Abo
  • Services:

Epic Games: Peinliche Sicherheitslücke bei Fortnite für Android

Grund zur Schadenfreude bei Google: Bei der nicht im Play Store erhältlichen Android-Version von Fortnite hat Epic Games eine gravierende Sicherheitslücke übersehen. Die ist behoben - aber der Streit zwischen den Unternehmen geht weiter.

Artikel veröffentlicht am ,
Fortnite auf einem Smartphone
Fortnite auf einem Smartphone (Bild: Epic Games)

Epic Games hat bei der Android-Version von Fortnite Battle Royale eine Sicherheitslücke übersehen. Das Actionspiel ist nicht im Google Play Store, sondern nur direkt bei Epic erhältlich. Der Nutzer muss einen Installer auf sein Smartphone oder Tablet herunterladen und von dieser App werden dann Fortnite selbst und alle Updates installiert.

Stellenmarkt
  1. persona service Recklinghausen, Herten
  2. BWI GmbH, deutschlandweit

Genau bei diesem Installer gab es über mehrere Tage ein Problem: Er prüft zwar beim Herunterladen mittels einer Checksumme, ob es sich um die korrekte Spieledatei handelt. Aber wenn die Datei dann auf dem Mobilgerät ist und der Nutzer "Launch" antippt, wurde programmintern nur noch der Dateiname com.epicgames.fortnite abgefragt.

Ein Angreifer hätte also nach dem Herunterladen und Überprüfen der Datei die APK-Datei austauschen oder manipulieren können und sich die sehr weitgehenden Rechte sichern können, die Fortnite zugedacht waren. Das ist Mitarbeitern von Google Mitte August 2018 aufgefallen, die umgehend Epic Games informierten. Das Unternehmen veröffentlichte wenige Stunden später eine neue Version seines Installers.

Die Fassung mit der Sicherheitslücke wurde allerdings mehrere Tage vertrieben und dürfte noch auf vielen Smartphones vorhanden sein. Bislang gibt es keine Berichte darüber, dass die Lücke ausgenutzt wurde.

Inzwischen hat sich Epic-Chef Tim Sweeney im Gespräch mit Andriod Central darüber beschwert, dass Google die Öffentlichkeit zu früh über die Sicherheitslücke informiert habe: "Ein für Sicherheit zuständiger Ingenieur von Epic hat Google aufgefordert, die Veröffentlichung um die üblichen 90 Tage zu verzögern, damit genügend Zeit für die Installation des Updates zur Verfügung steht. Das hat Google abgelehnt." Warum, ist nicht bekannt.

Bei Google dürfte man zwar entsetzt gewesen sein, eine derartige Lücke in einem äußerst populären Programm gefunden zu haben. Ein bisschen Schadenfreude dürfte aber auch dabei gewesen sein: Epic Games bietet Fortnite schließlich absichtlich und trotz allgemeiner Sicherheitswarnungen im Vorfeld nicht im Play Store an, um Google keine Provisionen beim Verkauf von Ingame-Extras abtreten zu müssen - das hatte Sweeney gesagt. Es gibt Schätzungen von Experten, denen zufolge Google dadurch rund 50 Millionen US-Dollar an Umsatz im Jahr entgehen.

Außerdem könnte das Vorgehen von Epic Games andere Spielehersteller dazu verleiten, ihre Produkte ebenfalls außerhalb des Play Store anzubieten. Auf dem iPhone ist der Umweg übrigens in dieser Form nicht möglich, Fortnite steht ganz regulär im App Store als Download bereit.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 12,99€
  2. 54,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 14.11.)
  3. ab 69,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 26.10.)

TarikVaineTree 28. Aug 2018 / Themenstart

Richtig! @Shoopi: Du hoffst also, dass etwas schief geht, wenn man es wagt, sich der...

CrushedIce 27. Aug 2018 / Themenstart

Ist zwar so prinzipiell denkbar aber man kann auch gleich eine Taschenlampe app mit...

Noren 27. Aug 2018 / Themenstart

Auch das ist nicht ganz korrekt. Bei Samsung sind unbegrenzte Rechte möglich. Bei allen...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Two Point Hospital - Golem.de live

Dr. Dr. Golem meldet sich zum Dienst und muss im Livestream unfassbar viele depressive Clowns heilen, nein - nicht die im Chat.

Two Point Hospital - Golem.de live Video aufrufen
Amazon Alexa: Echo Sub verhilft Echo-Lautsprechern zu mehr Bass
Amazon Alexa
Echo Sub verhilft Echo-Lautsprechern zu mehr Bass

Amazon hat einen Subwoofer speziell für Echo-Lautsprecher vorgestellt. Damit sollen die eher bassarmen Lautsprecher mit einem ordentlichen Tiefbass ausgestattet werden. Zudem öffnet Amazon seine Multiroom-Musikfunktion für Alexa-Lautsprecher anderer Hersteller.

  1. Beosound 2 Bang & Olufsen bringt smarten Lautsprecher für 2.000 Euro
  2. Google und Amazon Markt für smarte Lautsprecher wächst weiter stark
  3. Alexa-Soundbars im Test Sonos' Beam und Polks Command Bar sind die Klangreferenz

Leistungsschutzrecht: So viel Geld würden die Verlage von Google bekommen
Leistungsschutzrecht
So viel Geld würden die Verlage von Google bekommen

Das europäische Leistungsschutzrecht soll die Zukunft der Presse sichern. Doch in Deutschland würde derzeit ein einziger Verlag fast zwei Drittel der Einnahmen erhalten.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Netzpolitik Willkommen im europäischen Filternet
  2. Urheberrecht Europaparlament für Leistungsschutzrecht und Uploadfilter
  3. Leistungsschutzrecht/Uploadfilter Wikipedia protestiert gegen Urheberrechtsreform

Zahlen mit Smartphones im Alltagstest: Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein
Zahlen mit Smartphones im Alltagstest
Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein

In Deutschland gibt es mittlerweile mehrere Möglichkeiten, drahtlos mit dem Smartphone zu bezahlen. Wir haben Google Pay mit der Sparkassen-App Mobiles Bezahlen verglichen und festgestellt: In der Handhabung gleichen sich die Apps zwar, doch in den Details gibt es einige Unterschiede.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smartphone Auch Volksbanken führen mobiles Bezahlen ein
  2. Bezahldienst ausprobiert Google Pay startet in Deutschland mit vier Finanzdiensten

    •  /