Epyc 7H12 & Ryzen 5 3500X: AMD bringt 280-Watt-CPU und plant günstigen Sechskerner

Mit dem Epyc 7H12 gibt es eine 64-kernige Server-CPU speziell für wassergekühlte Nodes in Supercomputern. Zudem soll AMD mit dem Ryzen 5 3500X künftig einen Hexacore mit sechs Threads verkaufen.

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Packung eines Ryzen 3000
Packung eines Ryzen 3000 (Bild: AMD)

AMD hat den Epyc 7H12 vorgestellt: Der 64-kernige Prozessor ist für Server gedacht und wird vorerst nur wenigen Partnern zur Verfügung gestellt. Die Besonderheit der intern Rome genannten CPU ist die Verlustleistung, die im Vergleich zu den bisherigen Epyc 7002 von 225 Watt auf 280 Watt stieg. Der Epyc 7H12 taktet daher mit 2,6 GHz bis 3,3 GHz statt mit 2,25 GHz bis 3,4 GHz wie der Epyc 7742. Intel hatte zuletzt den 28-kernigen Xeon Platinum 8284 mit 240 Watt und 3 GHz bis 4 GHz vorgestellt.

Um bei 280 Watt TDP (Thermal Design Power) adäquate Temperaturen zu erreichen, arbeitete AMD mit dem französischen Server-Hersteller Bull zusammen: In deren Sequana XH2000 wird eine direkte Flüssigkeitskühlung verwendet. Jedes Rack besteht aus 32 Nodes, in jedem befinden sich drei Dual-Sockel-CPUs für 192 Prozessoren pro Einschub. Erste Systeme mit dem Epyc 7H12 sind das CSC (IT Center for Science) in Finnland, das GENCI (Grand Equipement National de Calcul Intensif) in Frankreich und das Uninett in Norwegen.

Im Desktop-Segment scheint AMD den Ryzen 5 3500X mit 3,6 GHz bis 4,1 GHz zu planen, wie Computerbase mit Verweis auf JD in Asien berichtet. Das bisher kleinste Matisse-Modell mit Zen-2-Architektur ist der Ryzen 5 3600 (Test) mit sechs Kernen und zwölf Threads. Beim Ryzen 5 3500X wird AMD wohl SMT streichen, die CPU ist dann ein reiner Sechskerner. Der Preis liegt bei 1.100 Yuan, was etwa 140 Euro entspricht. Das Modell soll im November 2019 verfügbar sein.

Preislich würde der Ryzen 5 3500X daher mit dem Ryzen 5 2600X konkurrieren, solange dieser noch im Handel ist. Der 3500X weist nahezu die gleichen Frequenzen wie der 2600X auf, hat aber viel mehr Leistung pro Takt - dafür fehlt SMT. Für Spieler dürfte der 3500X besser sein, in einigen Anwendungen der 2600X. Bei Intel wäre der Core i5-9400F der Gegenspieler, den wir durchweg langsamer einschätzen als den 3500X.

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