Epic Games: Erfolg von Fortnite überfordert Entwicklerstudio

Ständig Updates mit neuen Inhalten, dazu Turniere und viele Plattformen: Epic Games ist offenbar vom riesigen Erfolg von Fortnite überfordert, die Mitarbeiter müssen seit Monaten extrem viele Überstunden absolvieren - immerhin bei guter Bezahlung.

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork von Fortnite Battle Royale
Artwork von Fortnite Battle Royale (Bild: Epic Games)

Das Entwicklerstudio Epic Games ist offenbar vom eigenen Erfolg mit Fortnite überfordert. Diesen Eindruck legt ein Bericht von Polygon nahe, dessen Autoren mit namentlich nicht genannten ehemaligen und derzeitigen Mitarbeitern gesprochen haben. Offenbar ist es für viele Angestellte seit Monaten normal, mehr oder weniger rund um die Uhr zu arbeiten, also teils bis zu 100 Stunden pro Woche und auch am Wochenende.

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Das Besondere bei Epic Games ist, dass das 1991 gegründete Studio eigentlich als fairer Arbeitgeber gilt. Auch die Entwicklung von Fortnite verlief laut Polygon nicht weiter ungewöhnlich - zwar habe es Zeiten mit Überstunden (in der Branche heißt das Crunch) gegeben, aber im Großen und Ganzen sei die Produktion bis zur Veröffentlichung im Sommer 2017 gut durchgeplant abgelaufen. Erst mit dem Start von Battle Royale im September 2017 habe sich das geändert.

Der von Playerunknown's Battlegrounds abgekupferte Modus war fast vom Start weg ein riesiger und vor allem nicht erwarteter Erfolg, und Epic Games wollte und will daraus offenbar maximales Kapital schlagen. Fast jede Woche erscheinen Updates, die mehr zusätzliche Inhalte bieten als Patches für andere Games in vielen Monaten.

Das für Battle Royale zuständige Team sei anfangs rund 50 Köpfe stark gewesen, inzwischen sei es dreimal so groß geworden. Weitere Mitarbeiter würden gesucht - das Problem sei aber schlicht, ausreichend schnell entsprechend qualifizierte Mitarbeiter zu finden und sie ins Team zu integrieren, so Epic Games auf Nachfrage von Polygon.

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Bis dahin müssen die Mitarbeiter viel arbeiten, der interne Druck sei extrem hoch. Den meisten Entwicklern sei bewusst, dass nicht erledigte Arbeit von Kollegen übernommen werden müsse. Immerhin sei die Bezahlung sehr gut, in dem Artikel ist von Boni in dreifacher Höhe des Monatslohns die Rede. Offenbar würden viele Entwickler ihren Job mit der Einstellung erledigen, noch ein paar Gehaltsschecks zu kassieren und sich dann etwas Neues zu suchen.

Derzeit häufen sich Berichte über extreme Überstunden in der US-Spielebranche. Ende 2018 gab es Diskussionen über schlechte Arbeitsbedingungen bei dem von Rockstar Games produzierten Red Dead Redemption 2, im April 2019 folgten dann Meldungen über die Entwicklung von Anthem bei Bioware - wobei dort auch das Betriebsklima und das Führungsverhalten der Vorgesetzten wesentlich stärker kritisiert wurden, als es nun im Artikel über Epic Games der Fall ist.

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zilti 26. Apr 2019

Hängt vom Bundesstaat ab.

FreiGeistler 26. Apr 2019

Nimm dir mal eine Stunde Zeit um dich zu "qualifizieren". Prolle, im Gegensatz zu...

ibsi 26. Apr 2019

Ne, nicht direkt da hast Du recht. Die meisten Bereiche mit denen ich zu tun habe, haben...

minnime 26. Apr 2019

Diese Zeiten, Fahrzeit, das morgendliche Fertigmachen usw. nenne ich zeitliche...



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