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Epic Games: Tim Sweeney greift Oculus Store an

Nach scharfer Kritik an Microsoft knöpft sich Tim Sweeney nun die Macher von Oculus Rift vor: Der Epic-Chef wirft ihnen vor, Spiele von Portalen wie Steam als "Bürger zweiter Klasse" zu behandeln.
/ Peter Steinlechner
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Oculus Home (Bild: Oculus VR)
Oculus Home Bild: Oculus VR

Epic-Chef Tim Sweeney hat auf Twitter(öffnet im neuen Fenster) den Oculus Store kritisiert. "Es ist sehr enttäuschend" , schreibt er, dass "Oculus die Games aus Quellen wie Steam und Epic Games als Bürger zweiter Klasse behandelt" . In weiteren Tweets erklärt er genauer, was ihn stört: Wenn Besitzer einer Rift ihre VR-Software nicht bei Oculus kaufen wollen, sondern bei Portalen wie eben Steam, müssen sie Sweeney zufolge dazu in ihrem Oculus-Nutzerkonto des Headsets eine Option namens "Games and Apps from Unknown Sources" aktivieren.

Oculus Rift CV1 - Launch-Trailer
Oculus Rift CV1 - Launch-Trailer (01:03)

Erst dann ist der Zugriff etwa auf die Bibliothek von Steam möglich. Einzig Exklusivspiele wie Edge of Nowhere, Lucky's Tale, Rockband VR, The Climb oder Technolust bleiben dem Oculus Store vorbehalten. Sweeney bemängelt explizit, dass erst diese Aktivierung nötig ist - was seiner Meinung nach Nutzer dazu bringen könnte, etwa aus Bequemlichkeit nur direkt bei Oculus zu kaufen.

Erst kürzlich hatte Sweeney bereits ähnliche Kritik an der Universal Windows Platform (UWP) von Microsoft geäußert. Der Epic-Chef befürchtet, dass sich die Firma damit ein Monopol beim Vertrieb von Windows-Spielen aufbauen möchte. Auch unter Windows 10 ist es mit UWP-Titeln nicht ganz trivial, sich Zugang zu anderen Quellen zu verschaffen - möglich ist es allerdings, zumindest derzeit.

Aus Sicht vieler Entwickler von PC-Spielen stellt sich die Angelegenheit vermutlich anders dar: Sie sind momentan stark auf Steam angewiesen, andere Plattformen spielen bei der Generierung von Umsätzen kaum eine Rolle. Allerdings sind die meisten Entwickler mit Steam und mit der Arbeit vom Betreiber Valve auch sehr zufrieden, Kritik ist nur vereinzelt zu hören.

Oculus versucht, die starke Stellung von Steam auch dadurch zumindest etwas anzugreifen, dass Entwickler einen Key für den Oculus Store anfordern können, der dann in anderen Shops verkauft werden kann. Das ist vor allem für Onlinehändler wie Amazon interessant. In einem Blogbeitrag(öffnet im neuen Fenster) weist Oculus darauf hin, dass Entwickler beim Vertrieb über andere Plattformen ein paar Vorgaben einhalten müssen: So muss der Nutzer zu Home zurückkehren können, und die Sicherheitshinweise müssen eingeblendet werden.


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