Epyc-8005-Prozessoren: AMDs Edge-Server-CPU kommt mit 84 Zen5-Kernen
Die 8000er-Serie von AMDs Server-CPU Epyc soll besonders platzsparend und effizient sein. Dennoch bringen sie viele Kerne und damit hohe Rechenleistung mit. Mit den Epyc 8005(öffnet im neuen Fenster) hat AMD nun eine neue Generation an Prozessoren vorgestellt(öffnet im neuen Fenster), die für Anwendungen im industriellen und Edge-Bereich gedacht sind. Während die 8004-Reihe noch auf die kompakteren Zen4c-Kerne setzte, nutzt AMD beim Nachfolger vollwertige Zen5-Kerne.
Das zeigt sich insbesondere im maximalen Boost-Takt, der bei allen Modellen bei 4,5 GHz liegt. Auch der L3-Cache ist mit bis zu 384 MByte bis zu dreimal so groß als beim Vorgänger. Um im TDP-Budget zu bleiben, musste AMD allerdings die Basistakte senken. Die Epyc 8005 nutzen weiter den Sockel SP6 und sind für Ein-Sockel-Systeme konzipiert.
Die sieben vorgestellten Modelle kommen mit 8 bis 84 Kernen und einer TDP von maximal 225 W. Diese kann allerdings entsprechend der jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden. Einen Leistungssprung gibt es beim Speicher: Hier unterstützt AMD nun maximal DDR5 mit 6.400 MT/s, der Vorgänger erlaubte maximal 4.800 MT/s. Bis zu 3 TByte können verbaut werden.
Unverändert hingegen sind die 96 PCIe-Gen5-Lanes, zusätzlich gibt es aber 8 PCIe-Gen3-Lanes. Damit müssen bei Netzwerkspeichern keine Gen5-Lanes für die SSDs des Betriebssystems geopfert werden.
Spezielle Optimierung für Mobilfunk
Bei Edge-Anwendungen zielt AMD insbesondere auf vRAN-Mobilfunkbasisstationen. Hierfür hat der Hersteller den CPUs eine Optimierung als Erweiterung von AVX512 spendiert. Diese soll eine schnellere Berechnung von Low-Density Parity Check (LDPC) Codes ermöglichen, welche für die Vorwärtsfehlerkorrektur bei aktuellen Mobilfunk- und WLAN-Standards eingesetzt werden. Für Sicherheit sollen das Infinity-Guard-System sowie Version 4.0 der Secure Encrypted Virtualization (SEV) sorgen.
| Kerne/Threads | Basistakt | All-Core-Boost | L3 Cache | Standard-TDP | Preis (bei Abnahme von 1.000 Stück) | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Epyc 8635P | 84/168 | 1,6 GHz | 3,45 GHz | 384 MB | 225 W | 5.799 US-Dollar |
| Epyc 8535P | 64/128 | 2,0 GHz | 3,75 GHz | 256 MB | 210 W | 5.499 US-Dollar |
| Epyc 8435P | 48/96 | 2,45 GHz | 3,85 GHz | 256 MB | 200 W | 3.099 US-Dollar |
| Epyc 8325P | 32/64 | 2,7 GHz | 3,85 GHz | 256 MB | 175 W | 2.299 US-Dollar |
| Epyc 8225P | 24/48 | 2,95 GHz | 4,1 GHz | 128 MB | 160 W | 1.079 US-Dollar |
| Epyc 8125P | 16/32 | 2,65 GHz | 3,8 GHz | 128 MB | 125 W | 799 US-Dollar |
| Epyc 8025P | 8/16 | 2,9 GHz | 4,25 GHz | 64 MB | 95 W | 529 US-Dollar |
Im Vergleich zu Intels Xeon 6700P (Granite Rapids) und Nvidias Grace sieht AMD die Epyc 8005 als effizientere und kostengünstigere Lösung.
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