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Epyc 7000: AMDs Chance, Intel viele Marktanteile abzunehmen

AMD hat offiziell die Epyc-Prozessoren der 7000er-Serie vorgestellt und verspricht viel. Manche Ein-Sockel-Konfiguration soll bei ähnlichem Preis Zwei-Sockel-Systeme von Intel schlagen und AMDs Epyc ist mit zwei CPUs fast doppelt so schnell wie einzeln. AMD kämpft vor allem mit vielen Kernen gegen Intels Xeon.

Artikel von veröffentlicht am
AMDs Epyc folgt dem Opteron.
AMDs Epyc folgt dem Opteron. (Bild: AMD)

AMD hat Details zu seinen neuen Epyc-Server-Prozessoren genannt. Die Ryzen-Ableger heißen nicht mehr Opteron und führt stattdessen einen neuen Markennamen ein. Zunächst gibt es die Epyc-7000-Serie, basierend auf dem Naples Chip, mit der AMD vor allem mit einer hohen Anzahl von CPU-Kernen, schnellen und in großer Menge bereitstehenden, flexiblen Interconnects gegen Intels Xeon-Prozessoren bestehen will.

ModellKerneFrequenzPreisbereichIntel-Konkurrent
Epyc 7601322,2 bis 3,2 GHzAb 4.000 US-DollarXeon E5-2699A v4
Epyc 7551322,0 bis 3,0 GHz3.400 US-DollarXeon E5-2698 v4
Epyc 7501322,0 bis 3,0 GHzn.v.n.v.
Epyc 7451242,3 bis 3,2 GHzAb 2.400 US-DollarXeon E5-2695 v4
Epyc 7401242,0 bis 3,0 GHz1.850 US-DollarXeon E5-2680 v4
Epyc 7351162,4 bis 2,9 GHzAb 1.100 US-DollarXeon E5-2650 v4
Epyc 7301162,2 bis 2,7 GHzAb 800 US-DollarXeon E5-2640 v4
Epyc 7281162,1 bis 2,7 GHz650 US-DollarXeon E5-2630 v4
Epyc 725182,1 bis 2,9 GHz475 US-DollarXeon E52620 v4
Epyc 7551P322,0 bis 3,0 GHzAb 2.100 US-Dollar2x Xeon E5-2650 v4
Epyc 7401P242,0 bis 3,0 GHz1.070 US-Dollar2x Xeon E5-2630 v4
Epyc 7351P162,4 bis 2,9 GHz750 US-Dollar2x Xeon E5-2620 v4
Spezifikationen von AMDs Epyc-Prozessoren
Inhalt:
  1. Epyc 7000: AMDs Chance, Intel viele Marktanteile abzunehmen
  2. Zwei-Sockel-Systeme mit Epyc haben ebenfalls 128 I/O-Lanes

Bei Epyc handelt es sich um ein Multi-Chip-Module (MCM) auf dem vier Dies mit der Zen-Mikroarchitektur untergebracht werden, die mit einer Infinity Fabric mit 42 GBit/s untereinander verbunden sind. Jedes Die kann also jedes weitere Die direkt und ohne Umwege dank der Fabric mit Hilfe der MCM-Links erreichen. Das Design erlaubt AMD vergleichsweise einfach, sehr leistungsfähige Hardware zu bauen, indem eine enorme Anzahl von Kernen untergebracht wird. Jedes Die kann bis zu 8 Kerne haben. Pro MCM sind also 32 Kerne möglich. Die Epyc-7000-CPUs erlauben zudem grundsätzlich Simultaneous Multithreading.

CPUs für Ein- und Zwei-Sockel-Systeme

Das Marktsegment, auf das AMD sich mit der ersten Epyc-Generation konzentriert, sind die Ein- und insbesondere Zwei-Sockel-Systeme. Erkennbar ist die Generation an der 1 am Ende des Produktnamens. Bei gleichem Preis verspricht das Unternehmen aus Austin eine teils erheblich höhere Leistungsfähigkeit verglichen mit der Konkurrenz. Das geht soweit, dass AMD für seine Ein-Sockel-Systeme Intels Zwei-Sockel-Systeme als Konkurrenz angibt. Die Ein-Sockel-CPUs lassen sich an dem angehängten P erkennen.

Insgesamt sind drei Modelle geplant. Technisch entsprechen die Modelle 7551P, 7401P und 7351P ihren Varianten für zwei Sockel. Es gibt also die gleiche Anzahl an I/O-Lanes (128 Serdes-Links) und ebenfalls 8 DRAM-Kanäle. Einziger gewichtiger Unterschied: Von den 128 I/O-Lanes werden keine Lanes für die Verbindung eines zweiten Prozessors benötigt. Die Hälfte wird nämlich für die Verbindung der CPUs untereinander verwendet (Infinity Fabric).

  • Die erste Epyc-Serie nutzt die Nummern 7xx1. (Bild: AMD)
  • Alle CPUs beherrschen SMT. (Bild: AMD)
  • MCM mit vier Dies (Bild: AMD)
  • Preisklassifizierungen und relative Geschwindigkeitsangaben (Bild: AMD)
  • 1P-Systeme bieten auch 128 Lanes. (Bild: AMD)
  • Das P zeigt einen Ein-Sockel-Prozessor. (Bild: AMD)
  • Die 1P-Systeme sind günstiger. (Bild: AMD)
  • MCM-Eigenschaften (Bild: AMD)
  • Möglichkeiten eines 2-Sockel-Systems ...(Bild: AMD)
  • ... und eines 1-Sockel-Systems (Bild: AMD)
  • Vergleich zur nicht genannten Konkurrenz (Bild: AMD)
  • Ein eigener ARM-Kern kümmert sich um Verschlüsselung des Speichers und der Abschottung der VMs. (Bild: AMD)
  • Auch ein Administrator soll nicht an die Daten seiner Kunden kommen. (Bild: AMD)
  • Defekter Speicher kann erkannt und ausgeblendet werden. (Bild: AMD)
  • Skalierung der Epyc-Plattform (Bild: AMD)
  • Speicherkanäle eines MCM (Bild: AMD)
  • Eine Infinity Fabric verbindet die einzelnen Dies ... (Bild: AMD)
  • ... und je ein Die mit einem Die eines Nachbar-MCM. (Bild: AMD)
  • Verteilungsmöglichkeiten der Lanes (Bild: AMD)
  • Ein-Sockel-Systeme sind gut für I/O-lastige Anwendungen. (Bild: AMD)
  • Ein Chipsatz entfällt. (Bild: AMD)
  • Infinity Fabric und Peak-Bandbreiten (Bild: AMD)
  • 2P-Referendesign (Bild: AMD)
  • 1P-Referendesign (Bild: AMD)
  • Beispiele für den Frequenz-Boost (Bild: AMD)
  • TDP-Bereiche (Bild: AMD)
  • Infinity Fabric läuft nicht mit maximaler Geschwindigkeit. (Bild: AMD)
  • Die Spannung wird in jedem Die und jedem Kern angepasst. (Bild: AMD)
  • Referenzdesign für 2 Sockel in 2 HE ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... und für einen Sockel. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Hier ist etwas mehr Platz. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Beim Zwei-Sockel-Design ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... muss laut AMD stark auf einen effizienten Kühlstrom geachtet werden. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • AMD zeigte einige Demoserver. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Unter dem Heatspreader ... (Bild: AMD)
  • ... sind die vier Dies des MCM zu erkennen. (Bild: AMD)
  • Unterseite des MCM. (Bild: AMD)
Die erste Epyc-Serie nutzt die Nummern 7xx1. (Bild: AMD)
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Diese lassen sich vom Systemhersteller flexibel konfigurieren. Möglich sind diverse Konfigurationen von PCIe 3.0 Lanes, von x16 über x8 und x4 bis hin zu x1. Zudem unterstützt AMD NVM Express und Hot-Plugging. Schnelle SSDs ließen sich somit per U.2 anbinden, was für Storage-Systeme interessant ist, vor allem aufgrund der vielen verfügbaren Lanes. Die Lanes selber arbeiten mit 8 GBit/s entsprechend PCIe 3.0.

Eine weitere Möglichkeit ist, die Lanes als SATA-Lanes zu betreiben. Dann natürlich gebremst auf 6 GBit/s. SAS wurde seitens AMD gar nicht genannt, das müsste also vermutlich per PCIe-Karte oder -Chip auf dem Board realisiert werden.

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Zwei-Sockel-Systeme mit Epyc haben ebenfalls 128 I/O-Lanes 
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Bonita.M 17. Aug 2019

HANA nutzt TSX und gewinnt damit ca. 100% Mehr-Performance ggü. Nicht-TSX-Systemen. Kaum...

itse 24. Jun 2017

Hi, genau so etwas habe ich bereits gemutmaßt :) Nach bisherigen experimenten mit...

AllDayPiano 22. Jun 2017

Naja gut, das ist halt so die Frage. Wer vor einem Jahr einen Joghurt mit der Ecke...

Ach 21. Jun 2017

Dann solltest du da vielleicht mal durchzippen. Parallel zur Release wird eine breite...

ArcherV 21. Jun 2017

Fuer alle die Bereiche welche du genannt hast, reicht auch die GPU eines i3 / i5.


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