Microsofts Grafikerstation kommt nach Deutschland

  5. Polar

    Fitnesstracker A370 mit Tiefschlaf- und Pulsmessung

  6. Schutz

    Amazon rechtfertigt Sperrungen von Marketplace-Händlern

  7. CPU-Architektur

    RISC-V-Patches für Linux erstmals eingereicht

  8. FSP Hydro PTM+

    Wassergekühltes PC-Netzteil liefert 1.400 Watt

  9. Matebook X und E im Hands on

    Huawei kann auch Notebooks

  10. Celsius-Workstations

    Fujitsu bringt sichere Notebooks und kabellose Desktops



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
The Surge im Test: Frust und Feiern in der Zukunft
The Surge im Test
Frust und Feiern in der Zukunft
  1. Computerspiele und Psyche Wie Computerspieler zu Süchtigen erklärt werden sollen
  2. Wirtschaftssimulation Pizza Connection 3 wird gebacken
  3. Mobile-Games-Auslese Untote Rundfahrt und mobiles Seemannsgarn

Redmond Campus Building 87: Microsofts Area 51 für Hardware
Redmond Campus Building 87
Microsofts Area 51 für Hardware
  1. Windows on ARM Microsoft erklärt den kommenden x86-Emulator im Detail
  2. Azure Microsoft betreut MySQL und PostgreSQL in der Cloud
  3. Microsoft Azure bekommt eine beeindruckend beängstigende Video-API

3D-Druck bei der Bahn: Mal eben einen Kleiderhaken für 80 Euro drucken
3D-Druck bei der Bahn
Mal eben einen Kleiderhaken für 80 Euro drucken
  1. Bahnchef Richard Lutz Künftig "kein Ticket mehr für die Bahn" notwendig
  2. Flatrate Öffentliches Fahrradleihen kostet 50 Euro im Jahr
  3. Nextbike Berlins neues Fahrradverleihsystem startet

  1. Re: Gutes Konzept... schrottiges OS, und dann 4000¤

    unbuntu | 23:28

  2. Re: Warum überhaupt VLC nutzen

    unbuntu | 23:23

  3. Re: Grafikbox so gross wie PC?

    ecv | 23:22

  4. Nachtrag zur Haltbarkeit

    as (Golem.de) | 23:13

  5. Re: Unix, das Betriebssystem von Entwicklern, für...

    CptSparky | 23:13


  1. 18:58

  2. 18:20

  3. 17:59

  4. 17:44

  5. 17:20

  6. 16:59

  7. 16:30

  8. 15:40


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel