Zwei-Sockel-Systeme mit Epyc haben ebenfalls 128 I/O-Lanes

Bei Zwei-Sockel-Systemen sieht das Ganze nicht anders aus. Da im Falle eines 2-Sockel-Systems zwei Mal 128 Lanes zur Verfügung stehen, hat auch ein 2-Sockel-System 128 freie I/O-Lanes. Es lässt sich gleich viel Peripherie anschließen, die auch hier direkt mit den Prozessoren verbunden sind. Hier sieht AMD einen Vorteil, weil die Systeme als System on a Chip ausgelegt sind. Der Umweg über einen Chipsatz entfällt. Beim Zwei-Sockel-System entsteht aber durch den zusätzlichen Kommunikationsweg eine geringe Latenz. AMD hat die Epyc-Prozessoren aber so konstruiert, dass jeder einzelne Kern in einem Chip einen anderen Kern mit nur einem Hop erreichen kann. In einem Zwei-Sockel-System ist deswegen jedes Die mit einem Die des Nachbarsockels verbunden, so dass hier maximal zwei Hops notwendig werden.

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AMD verspricht deswegen auch eine sehr gute Skalierung. Ein Zwei-Sockel-System soll 1,98 Mal so schnell sein wie ein Ein-Sockel-System.

Genug Lanes für die Zukunft

Gerade mit der enormen Anzahl an Lanes mit geringen Latenzen sieht sich AMD gut für die Zukunft gerüstet. Intels Xeons bieten derzeit nur 40 Lanes an, können allerdings auf 80 mit einem Zwei-Sockel-System verdoppelt werden. Zudem arbeitet Intel an der Erhöhung der Lanes auf 48. Nach derzeitigem Stand kann AMD I/O-lastige Systeme aber gut mit einem Prozessor bauen. In Austin zeigte der Hersteller ein Demo-System, dass laut AMD um die 9 Millionen IOPS erreichen kann bei einer Datentransferrate von knapp 40 GBit/s. Bei den Zwei-Sockel-Systemen ist der Abstand zu Intel zwar immer noch sehr groß, aber längst nicht mehr so deutlich, zumal es dann in der Tendenz Szenarien betrifft, die viele I/O-Kanäle brauchen. Mit 80 Lanes lassen sich beispielsweise in der Theorie schon 20 U.2-SSDs anbinden, was bei Systemen mit einer Höheneinheit reicht.

AMDs Referenzdesign für zwei Sockel sieht zwei Höheneinheiten vor. Neben den Prozessoren quetscht das Unternehmen dann noch 32 DIMM-Slots (maximal 4 TByte RAM). Mehr Platz gibt es eigenlich nicht mehr. Unterstützt werden RDIMM, LRDIMM, NVDIMM-N und 3DS DIMM. Gerade für NVDIMMs wichtig ist zudem die optionale komplette Verschlüsselung des Speichers. Ein integrierter Sicherheitsprozessor in Epyc übernimmt das auf Wunsch. Benchmarks leiden allerdings etwas, wie AMD vor Ort zugab. Zwischen 1,5 und 3 Prozent Leistungseinbußen sind zu erwarten. Die Verschlüsselung richtet sich vor allem gegen physische Angriffe. Der Diebstahl eines DIMMs soll so keinen Sinn ergeben. Aber auch in virtuellen Umgebungen soll der Zugriff auf fremde Daten auf diese Weise verhindert werden.

  • Die erste Epyc-Serie nutzt die Nummern 7xx1. (Bild: AMD)
  • Alle CPUs beherrschen SMT. (Bild: AMD)
  • MCM mit vier Dies (Bild: AMD)
  • Preisklassifizierungen und relative Geschwindigkeitsangaben (Bild: AMD)
  • 1P-Systeme bieten auch 128 Lanes. (Bild: AMD)
  • Das P zeigt einen Ein-Sockel-Prozessor. (Bild: AMD)
  • Die 1P-Systeme sind günstiger. (Bild: AMD)
  • MCM-Eigenschaften (Bild: AMD)
  • Möglichkeiten eines 2-Sockel-Systems ...(Bild: AMD)
  • ... und eines 1-Sockel-Systems (Bild: AMD)
  • Vergleich zur nicht genannten Konkurrenz (Bild: AMD)
  • Ein eigener ARM-Kern kümmert sich um Verschlüsselung des Speichers und der Abschottung der VMs. (Bild: AMD)
  • Auch ein Administrator soll nicht an die Daten seiner Kunden kommen. (Bild: AMD)
  • Defekter Speicher kann erkannt und ausgeblendet werden. (Bild: AMD)
  • Skalierung der Epyc-Plattform (Bild: AMD)
  • Speicherkanäle eines MCM (Bild: AMD)
  • Eine Infinity Fabric verbindet die einzelnen Dies ... (Bild: AMD)
  • ... und je ein Die mit einem Die eines Nachbar-MCM. (Bild: AMD)
  • Verteilungsmöglichkeiten der Lanes (Bild: AMD)
  • Ein-Sockel-Systeme sind gut für I/O-lastige Anwendungen. (Bild: AMD)
  • Ein Chipsatz entfällt. (Bild: AMD)
  • Infinity Fabric und Peak-Bandbreiten (Bild: AMD)
  • 2P-Referendesign (Bild: AMD)
  • 1P-Referendesign (Bild: AMD)
  • Beispiele für den Frequenz-Boost (Bild: AMD)
  • TDP-Bereiche (Bild: AMD)
  • Infinity Fabric läuft nicht mit maximaler Geschwindigkeit. (Bild: AMD)
  • Die Spannung wird in jedem Die und jedem Kern angepasst. (Bild: AMD)
  • Referenzdesign für 2 Sockel in 2 HE ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... und für einen Sockel. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Hier ist etwas mehr Platz. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Beim Zwei-Sockel-Design ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... muss laut AMD stark auf einen effizienten Kühlstrom geachtet werden. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • AMD zeigte einige Demoserver. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Unter dem Heatspreader ... (Bild: AMD)
  • ... sind die vier Dies des MCM zu erkennen. (Bild: AMD)
  • Unterseite des MCM. (Bild: AMD)
... und eines 1-Sockel-Systems (Bild: AMD)
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Die im Serversegment sehr wichtige Thermal Design Power hat AMD flexibel aufgebaut. Sie liegt bei 120 Watt für den 7251(P) oder 180 Watt für die Typen 7601, 7551 und 7451. Alle anderen haben zwei TDP-Werte: 155 und 170 Watt. Welcher Wert genutzt wird, hängt von der Frequenz des Arbeitsspeichers ab. Bei den üblicherweise angegebenen 2.666 MHz sind es 170 Watt. Bei 2.400 MHz sind es 155 Watt. Auf die bereits bekannte Einschränkung der Frequenz beim Betrieb von zwei DIMMs je Speicherkanal ging AMD nicht ein.

TDP ist anpassbar

Zusätzlich lassen sich die Werte weiter modifizieren. Wenn Effizienz nicht so wichtig ist, lässt sich ein 180-Watt-Prozessor auch mit einem TDP-Wert von 200 Watt betreiben. Alternativ sind auch 169 Watt TDP möglich, was dann geringe Leistungseinbußen zur Folge hat, so AMD. Genauere Angaben macht AMD allerdings nicht. Bei den 120-Watt-CPUs ist nur eine Reduzierung auf 105 Watt möglich. Die 155-Watt-Klasse erlaubt einen Bereich von 140 bis 175 Watt.

Eine Erhöhung der TDP-Werte gibt dem Prozessor mehr Spielraum für einen Frequenzschub. Details hat AMD dazu nur wenige genannt. Allgemein gelten die oben in der Tabelle genannten Frequenz-Maximalwerte nicht für alle Kerne. Während etwa ein Epyc 7601 etwa einen Basistakt von 2,2 GHz hat und einen Boost-Takt von 3,2 GHz bietet, gilt das nur für 12 Kerne. Alle 32 Kerne lassen sich im Bereich des thermischen Spielraums nur auf 2,7 GHz kurzfristig hochtakten. Beim 7501 gilt Ähnliches (12 Kerne, 3 GHz, 32 Kerne 2,6 GHz) und beim Epyc 7401 lassen sich von den 24 Kernen nur 8 auf maximal 3 GHz bringen. Müssen alle Kerne hochgetaktet werden, sind es 2,8 GHz. Solche Einschränkungen sind aber normal und gelten auch für Intels Xeons.

AMD Epyc steht zumindest für Systementwickler bereit und die Anzahl der Partner nennt einige bekannte Branchengrößen wie Lenovo, Dell EMC und HPE. Zu den Preisen und der genauen Verfügbarkeit hat sich AMD noch nicht geäußert. Es gibt nur einen Preisbereich für einzelne Prozessoren basierend auf Intels-Preisen.

Offenlegung: AMD hat die Reisekosten nach Austin für Golem.de übernommen.

Nachtrag vom 21. Juni 2017, 0:30 Uhr

AMD hat für einige SKUs exakte Preise genannt, die in der Tabelle nachgetragen wurden.

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 Epyc 7000: AMDs Chance, Intel viele Marktanteile abzunehmen
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Bonita.M 17. Aug 2019

HANA nutzt TSX und gewinnt damit ca. 100% Mehr-Performance ggü. Nicht-TSX-Systemen. Kaum...

itse 24. Jun 2017

Hi, genau so etwas habe ich bereits gemutmaßt :) Nach bisherigen experimenten mit...

AllDayPiano 22. Jun 2017

Naja gut, das ist halt so die Frage. Wer vor einem Jahr einen Joghurt mit der Ecke...

Ach 21. Jun 2017

Dann solltest du da vielleicht mal durchzippen. Parallel zur Release wird eine breite...



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