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Epic Games: Fortnite ist zu erfolgreich für das Steam Deck

Viele Spieler, viele Angreifer: Epic-Games -Chef Tim Sweeney hat erklärt, warum Fortnite auf dem Steam Deck mit Proton nicht laufen wird.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Fortnite (Bild: Epic Games)
Artwork von Fortnite Bild: Epic Games

In mehreren Beiträgen auf Twitter hat sich Tim Sweeney, der Chef von Epic Games, zu seinem Actionspiel Fortnite und dem Steam Deck des Konkurrenten Valve geäußert. Das Besondere: Sweeney hat bestätigt, dass sein Team zwar an einer Umsetzung von Easy Anti-Cheat für das Steam Deck arbeitet.

Ausgerechnet das wichtigste Spiel, in dem Betrüger von Easy Anti-Cheat am Schummeln gehindert werden könnten, wird es aber nicht für das Steam Deck mit Proton geben: Fortnite. Sweeney schreibt(öffnet im neuen Fenster) , es gebe zu viele potenzielle Bedrohungen für ein Spiel mit der Verbreitung von Fortnite auf einer "Linux-Plattform, die benutzerdefinierte Kernel unterstützt."

In weiteren Tweets führt Sweeney aus: "Das Bedrohungsmodell für Easy Anti-Cheat variiert je nach Spiel, basierend auf der Anzahl der aktiven Spieler und der Fähigkeit, durch den Verkauf von Cheats einen Gewinn zu erzielen oder durch Betrug an Bedeutung zu gewinnen."

Daher könne Easy Anti-Cheat zwar für ein bestimmtes Spiel ausreichend sein. Aber eben nicht für einen anderen Titel mit "10-, 100- oder 1.000-mal mehr Spielern" – also Fortnite.

In vielen Antworten wird Sweeney aus der Community vorgeworfen, dass er diese Probleme nur als Vorwand nimmt und dass er eigentlich etwas gegen Linux habe oder gegen das Steam Deck an sich.

Mit Windows müsste Fortnite auf dem Steam Deck laufen

Der Firmenchef antwortet darauf, dass er Fortnite sogar sehr gerne auf Steam hätte. Nur wolle er dort nicht die 20 bis 30 Prozent an Provision für den Betreiber Valve zahlen.

Welche Spiele auf Steam Deck laufen (Herstellervideo)
Welche Spiele auf Steam Deck laufen (Herstellervideo) (02:36)

Wer Fortnite auf dem Steam Deck spielen möchte, müsste das trotz der Ablehnung von Sweeney trotzdem ohne allzu großen Aufwand machen können: Nämlich dann, wenn man Windows auf dem Handheld installiert.

Das weiß auch Sweeney, der hier aber wenig Geschäftspotenzial erwartet: "Wie groß ist der Markt für nicht auf Steam gehostete Games auf dem kaum verfügbaren Steam Deck noch mal genau?" , fragt er rhetorisch.


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