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Epic Games Store: Gratis-Batman hat 1,5 Millionen US-Dollar gekostet

Eine Liste zeigt die Summen, die Epic Games für Gratis-Games in seinem Store bezahlt hat. Auffällig: Die Unterschiede pro Spiel sind groß.
/ Peter Steinlechner
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Artwork aus Batman Arkham City (Bild: Warner Bros)
Artwork aus Batman Arkham City Bild: Warner Bros

Um die drei Spiele der Arkham-Serie mit Batman als Hauptfigur im September 2019 kostenlos in seinem Store anbieten zu können, hat Epic Games die Summe von 1,5 Millionen US-Dollar an den Publisher Warner Bros bezahlt.

Bei Metro 2033 Redux hingegen floss offenbar kein Geld: Genau 0 US-Dollar hat Koch Media dafür erhalten, dass der Shooter ein paar Tage gratis heruntergeladen werden konnte.

Warum für Metro 2033 Redux kein Geld überwiesen wurde, ist nicht bekannt. Möglicherweise sollte die Serie damit beworben werden, um den Absatz des wesentlich neueren Metro Exodus zu fördern. Der Shooter ist das einzige Spiel auf einer nun veröffentlichten Liste, für das Epic Games nichts bezahlen musste.

Auch Subnautica war teuer

Neben Batman gibt es nur zwei weitere Spiele, die Epic Games mehr als eine Million US-Dollar gekostet haben. Für Subnautica waren 1,4 Millionen US-Dollar fällig und Mutant Year Zero hat 1 Million US-Dollar gekostet.

Viele ebenfalls sehr gute Indiegames waren deutlich günstiger. Für das gelungene Thimbleweed Park von Ron Gilbert etwa waren 85.000 US-Dollar fällig, für Super Meat Boy und World of Goo jeweils 50.000 US-Dollar.

Die Liste ist im Rahme des Rechtsstreits zwischen Epic Games und Apple im Netz aufgetaucht, zu finden ist sie unter anderem bei Kotaku(öffnet im neuen Fenster) .

Batman Arkham Knight – Fazit
Batman Arkham Knight – Fazit (01:57)

Schade: Sie führt nur Titel bis Ende 2019 auf. Dabei wäre es besonders interessant zu erfahren, was das im Sommer 2020 eine Woche lang kostenlos im Epic Games Store erhältliche GTA 5 gekostet hat.

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Für die Entwickler sind die Deals mit Epic Games verführerisch, weil sie dadurch eine feste Einnahme haben. Oft führt eine begrenzte kostenlose Verfügbarkeit außerdem zu dem kurios anmutenden Effekt, dass das Spiel anschließend eine Zeitlang verstärkt gekauft wird – gerne auf einer anderen Plattform, um es bei Gefallen auch dort in seiner Bibliothek zu haben.

Kotaku weist darauf hin, dass sich die Gratisangebote auch für Epic Games rechnen: Es wäre wesentlich teurer, die Kunden mit klassischer Werbung dazu zu bringen, ein Konto im Store anzulegen und darüber später kostenpflichtige Spiele zu kaufen.

Außerdem kann sich Epic Games die hohen Investitionen in den Store schlicht leisten: Wie am Rande des Rechtsstreits mit Apple bekannt wurde, hat das Unternehmen 2018 und 2019 allein mit Fortnite rund 9 Milliarden US-Dollar verdient.


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