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Epic Games: Tim Sweeney erwartet Ende des klassischen Konsolenzyklus

Alle paar Jahre geht es ganz von vorne los: Der Konsolenzyklus steht dank Xbox Scorpio und Playstation Neo vor dem Aus – hofft Epic-Chef Tim Sweeney. Er erwartet dreifach bessere Grafikqualität.
/ Peter Steinlechner
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Epic-Chef Tim Sweeney begrüßt Xbox Scorpio und Playstation 4 Neo. (Bild: Epic Games)
Epic-Chef Tim Sweeney begrüßt Xbox Scorpio und Playstation 4 Neo. Bild: Epic Games

"Es ist total verrückt, alle sieben Jahre alles von Grund auf neu zu machen", sagt Tim Sweeney, Chef und einer der Gründer von Epic Games(öffnet im neuen Fenster). Er meint den klassischen Konsolenzyklus, bei dem alle paar Jahre die Hardware von Grund auf erneuert wird – siehe den Wechsel von der Playstation 3 zur PS4. Von den angekündigten Konsole Project Scorpio (Xbox) und der Playstation 4 Neo erwartet Sweeney einen "Upgrade-Zyklus wie bei PCs" – also zeitgemäße Hardware, auf der aber trotzdem auch noch ältere Spiele laufen.

Xbox One Project Scorpio – Ankündigung (E3 2016)
Xbox One Project Scorpio – Ankündigung (E3 2016) (04:34)

Das sagte Sweeney im Gespräch mit Eurogamer(öffnet im neuen Fenster) über die neuen Konsolen von Microsoft und Sony. Microsoft hatte auf der E3 im Juni 2016 die besonders leistungsstarke, zur Xbox One kompatible Project Scorpio für Ende 2017 vorgestellt. Sony hat bestätigt, an der Neo zu arbeiten – einer schnelleren Version der Playstation 4. Offizielle Details und ein Veröffentlichungstermin liegen noch nicht vor.

Sweeney ist der Auffassung, dass durch diese neuen Geräte die "Konsolenindustrie wachsen wird, weil sie nicht alle sieben Jahre ihre Nutzerbasis auf null zurücksetzt". Viele Firmen wie Epic Games würden inzwischen an Onlinespielen arbeiten, die auf wesentlich längere Laufzeiten angelegt seien, und die auch zwischendurch mit neuen Funktionen ausgestattet werden sollen.

Playstation VR – Ankündigung (E3 2016)
Playstation VR – Ankündigung (E3 2016) (08:07)

Viel erwartet Sweeney von der Fähigkeit der neuen Konsolen, auch Fernsehgeräte mit Auflösungen von 3.840 x 2.160 Pixeln zu unterstützten. "4K bringt wirklich was", so der Epic-Chef. Die Geräte zeigten mittlerweile eine sehr hohe Bildqualität und seien so günstig, dass sie rasch weitere Verbreitung finden sollten. "In jedem Fall sollten Spiele etwa eine dreimal so hohe Grafikqualität durch die neue Hardware bieten können", so Sweeney – ohne im Gespräch weiter darauf einzugehen, wie diese Qualität gemessen wird.

Er meint wohl schlicht, dass Scorpio und Neo nicht einfach nur ein paar Effekte aufhübschen, sondern deutlich sichtbar bessere Grafik bieten würden. Sweeney ist bei Epic Games auch für die Technologie der Unreal Engine zuständig, er dürfte sehr weitgehenden Einblick in die Pläne von Microsoft und Sony haben. In der Vergangenheit hatte er sich auch kritisch über die Spielebranche geäußert, etwa im Hinblick auf Universal Windows Platform von Microsoft.


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