EQ Power: Daimler will den Diesel durch Plugin-Hybride retten

Bisher sind Hybridfahrzeuge mit Benzinmotoren verbunden worden, doch Daimler will nun auch den Dieselmotor mit dieser Technik verknüpfen. In der Stadt sollen die Plugin-Hybride rein elektrisch fahren, auf langen Strecken mit Verbrennungsmotor. Auf dem Genfer Automobilsalon werden zwei Vorserienmodelle gezeigt, Serienstart ist im Spätsommer 2018.



A- und B-Klasse erhalten das neue Antriebskonzept allerdings nicht. In der C- und E-Klasse(öffnet im neuen Fenster) soll der neue Vierzylinder-Dieselmotor OM 654 mit Common-Rail-Einspritzung und Drücken bis zu 2 Kilobar arbeiten. Dazu kommen 90 kW elektrische Leistung und ein zusätzliches Drehmoment von 440 Nm.
Die elektrische Reichweite soll etwa 50 km (NEFZ) betragen. Werte mit anderen Zyklen gab Daimler noch nicht an. Der Akku speichert 13,5 kWh, wobei der Lader mit 7,2 kW arbeiten soll und über eine Wallbox zu Hause etwa zwei Stunden benötigt werden, um sie wieder zu laden. Mit einer Haushaltssteckdose dauert das sieben Stunden.
Die neuen Fahrzeuge sollen dem Fahrer beim Energiesparen helfen und mitteilen, wann er den Fuß vom Gas nehmen soll, etwa weil ein Geschwindigkeitslimit folgt. Dafür werden Navigationsdaten und eine Verkehrszeichenerkennung sowie Radar und Radsensoren genutzt. Der Assistent richtet seine Empfehlungen so auch nach dem Streckenverlauf und dem Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen aus.
Der Assistent erstellt zudem permanent Ausrollsimulationen. In Abhängigkeit vom Ladezustand der Batterie und der Verkehrssituation wird dabei ermittelt, ob das Fahrzeug beim Loslassen der Pedale mit möglichst geringen Fahrwiderständen weiterrollen oder das Fahrzeug verzögert werden sollte und dabei der Akku geladen werden kann. Preise nannte Daimler noch nicht.



