Epic Games: Tim Sweeney über "Unreal Everywhere"

Künftig läuft das gleiche Spiel auf Tablets ebenso wie auf dem PC, das Free-to-Play-Modell gewinnt an Bedeutung - so Epic-Chef Tim Sweeney auf einer Entwicklerkonferenz in Asien. Dort hat er auch verraten, welches das bislang profitabelste Spiel seines Unternehmens ist.

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Infinity Blade 2
Infinity Blade 2 (Bild: Golem.de)

"Wir werden Spiele programmieren können, die vom Smartphone bis zum High-End-PC skalieren": Tim Sweeney, Gründer und Chef, vor allem aber Chefprogrammierer von Epic Games, erwartet das Fallen von bislang gültigen Hardwaregrenzen. Es sei abzusehen, so Sweeney laut Gamasutra.com auf der Game Developers Conference (GDC) in Taipeh , dass es schon bald keine Rolle mehr spielt, ob der Kunde im Browserfenster, auf seinem Smartphone mit Android oder iOS, einem High-End-PC oder einer Konsole daddelt.

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Ganz besonders gelte das natürlich für die Unreal Engine, für die Sweeney auf der GDC tüchtig die Werbetrommel rührt. Noch stärker als bei der jetzt verfügbaren Version gelte für die nächste Ausgabe, dass sie "everywhere", also auf allen verfügbaren Plattformen weltweit, laufen soll. Unter anderem auch aus Kostengründen, denn bereits jetzt ist es laut Sweeney bei der Produktion von Spielen von zentraler Bedeutung, die Produktivität der Grafiker und Animateure zu optimieren.

Die Bedeutung von Smartphones und Tablets wächst laut Sweeney schneller als erwartet - auch, weil die Geräte immer leistungsfähiger werden. "Selbst das iPad 2 als derzeit leistungsschwächste Hardware beherrscht Grafik der DirectX-9-Klasse", so Sweeney. Das iPad 3 komme nach seiner Auffassung nahe an das, was eine Xbox 360 oder eine Playstation 3 kann.

Kein Wunder, dass zumindest unter dem Blickwinkel des Verhältnisses von Aufwand und Ertrag das bislang profitabelste Produkt von Epic Games für Smartphone und Tablet erschienen ist: die Actionreihe Infinity Blade.

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Sweeney rechnet fest mit einem weiteren Siegeszug des Free-to-Play-Geschäftsmodells, dem nicht nur auf PC und mobilen Endgeräten, sondern künftig auch auf Konsole die Zukunft gehöre. Allerdings könnten westliche Entwickler und Publisher noch viel von den asiatischen Firmen lernen, die bei der Monetarisierung ihrer Produkte schlicht einige Jahre Vorsprung hätten. Er erwartet einen weiter zusammenwachsenden, globalen Markt - und dass etwa der wahre Herausforderer für Call of Duty künftig das in Asien populäre, in Europa und den USA so gut wie unbekannte Crossfire sei.

Sweeney ist der Meinung, dass die Spieleindustrie derzeit die weltweit spannendste Branche ist. Und er fragt sich, ob eines Tages "die Wirtschaft mit virtuellen Gütern größer als die mit physikalisch exisierenden sein könnte".

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