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Epson Paperlab: Bedrucktes Papier rein, unbedrucktes wieder raus

Recycling bleibt bei Epson im Haus. Die Maschine Paperlab wandelt beschriebenes Papier in neues um - und das fast ohne Wasser. In ein Büro passt der gezeigte Koloss aber nicht - zumindest noch nicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Epson hat auf der Cebit 2017 die Paperlab in Aktion gezeigt.
Epson hat auf der Cebit 2017 die Paperlab in Aktion gezeigt. (Bild: Michael Wiezcorek/Golem.de)

Wie ein riesiger Zauberkasten mutet Epsons Paperlab A-8000 an, wenn im Einschub bedruckte A4-Blätter eingezogen und aus dem Ausgabefach unbedrucktes Papier herauskommt. Auf der Elektronikmesse Cebit 2017 in Hannover wurde die experimentelle Recyclingmaschine erstmals in Europa ausgestellt.

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Zur detaillierten Funktionsweise der Maschine hält sich das japanische Unternehmen noch bedeckt. Paperlab zerkleinert Abfallpapier mechanisch erst zu einer Art Papierwolle. Anschließend wird diesem Zwischenprodukt eine geheime Chemikalie in Pulverform beigemengt.

Nach einer Aufwärmphase - die abhängig von der Umgebung durchschnittlich drei Minuten beträgt - wird 720 mal in der Stunde neues Papier in DIN A4 oder auch im A3-Format bei halber Geschwindigkeit erzeugt. Der Prozess hinterlässt eine kleine Menge feinen Papierstaub als Abfallprodukt. Zur genauen Wartung der Maschine äußerte sich Epson aufgrund fehlender Praxisberichte noch nicht.

  • In das Einschubfach werden A4-Blätter eingezogen. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Die Paperlab ist so hoch wie eine Person. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Die Bedienkonsole der Maschine mit japanischem Betriebssystem (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Die Paperlab mit dem Namenszusatz A-8000 (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Epson will die Paperlab als umweltfreundlich vermarkten. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • links: hekömmlich geschreddertes Papier, rechts: Papierwolle der Paperlab (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Vor Ort wurden mehrere von Paperlab produzierte Papiersorten ausgestellt. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Das Recyclingpapier des Paperlab ist weich und grobkörnig. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
In das Einschubfach werden A4-Blätter eingezogen. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)

Die Paperlab hat Kartuschen in den Farben Cyan, Magenta und Gelb eingebaut, womit Papier im gewünschten Ton eingefärbt werden kann. Drei zusätzliche weiße Patronen ermöglichen der Maschine, so auch schwarz bedrucktes Papier in weißes oder graues umzuwandeln.

Das Endprodukt sieht wie herkömmliches Recyclingpapier aus und fühlt sich weich an. Es ist im Vergleich zu neuem Druckerpapier grobkörniger strukturiert. Die Maschine ermöglicht Papierstärken von 64 bis 108 Gramm pro Quadratmeter.

Trockenes Verfahren spart Wasser

Obwohl die Paperlab neues Papier mit trockenen Komponenten erstellt, kommt sie nicht ganz ohne Wasser aus: Etwa ein Teelöffel Wasser wird laut Epson für ein Blatt benötigt. Zum Vergleich: Die industrielle Herstellung von Recyclingpapier verbrauche eine Tasse Wasser, hieß es bei der Präsentation.

  • In das Einschubfach werden A4-Blätter eingezogen. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Die Paperlab ist so hoch wie eine Person. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Die Bedienkonsole der Maschine mit japanischem Betriebssystem (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Die Paperlab mit dem Namenszusatz A-8000 (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Epson will die Paperlab als umweltfreundlich vermarkten. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • links: hekömmlich geschreddertes Papier, rechts: Papierwolle der Paperlab (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Vor Ort wurden mehrere von Paperlab produzierte Papiersorten ausgestellt. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Das Recyclingpapier des Paperlab ist weich und grobkörnig. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
Epson will die Paperlab als umweltfreundlich vermarkten. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)

Innerhalb der Maschine wird für die Herstellung ein feuchtes Klima erzeugt. Somit variiert der Wasserverbrauch mit dem Einsatzort: Je feuchter die Umgebungsluft ist, desto weniger Wasser wird für die Herstellung benötigt.

Durch Schrumpfen auf den Massenmarkt

Momentan ist die Paperlab ein reiner Prototyp und bei wenigen ausgewählten japanischen Behörden und Unternehmen im Probeeinsatz. Außerdem kann die Maschine lediglich intakte A4-Blätter aufnehmen. Epson kann sich in Zukunft vorstellen, sie für geschredderte Schnipsel oder andere Papierabfälle ebenfalls kompatibel zu machen.

In einigen Jahren soll das aktuell 1,7 Tonnen schwere, 3 Meter lange und 1,82 Meter hohe Gerät zur Größe eines Bürodruckers schrumpfen und damit dem Massenmarkt zugänglich gemacht werden. In seiner aktuellen Form und Größe plant Epson den Marktstart der Paperlab zum Herbst 2018.



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Kleine Schildkröte 23. Mär 2017

ein Foto für die Amerikaner oder Britten machen? Auszuschliessen ist es ja nicht mehr...

Kleine Schildkröte 23. Mär 2017

Wohl mehr als du mir zugestehen möchtest. Was genau hast du von meines Beitrags nicht...

der_wahre_hannes 23. Mär 2017

Dies. Vor allem Firmen mit Lettershop dürften hier hellhörig werden. Beim Druck von grob...

Hotohori 22. Mär 2017

Naja, die Geräte könnten verplombt sein, so das nur Epson Zugriff auf das Innere hat und...

plutoniumsulfat 22. Mär 2017

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